Erstbegehung von L’accidentelle et l’accidenté an der Aiguille de l’Amône

Am 27. und 28. Februar 2019 konnten Simon Chatelan und Silvan Schüpbach an der Aiguille de l’Amône eine anspruchvolle Mixedroute eröffnen. Durch die Ostwand des Berges wurde bislang erst eine Route eröffnet. Der Grenzgipfel zu Frankreich bietet guten Granit und steht im Schatten der bekannten Berge im nahen Chamonix. Die beiden Bergsteiger hinterliessen keinerlei Spuren auf ihrer Route und wurden mit einem eindrücklichen Abenteuer belohnt.

Ein Beitrag von Silvan Schüpbach

Nachdem wir beschlossen hatten, auf eine geplante Patagonienreise zu verzichten, schmiedeten wir Pläne für Abenteuer vor der Haustüre. Ein Projekt an der Eigernordwand liessen wir ebenfalls fallen, nachdem mein Freund Julian Zanker in der Heckmaier Route ums Leben kam.
So wurde die Aiguille de l’Amône unser Plan C. Trotzdem gefiel mir die Idee sofort – ein Berg, von dem ich nich nie etwas gehört hatte und Granit, der das Absichern ohne Bohrhaken verspricht.

Display Ads Rectangle_Trailrunning

Wir stiegen mit den Schi zu und konnten am 27.2. am Mittag einsteigen. Der Start verlief alles andere als reibungslos. In der ersten Seillänge rutschte ich im Nachstieg aus und verstauchte mir den Daumen. Beim Sichern der nächsten Seillänge fiel mir ein Stück Eis ins Gesicht und verpasste mir ein paar Platzwunden. Ich sagte mir, dass wir ja Abenteuer suchen und nun gefunden hätten. Deshalb biss ich die Zähne zusammen und wir kletterten weiter.

Das Biwak auf einer Schneeschulter war zwar romantisch schön aber weitgehend unkomfortabel. Am nächsten Tag (28.2.2019) beendeten wir die Route ohne Zwischenfälle. Der Abstieg über die Nordflanke bot guten Trittschnee.

Topo: L’accidentelle et l’accidenté an der Aiguille de l’Amône

Routeninfos „L’accidentelle et l’accidenté“

  • Der Routenname (grob übersetzt: „Zufällig und verunfallt“) bezieht sich auf die Vorkommnisse vor und während der Begehung
  • Aiguille de l’Amône (569’240, 86’582), Ostwand
  • Die Route folgt einem Nordexponierten Rampensystem. Notausstieg in die Nordflanke ist an verschiedenen Stellen möglich. Lawinengefahr beachten!
  • Routenlänge 850m
  • Schwierigkeit M7, 45°
  • Material: 2 x 60m Seile, Klemmkeile, 2 Rack Cams #0.3-3, 1x #4, C3 0-1, 2x Pecker

Bilder der Erstbegehung von L’accidentelle et l’accidenté an der Aiguille de l’Amône

+++
Credits: Bild und Text Silvan Schüpbach – slack-line.ch

Aktuell

Alex Megos eröffnet Kletterhalle | Frankenjura Academy

Teileröffnung der Frankenjura Academy: Ab heute kann in der Kletterhalle von Alex Megos in Forchheim geklettert werden.
00:20:25

Ist Rhapsody (E11) die gefährlichste Route der Welt?

Magnus Midtbo kehrt mit Dave MacLeod zu einer seiner imposantesten Erstbegehungen zurück: Rhapsody (E11, 7a).

Yannick Flohé klettert mit Lazarus (9a+) seine bislang schwerste Route

9a+ auf der Durchreise: Yannick Flohé gelingt am Schiefen Tod im Frankenjura die Begehung von Lazarus in gerade Mal 4 Go's.

Effiziente Übung auf dem Weg zum Handstand

So klappt's mit dem Handstand: Mit dem L-Handstand könnte ihr Kraft aufbauen und die Handstandposition kontrolliert üben.

Newsletter

Abonniere jetzt unseren Newsletter und bleibe immer auf dem laufenden.

Alex Megos eröffnet Kletterhalle | Frankenjura Academy

Teileröffnung der Frankenjura Academy: Ab heute kann in der Kletterhalle von Alex Megos in Forchheim geklettert werden.
00:20:25

Ist Rhapsody (E11) die gefährlichste Route der Welt?

Magnus Midtbo kehrt mit Dave MacLeod zu einer seiner imposantesten Erstbegehungen zurück: Rhapsody (E11, 7a).

Yannick Flohé klettert mit Lazarus (9a+) seine bislang schwerste Route

9a+ auf der Durchreise: Yannick Flohé gelingt am Schiefen Tod im Frankenjura die Begehung von Lazarus in gerade Mal 4 Go's.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein