Erst kürzlich hat der Amerikaner Connor Herson mit der Trad-Begehung von Empath (9a) von sich reden gemacht. Jetzt folgt schon der nächste Streich: Zusammen mit seinem Vater gelingt es ihm, am El Capitan die Salathe Wall frei zu klettern.

Mit der freien Begehung der Salathe Wall tritt Connor Herson in die Fussstampfen seines Vaters Jim Herson. Dieser stieg vor fast genau 19 Jahren – 90 Stunden bevor Connor das Licht der Welt erblickte, aus der Salathe Wall aus. Seinem frisch geborenen Sohn zog er einen Strampler an, auf dem Stand: «Mein Vater hat die Salathe Wall geklettert und alles, was ich bekommen habe, ist dieses alberne Outfit.»

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Kurz vor seinem 19. Geburtstag klettert Connor Herson frei durch die Salathe Wall. Bild: Jim Herson

Salathe Wall: Geschichtsträchtige Route

Die Salathe Wall am El Capitan wurde im Jahr 1961 von Royal Robbins, Tom Frost und Chuck Pratt erstbegangen. Die erste freie Begehung der Big Wall gelang Todd Skinner und Paul Piana im Jahr 1988 in neun Tagen.

Zehn Jahre später eröffneten Alex und Thomas Huber Freerider, eine Variante der Salathe Wall, welche die harten Risse im achten Schwierigkeitsgrad umgeht. Die Linie der Huber-Buam führt nach links zum mittlerweile berühmten Monster Offwidth (7a+), einem Abschnitt des El Capitans, in dem mehrere Linien zusammenlaufen.

Herausfordernde Head-Wall

Connor Herson wollte sich jedoch die ursprüngliche und auch schwierige Variante zu Gemüte führen. «Es ist nicht die Salathe Wall, wenn man stattdessen die Monster Offwidth macht», so der Youngster, der bereits mit 15 Jahren die Nose Rotpunkt kletterte.

«Es ist nicht die Salathe Wall, wenn man stattdessen die Monster Offwidth macht»

Connor Herson

Die Headwall sei für ihn ziemlich herausfordernd gewesen, sagt Connor Herson. Er kletterte sie am dritten Tag ihrer Begehung in zwei Seillängen. «Darum werde ich wohl nochmals zurückkommen müssen, um sie in einer Seillänge zu verbinden. Nichtsdestotrotz war dies eine Erfahrung, die ich für eine Weile nicht vergessen werde.»

«Das war eine Erfahrung, die ich für eine Weile nicht vergessen werde»

Connor Herson

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Credits: Titelbild Jim Herson