Die Französin Melissa Le Nevé holt sich die erste weibliche Begehung der wohl bekanntesten 9a-Route der Welt: Action Directe im Frankenjura, Deutschland.

Die Route Action Directe wurde 1991 von der Kletterlegende Wolfgang Güllich erstbegangen und gilt als Meilenstein in der Klettergeschichte. Bei der Route im deutschen Frankenjura handelt es sich um die erste 9a-Route der Welt. Seither wurde die Route von rund 25 Kletterern gepunktet, doch keine Frau gelang der Durchstieg. Bis jetzt.

Erstmals klettert eine Frau Action Directe rotpunkt

Melissa Le Nevé reiht sich nicht nur in die Liste bekannter Namen wie Iker Pou, Dave Graham, Dai Koyamada, Markus Bock, Adam Ondra oder Patxi Usobiaga, sondern ist auch die erste Frau, die sich eine freie Begehung der Route in ihre Ticklist eintragen kann.

Was für eine Reise. Was für eine inspirierende Person. Was für ein Kampf. Was für eine Liebesgeschichte. Die Route vereint alles, was mich in Klettersport erfüllt.

Melissa Le Nevé

Während die französische Spitzenkletterin vor Kurzem die Begehung einer 8c+ Route verkündete, die sie innerhalb weniger Tage punkten konnte, investierte sie bei Action Directe insgesamt sechs Jahre und unzählige Versuche, bis es mit dem Durchstieg klappte. Doch die Ausdauer, der Glaube an sich selbst und das konsequente Training haben sich für Melissa ausgezahlt.

Ich bin super stolz auf Melissa, dass sie Action Directe nach all den Jahren punktete. Es ist nicht nur die erste 9a, es ist eine aussergewöhnliche und geniale Route.

Fabi Buhl, Alpinist und Freund von Melissa

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Hannes Huch warf dem Profikletterer Said Belhaj vor, sich mit Routen zu rühmen, die er nicht geklettert hat (LACRUX berichtete). Im Zentrum steht seine Begehung der Route Action Directe (9a) im Frankenjura. Wir haben mit Said über die Vorwürfe gesprochen.

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Credits: Titelbild Fabian Buhl

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