Immer häufiger sind in Sportklettergärten fixe Expressschlingen anzutreffen – das birgt Zündstoff. Nicht alle mögen Fixexen und so kommt es immer wieder zu Konflikten. Gastautor Markus Hutter äussert sich im vorliegenden Artikel seine spannenden und anregenden Gedanken zum Thema.

Ein Gastbeitrag von Markus Hutter

Leider ist Selbstkritik nicht gerade eine Stärke der Kletterszene. Vor circa 20 Jahren machten sich noch Kletterer wie Alexander Huber oder Stefan Glowacz stark für das echte Rotpunkt-Klettern! Viele Jüngere wissen vielleicht schon gar nicht mehr, wo der Unterschied liegt.

Selbstverständlich würde es einen grossen Unterschied machen, ob wie in der Kletterhalle alle Express-Schlingen schon hängen und nur noch geclippt werden müssen oder ob jemand zum Beispiel eine Onsight-Begehung einer Route macht, in der keine einzige Exe hängt. Gerade in aktuellen Spitzenrouten am Fels wäre dies eine enorme Herausforderung!

Pinkpoint – die Softvariante von Rotpunkt

Die Protagonisten von damals waren der Meinung, dass wir es uns mit der bequemen Methode viel zu leicht machen würden: Dafür gab es sogar einen Begriff «Pinkpoint». Diese Softvariante war der Vorgänger des heutigen Rotpunkt und anfänglich verpönt!

«In den 90er-Jahren haben wir nach einem gescheiterten Versuch die Exen wieder aus der Route genommen, bevor wir einen weiteren Versuch unternommen haben.»

Markus Hutter

Ich kann mich selber noch sehr gut daran erinnern, dass wir noch in den 90er-Jahren nach jedem gescheiterten Versuch die Express-Schlingen aus der Route genommen haben, um sie beim nächsten „Go“ wieder einzuhängen…

Vor allem an Felsen der härteren Gangart ist in den vergangenen Jahren zu beobachten, wie die per Schekel fix installierten Exen immer zahlreicher werden. Und regelmässig gibt es Meldungen wie im vergangenen Herbst aus dem Basler Jura: «Im Basler Jura werden systematisch Exen geklaut» . Die Verfasser mutmassen, die Diebe wären scharf darauf, als wären es Diamanten. Und das Lächerlichmachen gipfelt darin, die Täter einerseits abschätzig zu bewundern, andererseits auch sehr zu bemitleiden.

«Bei Vorgängen wie unter anderem im Basler Jura fehlt mir die selbstkritische Haltung der Kletterer.»

Markus Hutter

Als Verfasser dieses Textes muss ich an dieser Stelle deutlich betonen, dass ich schon sehr lange an der Felsfront aktiv bin, schon einige hundert Seillängen/Routen eingebohrt und erstbegangen habe und mich selber als Felsfreak verstehe.

Bei Vorgängen wie unter anderem im Basler Jura fehlt mir die selbstkritische Haltung der Kletterer. Die Geschädigten schreien nur laut auf, ohne ihr Handeln am Fels auch nur im Geringsten zu hinterfragen. Wer schon in einer IG-Klettern engagiert war, weiss ziemlich gut, was Wald – und Felsbesitzer und auch Naturschützer an unserem Verhalten stört.

Das Hakensetzen ist eine Sache, doch wenn es umsichtig und rücksichtsvoll gemacht wird, fällt es dem Naturliebhaber nicht sofort massiv ins Auge. Hallenmässig ausgestattete Wände wirken im Gegensatz dazu wie vergewaltigte Natur und Sporttempel zum schnellen, unkomplizierten Konsum. Ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung vermehrt zu massiven Problemen führen wird!

Die polemische Reaktion der Geschädigten im Basler Jura zeugt leider von sehr wenig Sachverstand. In den wenigsten Fällen sind es Kletterer, die nur scharf auf billiges Equipment sind. Eher wollen sie keine verunzierten Wände sehen und den nicht wenigen Klettergegnern den Wind aus den Segeln nehmen. An eher abgelegenen Felsen wird die Fehlentwicklung noch einige Zeit gut gehen, doch dort wo auch viele Spaziergänger und Wanderer unterwegs sind, kocht das Thema langsam hoch.

