Dem Amerikaner Carlo Traversi gelingt die Erstbegehung des schwierigsten Boulders im Yosemite Valley: The Dark Side. Als Bewertung schlägt Traversi 8C+ vor.
Sie hat ihm eine ordentliche Portion Ausdauer abverlangt, die eindrückliche Linie an einem Boulderblock inmitten des berühmten Camp 4 im Yosemite Valley. Sage und Schreibe 50 Sessions verteilt über sieben Jahre hat Carlo Traversi an den einzelnen Zügen des ästethischen Boulders getüftelt und probiert, bis ihm der Durchstieg gelang.
Vergangenes Wochenende habe ich mein grösstes und wichtigstes Projekt geklettert im Yosemite Valley.
Carlo Traversi

Traversi nennt den Boulder The Dark Side ein „Lifetime-Project“, weil er zu Beginn das Gefühl hatte, es würde ein ganzes Leben dauern, bis er den Boulder klettern könne. Und weil ihn die Linie dermassen inspirierte, dass er bereit war, bis ans Ende seines Lebens in den Boulder zu investieren. Ganz so lange musste er sich dann doch nicht gedulden.

Harte Tradrouten, schwierigste Boulder – Traversi klettert am Limit
Carlo Traversi ist ein wahrer Allrounder. In der Schweiz hinterliess er mit der Erstbegehung des Boulders The Kingdom in Brione seine Spuren, ist am Seil mit Routen wie Empath (9a+) stark unterwegs und punktete mit Magic Line (8c+) oder Meltdown (8c+) einige der schwierigsten Trad-Routen der Welt.
Mit seinem jüngsten Exploit im Yosemite Valley, dem Boulder The Dark Side (8C+), beweist Traversi einmal mehr, dass er mit seinen 35 Jahren immer noch zur Spitze der Kletterelite gehört.
Es ist definitiv der schwierigste Boulder, den ich je klettert bin und für den ich am meisten Zeit investierte.
Carlo Traversi
Carlo Traversi bei der Begehung von Old Man Winter (8B+)
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Credits: Titelbild Carlo Traversi

