Die 32-Jährige Österreicherin Barbara Zangerl kletterte vergangene Woche die Rissroute Green Spit im Valle Dell’Orco.

Nach zehn Jahren kehrte Babsi Zangerl vergangene Woche ins Valle Dell’Orco zurück. Einer der Routen, die sie sich dabei vornahm – und auch punktete – war die historisch bedeutsame Rissroute Green Spit (8b+).

Babsi Zangerl vor einem ihrer Versuche in der Rissroute Green Spit. (Bild Jacopo Larcher)
Babsi Zangerl vor einem ihrer Versuche in der Rissroute Green Spit. (Bild Jacopo Larcher)

Green Spit gehört zu den berühmtesten als auch schwierigsten Rissrouten Europas. Die Route im italienischen Valle Dell’Orco wurde in den Achtzigerjahren von Roberto Perucca mit grünen Bohrhaken eingerichtet.

2003 entfernte der Schweizer Didier Berthod die Bohrhaken und kletterte die Route am 14. September desselben Jahres mit vorher angebrachten mobilen Sicherungen erstmals frei. Zwei Jahre später kehrte Didier wieder zur Route zurück und kletterte sie erneut frei, dieses Mal legte er die Sicherungspunkte jedoch während der Begehung.

Ein riesen Dankeschön an Didier Berthod, der mich mega inspiriert. Ich bin super stolz, dass ich Green Spit frei klettern konnte, was für eine Linie!

Babsi Zangerl

Die Begehung der Route Green Spit durch Didier Berthod wurde im Film First Ascent gezeigt und zog seither viele starke Kletterer an. Weibliche Anwärterinnen gab es jedoch wenig bis gar keine (?). Dass Babsi Zangerl als erste Frau eine Begehung von Green Spit gelingt, erstaunt nicht.

Die junge Vorarlbergerin gehört zu den besten Kletterinnen der Welt und zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus. Sie kletterte Big-Wall-Routen wie Magic Mushroom oder Zodiac im Yosemite Valley, Tradrouten wie Prinzip Hoffnung und Gondo Crack und punktete mit Speed Intégrale auch schon eine 9a-Sportkletterroute.

Matteo della Bordella bei der Begehung von Green Spit

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Credits: Titelbild Jacopo Larcher

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