Ein sehr anschauliches Negativbeispiel konnte im zurückliegenden Winter im Video von Alexander Megos begutachtet werden. Bei der Wiederholung von King Capella hing etwa in Wandmitte eine mindestens 1,5 Meter lange Schlinge, die einen grösseren Hakenabstand entschärfen sollte.

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Alexander Megos beim Clippen der verlängerten Exe in King Capella. (Bild Alexander Megos)

Gerade solche Beispiele, die tausendfach im Netz angesehen werden, sind fatal. Weshalb sollten sich nicht auch Softmover, die einen langen Hakenabstand fürchten, überall lange Schlingen in die Wände hängen dürfen, damit sie ganz entspannt klettern können??? Beispiele gibt es zahlreich an steilen Wänden, die gerade mit vielen Projekten belagert werden – ein grausamer Anblick!

Auch als sehr engagierter Kletterer kann ich gut nachvollziehen, wenn dies Wanderer, die die Natur geniessen möchten, extrem stört. Etwas mehr Empathie würde uns in diesen Dingen sicherlich gut tun. Das sehr fokussierte Projektieren von Routen macht uns leider oft extrem blind für andere Sichtweisen und ist zu oft nur auf den persönlichen Erfolg ausgerichtet.


Über den Autor Markus Hutter

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Markus Hutter ist am Bodensee aufgewachsen und seit seiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Bereits in jungen Jahren kletterte er viele große, extreme Klassiker in den Alpen, so z.B. auch die Matterhorn Nordwand bei sehr winterlichen Bedingungen. Seine große Passion wurde allerdings das reine Felsklettern und seit Beginn der Freikletterbewegung das Alpin – und Sportklettern bis zum Grad 8b. Seine international bekannteste Erstbegehung ist die Route Parzival im schweizerischen Alpstein – Gebirge. Er lebt als bildender Künstler in Norddeutschland.

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Bild und Text Markus Hutter

Bach

14 Replies to “Fixexen – Wird die Felswand zur Konsumarena?

  1. Am Anfang dachte ich, dass es in diesem Text um die Frage geht, ob sich die Klettergemeinschaft hinsichtlich fix angebrachter Expressschlingen sensibler verhalten und selber regulieren sollte. Dafür gäbe es einige Gründe, und es gibt sicher viele Kletterer, die sich nicht bewusst sind, dass eine dauerhaft fixierte Exe manchen („Naturliebhaber“) stört, und das uU zu Zugangsproblemen führen kann.
    Was tut der Autor? Er polemisiert mit 3 völlig unbrauchbaren Argumenten:
    1. Früher haben wir die Exen bei jedem Versuch selber eingehängt! Früher war alles besser! Es heißt nicht umsonst „pink“-point!
    2. Die Leute, denen die fixen Exen im Jura gehörten hätten sich nicht beschweren dürfen dass man die Exen entfernt (=geklaut) hat! Ist doch ihr Fehler! Das war kein Diebstahl sondern Protest!
    3. Es wird noch schlimmer, im Winter hat Alex Megos einen Haken mit verlängerter Schlinge ausgestattet und das ganze auch noch gefilmt!

    Punkt 1 hat mit der Sache gar nichts zu tun. Es gab zur Zeit als man die Schlingen selber einhing erstens deutlich weniger steile Routen, und zweitens ist eine Gewohnheit von früher nicht zwangsläufig besser als eine Gewohnheit von heute. Ich würde sagen, dass so gut wie nichts dafür spricht, auch beim zweiten Versuch den Kletterfluss mehr als notwendig zu unterbrechen. Mit fixieren der Exen hat das fast nichts zu tun.
    Spätestens bei 3. musste ich doch herzhaft lachen.
    Der einzige Inhalt von Punkt 2 ist wohl, dass der Autor quasi einen Diebstahl rechtfertig, und haarscharf daran vorbeibalanciert, darüber aufzuklären ob er es war oder nicht!
    Und ja, Punkt 3… ohne Worte.

    1. Stimme zu, den Autor selbst scheint ein wenig das reflektierte Denken über die Evolution des Klettersports zu fehlen.
      Recht hat er damit dass ganz allgemein mit mehr Kletterern, mehr Spannungen mit Anwohnern entstehen werden. Die Tatsache ob jetzt aber Exen oder nur Haken im Fels hängen ist wohl egal. Viel mehr wird es um Müll, riesige Menschenmassen und generell schlechtes Verhalten gehen.

