Benjamin Zörer und Lukas Waldner ist die Erstbesteigung des Kimshung (6.781 m) im Langtang-Himal, Nepal, gelungen. Gemeinsam mit François Cazzanelli und Giuseppe Vidoni kletterten sie die neue Route »DESTINY« (TD, 1.300 m, 60°, AI4, M5) durch die Nordostwand.
Am 20. Oktober 2025 um 12:30 Uhr erreichten die Tiroler Alpinisten Benjamin Zörer und Lukas Waldner gemeinsam mit den italienischen Bergsteigern François Cazzanelli und Giuseppe Vidoni den bisher unbestiegenen Gipfel des Kimshung (6.781 m) im nepalesischen Langtang-Himal.
Damit gelang der vierköpfigen Seilschaft sowohl die Erstbesteigung des Gipfels als auch die erste Begehung einer neuen Route durch die abgelegene Nordostwand des Kimshung.



Letzten sechs Versuche waren gescheitert
Die neue Route trägt den Namen »DESTINY« und ist bewertet mit TD, 1.300 m, 60°, AI4, M5. Der Kimshung liegt im Grenzgebiet zu Tibet. Aufgrund seiner technischen Schwierigkeiten, der Abgeschiedenheit und objektiven Gefahren gilt er als herausfordernder Sechstausender. Sechsmal zuvor wurde der Gipfel bereits erfolglos versucht, was die Schwierigkeit und Besonderheit dieser Erstbesteigung unterstreicht.
Der Aufstieg begann am 19. Oktober mit dem Verlassen des Basislagers. Nach einer Nacht auf 5.450 m am Fuße des Kimshung-Gletschers stieg das Team am Folgetag über anspruchsvolles Eis-, Firn- und Mixedgelände zum Gipfel auf. Noch am Abend kehrten alle vier Bergsteiger sicher ins Tal zurück.

Meilenstein für die vier Bergsteiger
Für Zörer und Waldner, die bereits Erfahrung mit Erstbesteigungen in abgelegenen Hochgebirgsregionen gesammelt haben, ist die Besteigung ein weiterer wichtiger Meilenstein ihrer Karriere. Bisherige Begehungen der beiden Alpinstil-Spezialisten zeichneten sich stets durch Leichtgewicht, Schnelligkeit und partnerschaftliche Teamarbeit aus – komplett ohne externe Hilfe.
Insbesondere für den Italiener François Cazzanelli markiert diese Tour den erfolgreichen Abschluss einer langen Geschichte. Seit über einem Jahrzehnt hatte er den Kimshung anvisiert, frühere Expeditionen waren durch Naturkatastrophen und schwierige Bedingungen abgebrochen worden. Gemeinsam mit Vidoni, Zörer und Waldner formte Cazzanelli jetzt eine Seilschaft, die auf Erfahrung, gegenseitiges Vertrauen und Entschlossenheit setzte.
Der Routenname »DESTINY« – also »Schicksal« – symbolisiert für die vier Bergsteiger auch die vielen Wege, Entscheidungen und Begegnungen, die sie zusammengeführt haben.
Die Erstbesteigung steht nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern auch für eine neu entstandene Freundschaft unter einem stillen, beeindruckenden Gipfel.
Seilschaft Zörer, Waldner, Vidoni & Cazzanelli


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Credits: Alle Bilder zur Verfügung gestellt von Benjamin Zörer

