Vor wenigen Wochen eröffneten die drei Profikletterer Roger Schäli, Nina Caprez und Sean Villanueva eine neue und schwere Route am berüchtigten Genferpfeiler an der Eigernordwand. Die Macher von Actiontalk TV haben die drei beim Erschliessen der Route Merci La Vie begleitet. Dabei entstanden einzigartige Aufnahmen im senkrechten Neuland.

Die Linie ist ein altes Projekt von Roger Schäli. Sie zieht links von Deep Blue Sea hoch, durch den linken zentralen Teil des Genfer Pfeilers. Nachdem Roger die erste Länge schon letztes Jahr eingebohrt hatte, stand er vor einer steilen, überhängenden Wand, welche extrem schwer aussah. Diesen Sommer hat er mit Nina Caprez und Sean Villanueva die perfekten Mitstreiter für sein Projekt gefunden.

Nina Caprez in der Route Merci La Vie in der Eigernordwand. (Bild Severin Karrer / mountainfeeling.ch)

Zusammen eröffneten sie in mehreren Tagen in zwei Angriffen ein neues Testpiece an dieser berühmten Wand. Die Schwierigkeiten sind hoch, auch müssen allfällige Wiederholer über eine gehörige Portion Selbstvertrauen und Mut verfügen; Die Abstände zwischen den Bolts sind oft weit und viele Zwischensicherungen müssen selber gelegt werden.

Eindrückliche Momente in der Route Merci La Vie. (Bild Severin Karrer / mountainfeeling.ch)

Roger brüllt sich durch eine boulderlastige Seillänge im Grad 7c und Sean gelingt die Begehung einer der Schlüssellängen im Bereich 8a oder gar 8b. Dann ziehen dunkle Wolken auf. Sean bouldert die zweite Schlüssellänge aus und macht mitten im aufziehenden Gewitter noch einen Rotpunkt-Versuch. Er meistert die Boulderstelle bei Blitz und Donner. Doch weiter oben ist die Wand schon komplett nass und so fliegt Sean wieder Richtung Stand.

Somit steht eine komplette Rotpunkt Begehung von Merci la Vie noch aus. Nächsten Sommer soll sie gelingen. Dann wird auch ein Topo erstellt. 

Video: Erschliessung der Route Merci La Vie an der Eigernordwand

Dieser Helm begleitete Roger, Nina und Sean in der Eigernordwand

Der Helm Sirocco von Petzl ist erfüllt zwei zentrale Anforderungen von Kletterinnen und Kletterern: Er ist leicht und bietet optimalen Schutz. Das im Nackenbereich tiefer gezogene und damit den Kopf umschliessende Design gewährleistet einen erhöhten Schutz im gesamten Kopfbereich.

Wenn perfekte Reibung gefragt ist

Roger Schäli ist überzeugt, Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Er verlässt sich beim Sportklettern wie auch in alpinen Mehrseillängentouren oder Big-Wall-Routen auf Chalk von FrictionLabs. Seine Lieblingssorte: Bam Bam

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Credits: Titelbild und Text Actiontalk TV