Die britische Kletterin Hazel Findlay holt sich die dritte Begehung der Rissroute Magic Line (5.14c / 8c+) im Yosemite Valley. Bei der Route handelt es sich um eine der schwersten Rissrouten des Tals – und weltweit.

Vor einem Jahr stieg Hazel Findlay erstmals in die Route am Fusse der Vernal Falls ein und begann mit dem ausbouldern der einzelnen Passagen. Schnell merkte sie, dass die Route wahrhaft sehr schwer ist. Die Route verläuft einem dünnen Riss entlang, gestanden wird meist auf Reibung. Doch die Schönheit der Linie hat es der 30-Jährigen angetan.

“Wenn du dich fürs Projektieren einer Route entscheidest, dann muss das Ding schon cool genug sein, um die Motivation längere Zeit aufrechtzuerhalten. Ich denke das ist bei Magic Line definitiv der Fall.”

Hazel Findlay zu Beginn ihres zweiten Trips ins Yosemite Valley

Im Oktober 2019 kam Hazel Findlay zurück ins Yosemite Valley, um die Route Magic Line (5.14c / 8c+) ernsthaft zu projektieren. Bereits nach rund zwei Wochen erreichte sie die letzte Schlüsselstelle der Route, war dort aber nicht 100% konzentriert und flog raus. Das folgende Video zeigt sie an einer anderen delikaten Stelle der Route.

Am letzten Tag des Trips gepunktet

Gestern war der letzte Tage von Hazel Findlay’s Yosemite-Trips. Ganz nach dem Motto “Last day, best day” holte sie sich die Begehung der Route Magic Line (5.14c / 8c+). Die Route wurde 1996 von der Yosemite-Legende Ron Kauk erstbegangen. Er punktete die Route mit bereits platzierten mobilen Sicherungen.

Sein Sohn Lonnie Kauk holte sich 2016 im selben Stil die erste Wiederholung der Route und kletterte Magic Line zwei Jahre später erneut, dieses Mal legte er die Sicherungspunkte beim Rotpunktversuch. Hazel Findlay ihrerseits kletterte die Route ebenfalls so, dass sie die mobilen Sicherungen während des Versuchs platzierte.

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Credits: Titelbild Jacopo Larcher

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