Der polnische Alpinist Bartek Ziemski hat erneut einen Achttausender-Abstieg auf Skiern gewagt. Den Gipfel des Manaslu hatte er zuvor ohne Flaschensauerstoff erreicht.
Mit Beginn der Herbstsaison im Himalaya brechen derzeit wieder viele Gipfelaspiranten zu einem der Achttausender auf. Zwar weniger bekannt als Everest oder Lhotse, aber dennoch ein beliebtes Ziel: der 8.163 Meter hohe Manaslu, dessen Route seit dem Wochenende offen ist. Auch für den polnischen Höhenbergsteiger Bartek Ziemski ging es über die Normalroute zu Fuß zum Gipfel – für den Rückweg packte er dann die Skier aus.
Ski-Historie auf den Achttausendern
Es ist bereits das siebte Mal, das der Extremsportler aus Polen einen der 14 höchsten Berge der Welt auf seine ganz eigene Weise angeht: rauf ohne zusätzlichen Sauerstoff oder Unterstützung durch Sherpas, runter via Skiern.
2024 hatte Ziemski schon den Makalu (8.485 m) so bestiegen, ebenso wie den Kangchendzönga (8.586 m), Indiens höchsten Gipfel. Ebenfalls schon auf seiner Liste: Dhaulagiri (8.167 m), Annapurna (8.091 m), Gasherbrum II (8.035 m) und Broad Peak (8.051).
Eisfall verhindert durchgehende Abfahrt
Bartek Ziemski peilt in der Regel eine durchgehende Ski-Abfahrt vom Gipfel ins Basislager an. Bei seinem letzten Vorhaben am Manaslu bleibt diesbezüglich ein Wermutstropfen: Ein Eisfall zwischen Camp 2 und Camp 1 zwang den Alpinisten kurzzeitig zum Abschnallen. Insgesamt vier Camps liegen auf der moderat ansteigenden Normalroute des Manaslu, bevor ein letzter steiler Schneegrat zum Gipfel führt.
Wie viele Achttausender Ziemski noch auf Skiern abfahren möchte, ist derzeit nicht bekannt – aber die Hälfte der 14 hat er schon. Der Pole ist selbst nur wenig in den sozialen Medien aktiv und überließ die Verkündung seiner erfolgreichen Abfahrt vom Manaslu lieber dem Polnischen Alpinismusverband.
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Credits Titelbild: Bartek Ziemski/Polski Związek Alpinizmu

