Der Olympia-Bronzesieger ist wieder am Fels unterwegs… und wie! Er flasht das Silvretta-Tespiece Anam Cara (8b+) und ist danach auch in Memento (8b/8b+) erfolgreich – trotz schmerzhaftem Zwischenfall.

Stark überhängend an Crimps durch ein Dach und zum Schluss ein Dyno aus Untergriff-Position an die Kante: das ist das Silvretta-Testpiece Anam Cara, 2008 von Bernd Zangerl erstbegangen und mit 8c bewertet. Inzwischen, nach über einem Dutzend Wiederholungen, hat sich der Grad bei 8b+ eingependelt.

Was Jakob Schubert gelang, schaffte allerdings noch niemand: eine astreine Flash-Begehung des Boulders. Danach legte er noch in Memento (8b/8b+) Hand an, ebenfalls ein Zangerl-Boulder. Hier brauchte Schubert etwas mehr Versuche bis zum Durchstieg, wobei er einmal schmerzhaft neben der Matte landete.

Jakob Schubert bei der Flash-Begehung von Anam Cara

Von Bernd Zangerl erstbegangen

2008 sagte der Österreicher Bernd Zangerl nach erfolgreichem Durchstieg von Anam Cara: „Die Linie ist ein Traum. So logisch, klar, ohne Kompromisse … Jede Bewegung ist hart und dieser verrückte Undercut-Move nach oben ist das Brutalste, was ich je gemacht habe. Anam Cara ist das Highlight von meiner Kletterkarriere und der Durchstieg war wie ein wahr gewordener Traum.“ Er gab die Bewertung 8c ab, später wurde der Boulder unter anderem von Paul Robinson und Daniel Woods abgewertet.

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Credits: @misha.p_photography

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