      1. Mir kommt der Gedanke, ob die in den Vorkommentaren angesprochene Evolution wirklich eine Weiterentwicklung des sportlichen Kletterkönnens, als vielmehr eine Degeneration dessen ist. Was die bereits vor mehr als dreißig Jahren geklettert wurde ist hier Gegenstand der Betrachtung als vielmehr die gegenwärtige Spitze der Schwierigkeiten . Das Klettern degeneriert seit ca. 10 Jahren zunehmend zum reinen Konsumsport ohne Blick auf Nachhaltigkeit mit Hinblick auf das eigene Habitat. Der Autor beleuchtet dies lediglich eingangs anhand der Beispiele. Nachdenken und Schlüsse ziehen darüber sollte jeder selbst. Ich hoffe er wird gehört.

    2. Hallo Teddy D,
      im ersten Abschnitt kommst du noch ganz sachlich rüber, um dann aber selber polemisch zu werden…
      In den Punkten 1-3 stellst du dich nicht gerade als Kenner der Sachlage dar! Du interpretierst Dinge hinein, die absolut nicht zutreffen:
      1. Ja, wir hatten früher eine harte Ethik für saubere Begehungen, trotzdem habe ich das nicht gewertet! Jaja, früher war alles besser…Das ist Deine Rhetorik! Und du scheinst keinen blassen Schimmer zu haben, was mit Pinkpoint gemeint war…Und, ich kritisiere nicht generell die heutige Gewohnheit, für den 2. oder 10. Versuch das Material hängen zu lassen. Doch die Exen fix mit Schekel für Wochen, Monate oder Jahre zu installieren, sehe ich als klare Fehlentwicklung!!! Eine Bequemlichkeit für den möglichst schnellen Erfolg…
      2. Ich habe die Vermutung angestellt, dass die Aktion im Basler Jura Protest war…na und? Die Betroffenen waren sich so sicher, dass es jemand war, der „nur“ scharf darauf war, gutes Material zu erhaschen. Diese Sicht wollte ich entkräften! Klar, besser wäre gewesen, der – oder diejenige hätte das Material demonstrativ an den Einstieg gelegt…
      3. Es wäre schon ganz dienlich, wenn du dich dazu etwas differenzierter äussern würdest. Vielleicht wäre der Hinweis von Johannes für dich ein guter Rat…

      Profis wie Megos haben nun mal Vorbildfunktion…und die Tendenz, dass sich solche Vorbilder für den Erfolg div. Tricks bedienen und viele Clippositionen mit optimalen Schlingenverlängerungen erleichtern, wird weitere negative Folgen haben. Tausendfach im Video vorgeführt sowieso.

      Also, lese doch vielleicht meinen Text noch einmal etwas aufmerksamer und du wirst eventuell selber spüren, dass dein rumgekotze völlig deplatziert ist…
      schöne Grüße

  2. Ich bin auch kein Freund von Fixexen. Das hat aber weniger mit Kletterethik zu tun, in meinen Schwierigkeitsgraden geht es nämlich um den Spaß am Klettern und nicht darum anderen was zu beweisen 😉
    Mich stört wenn nicht-metallisches Material in der Wand gelassen wird. Bandschlingen, etc altern eben mit der Zeit und tun das insbesondere in der Sonne. In der Kletterhalle kein Problem, da gibt es einen Betreiber der für sein Eintrittsgeld auch eine gewisse Sicherungspflicht hat. Draußen will aber kein Erschließer dafür haftbar gemacht werden wenn in 7 Jahren eine Fixexe nicht mehr hält. Es ist eine Sache wenn beim Bergsteigen irgendwelches Material in Wänden hängt und eine andere wenn das beim Sportklettern der Fall ist. Gerade weil es akzeptiert ist, dass Exen vor dem Rotpunktversuch schon hängen, gibt es wenig Gründe diese auch fix zu machen.

    1. Ja, das ist ein gutes Argument. Fixschlingen führen immer wieder zu Unfällen (auch schon tödlichen), und wenn sie vorhanden sind, geht eine große Verantwortung der Locals damit einher.

