Der Belgier Nicolas Collin verkündet die Begehung des äusserst schweren Boulders The Big Island (8c) in Fontainebleau. Nicolas überspringt mit seiner jüngsten Begehung gleich mehrere Grade in seiner Ticklist.

Erstmals etwas mehr Aufmerksamkeit erregte Nicolas mit dem zweiten Platz an den Europameisterschaften 2020 in der Disziplin Lead. Draussen am Fels war er bis jetzt eher wenig aktiv und boulderte im Bereich 8a – für einen Wettkampfathleten keine herausragende Leistung. Doch nun verkündet er Grosses und überspringt gleich mehrere Schwierigkeitsgrade.

8c-Boulder in Fontainebleau geknackt

Die Weihnachtsferien verbrachte Nicolas Collin im französischen Boulderparadies Fontainebleau und konzentrierte sich bei seinem Aufenthalt auf eine der schwersten Linien in den Wäldern rund um den Pariser Vorort Fontainebleau: The Big Island (8c). Insgesamt neun Sessions investierte der Belgier, bis es mit dem Durchstieg klappte.

Was für ein genialer Boulder. Endlich habe ich es geschafft, auf diesem Block zu stehen. Jetzt ist es Zeit, nach Hause zurückzukehren und mich auf die kommende Saison vorzubereiten.

Nicolas Collin

Bei The Big Island handelt es sich um eine Version der von Dave Graham im Jahr 2008 erstbegangenen Linie The Island im Sektor Coquibus Rumont. Der Boulder wurde oft als letzte grosse Linie in Fontainebleau gehandelt. Für den Kompressionsboulder schlug Dave den Schwierigkeitsgrad 8c vor, was nachfolgende Boulderer aber nicht bestätigten. Die allgemeine Meinung lag bei 8b+.

8c-Version durch Vincent Pochon – und jetzt Giuliano Cameroni

Parallel zu Dave Graham projektierte auch Vincent Pochon The Island. Er seinerseits startete aber zwei Züge früher, da er die dortige Startposition als natürlicher erachtete. Diese Version ist heute unter dem Namen The Big Island (8c) bekannt.

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Credits: Titelbild Nicolas Vancayzeele

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