Die deutsche Kletterin Martina Demmel klettert sich in den Club der 9a-Kletterinnen: Vor wenigen Tagen punktete sie Joe Cita in Oliana.

Wir kommen mit der Redaktion von Newsmeldungen kaum nach. Innerhalb kürzester Zeit punktet die deutsche Nachwuchskletterin schwere Routen und sorgt für Wirbel in der Kletterszene. Vor erst vier Jahren begann sie mit dem Klettern und schon steigt sie ihre erste 9a-Route durch. Unglaublich.

Ich suche immer noch nach den richtigen Worten, um zu beschreiben, was gestern passierte.

Martina Demmel

Kein Wunder ist die junge Kletterin ob ihrer eigenen Leistung erstaunt, denn mit Klettern begann sie erst im Jahr 2017. Erstmals für Aufmerksamkeit sorgte die 19-Jährige mit ihrer letztjährigen Routenbilanz. Sage und schreibe 201 Routen im achten Franzosengrad kletterte Martina, darunter 11x 8c, 21x 8b+, 43x 8b, 55x 8a+ und 71x 8a.

Martina nach dem erfolgreichen Durchstieg von Joe Cita (9a). (Bild Toni Mas Buchaca)
Martina nach dem erfolgreichen Durchstieg von Joe Cita (9a). (Bild Toni Mas Buchaca)

Ins laufende Jahr startete sie dann nicht minder steil. Vor rund 10 Tagen kletterte sie Humildes pa Casa (8b+) onsight und punktete am gleichen Tag auch noch Joe Blau (8c+).

Kann mich jemand aus diesem endlosen Traum wachrütteln, der zu gut ist, um wahr zu sein?

Martina Demmel

Mit ihrem jüngsten Erfolg, der Rotpunktbegehung von Joe Cita, setzt Martina ihren Erfolgskurs konsequent fort und reiht sich in die (nicht abschliessende) Liste klingender Namen wie Josune Bereciartu, Margo Hayes, Laura Rogora oder Babsi Zangerl. Sie alle kletterten bereits im neunten Franzosengrad.

Hervorzuheben ist im Falle von Martina Demmel, dass sie Joe Cita (9a) im lediglich fünften Versuch durchsteigen konnte.

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Credits: Titelbild Julia Cassou

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