  3. Als Vorsitzender der IG Klettern Basler Jura fühle ich mich angesprochen, den Exkurs von Hutter zu kommentieren: Kletterfelsen als Konsumarena?
    Ja, in gewisser hinsicht schon. Es fängt da aber bereits bei den modernen Topoführern an, wo ich mittels QR Code zu Parkplatz und Felswand geleitet werde. Früher, ja früher hatten wir unsere Gebiete selbst im süden Frakreichs, ohne Navi, ja auch nur mit den alten Michelin Karten und Mistral 1+2 aufgespürt und (meist) sogar gefunden!! Fängt hier bereits der gute Stil an?

    Ich habe auch schon mit Protagonisten von 8a aufwärts diskutiert über das Verlängern von Exen. Es gibt da ja Weltklasserouten wie die „Chilam Balam“, wo die Haken aus der Kletterstellung gar nie geklippt werden könnten, da diese weitab der eigentlichen Kletterlinie liegen. Und jeder kennt ja selber, dass vorgehängte Expressen das Klettern auf ihre Art und Weise erleichtern. Der pink point Gedanke wurde immer mehr vergessen, da gebe ich Hutter recht. Auch das Vorhängen der Seile in den z.B. dritten Bolt. Aus Sicherheitsgründen? Aus Bequemlichkeit? Weil der Einstieg ja eh einfach ist? Warum denn nicht gleich top rope? Frei ist ja frei! Hier könnte eine Diskussion zur Kommunikation über den Stil einsetzen, wie es beim Bergsteigen gerade bei den 8000ern erfolgt: Was gilt als Gipfel? Das Wirkliche „Ganz Oben“! Oder habe ich die Exen in meiner Route so verlängert und vorgehängt, dass es schon beinahe ein top rope wurde?

    Hutter ärgert sich über den optischen Impakt von Fixexpressen. Und hier gebe ich ihm recht. Es gibt im Basler Jura ein Gebiet, der grosse dry tool- und mixed- Überhang in Eptingen, wo ich bei 120 Express aufgehört habe zu zählen. Eine outdoor Gym? Gleichzeitig auch ein kleines Naturschutz- und Naherholungsgebiet mit pitoreskem Wasserfall. Ein Fotograf der hier Natur pur aufnehmen will kommt ohne Fotoshop nicht aus. Wenn sich hier der Naturliebhaber durch die optische Wirkung belästigt fühlt ist das nachvollziehbar (Er muss sich ja beim Naturgenuss schon die Ohren zuhalten wegen der dauerlärmenden Autobahn gleich nebenan…). Wenn Hutter aber den Beitrag von LaCroux zum Exenklau genau gelesen hat und die entsprechenden locations kennt weis er, dass hier keine Wanderwege vorbeiführen und es dem Abbauer ja nicht darum ging die Wand zu „verschönern“ sondern er (oder sie) einfach neues Material abschraubte und wieder altes Material hängen liess.
    Hutter spricht also ein möglicherweise ein in Deutschland aktuelles Problem an, stellt aber die hiesige Kletterszene an den Pranger, obwohl das bei uns im Basler Jura aber eine blosse Randerscheinung darstellt.
    Nicht ohne Grund sanieren wir im Basler Jura auch mit Vorliebe Routen mit den grauen französischen Klebehaken der FFME . Vielleicht muss sich daher der zukünftige Sanierer und Einrichter in Deutschland, auch vermehrt über den optischen Effekt der gelobten „Silberlinge“ Gedanken machen.

    Mit der Evolution vom Klettersport als Randerscheinung einiger freaks, hin zum Breitensport lohnt es sich Gedanken über die Ausprägung zu machen. Unbedingt! Die optische Wirkung von Expressen sind eine Randerscheinung, an denen sich je nachdem, Massenphänomene wie Hunde im Wald, Klettern bei Nacht, Parkieren wo auch immer, Urschreie bei Er- oder Misserfolg, Ghettoblaster, Boom- Box, Ventilatoren, Scheinwerfer, Lagerfeuer etc. ganz anders ausnehmen. Aber nicht bloss die Gemeinschaft der Kletternden, sondern auch die Gesellschaft im allgemeinen ist gefragt, sich zum Thema Freizeit und Erholung Gedanken zu machen. Mit dem Finger auf fixe Expresen zu zeigen um ein Klettergebiet zu sperren oder den Zeitgeist zu ändern, greift in der modernen Zeit zu kurz!
    Patrik Müller, IG Klettern Basler Jura

