Gabriel Jungo mit neuem Speed-Abenteuer

89,5 Kilometer, 4260 Höhenmeter, 9 Stunden 20 Minuten: So lauten die Parameter des jüngsten Speed-Abenteuers von Gabriel Jungo. Der Schweizer Alpinist hat vor wenigen Tagen den Mönch über den Nollen bestiegen, gestartet ist er mit dem Fahrrad in Bern.

Spätestens seit seiner Besteigung aller 48 Schweizer 4000er in 44 Tagen ist bekannt, dass Gabriel Jungo gerne schnell und by fair means in den Bergen unterwegs ist. In diese Kategorie reiht sich auch sein jüngstes Speed-Projekt ein: Die Besteigung des 4107 Meter hohen Mönchs von Bern aus in 9 Stunden und 20 Minuten.

9 Stunden und 20 Minuten nach dem Start beim Berner Münster steht Gabriel Jungo auf dem Gipfel des Mönchs.
9 Stunden und 20 Minuten nach dem Start beim Berner Münster steht Gabriel Jungo auf dem Gipfel des Mönchs.

Warten auf günstige Bedingungen

Die Idee für dieses Projekt sei schon länger in seinem Kopf herumgegeistert, sagt Gabriel Jungo. «Der Nollen ist eine meiner Lieblingstouren, die ich oft als Training mache.» Alles was der Schweizer Alpinist für seine schnelle Begehung brauchte, waren gute Bedingungen und stabiles Wetter.

Vergangenen Donnerstag um Mitternacht startete er mit dem Rennrad beim Berner Münster. Die Fahrt bei angenehmen Temperaturen sei gut gelaufen. Und auch auf dem zweiten Teil seines Duathlons lief alles nach Plan:

Ich habe am Mönch exzellente Bedingungen vorgefunden.

Gabriel Jungo
Beim Takeoff in der Schweizer Bundeshauptstadt liegen noch 89,5 Kilometer und 4260 Höhenmeter vor Gabriel Jungo.
Beim Takeoff in der Schweizer Bundeshauptstadt liegen noch 89,5 Kilometer und 4260 Höhenmeter vor Gabriel Jungo.

Sein Körper habe sich perfekt angefühlt, schwärmt Gabriel Jungo. Erst rund 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels sei es plötzlich richtig zäh geworden. «Die Müdigkeit setzte ein, vielleicht verursacht durch die Höhe. Ich war dieses Jahr noch nie über 4000 Meter und entsprechend nicht akklimatisiert.»

Herausforderungen vor der Haustüre

Mit seiner schnellen Mönch-Besteigung knüpft der Fribourger Alpinist an sein grosses Sommerprojekt vom vergangenen Jahr an. Damals bestieg er alle 4000er der Schweiz und legte die Strecke dazwischen aus eigener Kraft zurück. Für diese Aneinanderreihung der insgesamt 48 Gipfel benötigte er gerade mal 44 Tage.

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Credits: Titelbild Gabriel Jungo

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