Die Vorarlberger Kletterin Babsi Zangerl kehrt nach dem Corona-Lockdown zurück an den Fels und punktet innert Kürze zwei schwere Routen: Unleashed (8c+) und Instructor (8c+/9a)

Ganz offensichtlich hat sich das Training während des Corona-Lockdowns bei Babsi Zangerl ausbezahlt. Die 31-Jährige hakte gleich zwei Projekte in nahegelegenen Gebieten ab.

“Eigentlich wäre ich jetzt zusammen mit Jacopo Larcher im Yosemite Valley. Aber die Corona-Pandemie machte uns einen Strich durch die Rechnung. Das Positive an der Sache ist, dass ich die Sportklettergebiete in der Nähe umso mehr schätze und besuche.”

An der Motivation fehlte es also nicht, vor allem nicht nach dem langen Ausharren in den vier Wänden. Eine der Routen, die Babsi sich vorknöpfte, war Unleashed (8c+). Diese Route fordert Begeherinnen und Beher nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Denn nach der Schlüsselstelle muss ein ziemlich langer Runout überwunden werden.

“Nach zahlreichen misslungenen Versuchen und Stürzen habe ich mir zum ersten Mal im Leben einen Clipstick gewünscht.”

Babsi Zangerl

Irgendwann kam es dann jedoch nicht zum Sturz nach der Schlüsselstelle und Babsi clippte das Seil in die Exe nach dem Runout. Den Rest der Route kletterte sie dann auch noch sturzfrei und holte sich damit die Rotpunktbegehung von Unleashed.

Babsi Zangerl bei der Begehung der Route Unleashed.

Stark überhängende Route gepunktet

Eine weitere Route, die Babsi nach dem Lockdown bereits punkten konnte, ist Instructor (8c+/9a) im Klettergebiet Kalkofen. Auf die Begehung ist Babsi besonders stolz.

“So stark überhängende Routen sind eigentlich nicht mein Ding und es hat sich gelohnt, so viel Zeit und Effort in die Route zu investieren.”

Die Route Instruktor wurde vom Österreicher Jürgen Höfle eingerichtet und durch Jacopo Larcher erstbegangen. Mit ihrer Rotpunktbegehung beweist Babsi Zangerl einmal mehr, dass sie zu den stärksten und vielseitigsten Kletterinnen gehört.

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Credits: Bildmaterial Jacopo Larcher