  4. Wesentlich hier ist, dass der Ursprung fehlt. Ich hatte selbst mit Kurt (Erfinder RP) und Güllich immer mal wieder geklettert. In USA, ich meine es war in City of Rocks, abends vorm Zelt, hatte Kurt zum besten gegeben, was seine Idee von RP war und ist. Er hatte nie gesagt und definiert, dass man nach jedem Versuch die Exxen wieder rausnimmt, obwohl ich da den Autor verstehe, wir hatten das anfangs auch so gemacht – da wurden Geschichtl falsch transportiert. Gerade Wolfgang hatte einige seiner ersten 10er Rotkreis geklettert und bis Anfang 80 war a.f sowieso noch Stil der Zeit. Später in den 90-zigern wurden dann ganze Gebiete schon für pinkpoint Beg. eingebohrt, Bsp Kronthal Elsace. Haken in Clip-Position können nur geclippt werden, wenn eine Exxe im Haken ist oder man musste zurückclippen. Auch auch da (90 und später) wurden Haken bereits mit langen Schlingen verlängert – wo ist das Problem ? Wenn der Einbohrer cleverer gebohrt hätte, müsste man das nicht machen.

  5. Ich sitze hier ein bisschen zwischen den Stühlen. Ich kann Hutters Haltung etwas abgewinnen, finde sie aber viel zu einseitig formuliert. Was mich am meisten stört ist, dass beim sogenannten verschandeln der Natur immer die Kletterer mit exen und Haken genannt werden. Was ist denn mit Straßen, Seilbahnen, Klettersteigen, ja sogar Wanderwegen. Die alle greifen in das Bild der Natur ein, ich habe aber noch nie davon gehört, dass eine Seilbahn gesperrt wird weil einige Kletterer sich daran stören. Es geht wohl wie bei so vielen Sachen zum großen Teil ums Geld

  6. Bitte die Natur ohne wenn und aber
    Natur lassen.
    Zu meiner Aktiven Kletterzeit
    war und so soll es auch heute noch sein.
    Eine saubere Kletterei vorfinden und wieder verlassen.
    Denkt mal darüber nach.
    Sigi

  7. Ich habe dieses Wochenende eine Route vom Autor probiert, welche ohne grosse Verlängerung nach mir unschön zu klettern wäre. Der Seilzug würde zu gross und oft waren die Haken gegen meinen Kletterfluss. Mit den verlängerten Schlingen konnte dieses Problem behoben werden. Was für mich auch ok ist, da ich die gleichen Züge geklettert bin. Besten Dank für das Einbohren der Route.

    Bezüglich emphatisches Verhalten gegenüber anderen Anwesenden in den Bergen frage ich mich, ob viele Routen in bestem Fels einzubohren und danach über Jahre für jüngere Generationen zu „sperren“ ok ist?! Hier wäre nach mir fokussiertes Projektieren angebracht.

  8. Ich kann viele der im Artikel und in den Kommentaren vorgebrachten Argumente nachvollziehen und finde es auch gut, dass dieses Thema angesprochen wird. Aus meiner Sicht stellen Fixexen folgende Probleme dar:
    – Sicherheitsproblematik dadurch, dass textile Materialien der Witterung ausgesetzt sind
    – optisches Problem an Felsen
    – Hinderlich für Begehungen, die ohne im vorfeld eingehängte Exen erfolgen sollen
    – Hinderlich für Personen, die aufgrund der Sicherheitsproblematik an ihrem vertrauenswürdigem Material klettern wollen. Selbst wenn zwei Exen in einen Bohrhaken passen, ist das Clippen in diesem Fall meist erschwert

    Ich selbst klettere grundsätzlich ohne dass sich die Exen bereits in der Wand befinden und somit automatisch ohne verlängerte Haken oder mit vorgeclipttem Seil. Nicht weil irgendwer irgendwann irgeneinen Begehungsstil entweder so oder doch nicht so definiert hat, sondern weil ich es will und weil es meinem Verständnis vom Klettern entspricht.
    Letzlich kann doch jeder Klettern wie er möchte und es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, wieso der Autor die Begehung von Alex Megos mit einer verlängerten Exe anprangert.

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