Shifting Dreams: Ein Kletterfilm über Caroline Ciavaldini

Die Wettkampfathletin und Partnerin von James Pearson, Caroline Ciavaldini, setzte sich im Jahr 2015 ein ambitioniertes Ziel: Die freie Begehung der Route La Voie Petit (8b) am Grand Capucin in Chamonix. Das Projekt wurde verfilmt und vergangenes Wochenende am Multimediafestival BergBuchBrig gezeigt. Der Kletterfilm ist weiter unten in voller Länge verfügbar.

Ein Beitrag von Jeannine Zubler

Caroline ist eine typische Wettkampfkletterin. Für sie heisst Klettern Wettkampf, Disziplin und hartes Training. Bis sie beschliesst, den Wettkampf hinter sich zu lassen und Alpinistin zu werden. Zusammen mit ihrem Kletterpartner James entdeckt sie eine neue Welt, die Schönheit und Freude des traditionellen Kletterns. Mit La Voie Petit am Grand Capucin am Mont Blanc du Tacul findet sie ein Ziel, einen grossen Traum, für den es sich lohnt, alles zu geben.

Inspiriert durch Arnaud Petit

Inspiriert zu der Route wurde sie von ihrem Vorbild Arnaud Petit, der die Route 1997 erstmals begangen hat. Man sagt ihm nach, er habe die Welten des Kletterns und des Alpinismus zusammengeführt. Dieser Herausforderung will sich jetzt auch Caroline stellen. Nebst der Schwierigkeit der Route (Schlüssellänge 8b) zählt auch die Höhe auf 3’500 Metern zu den Herausforderungen der hochalpinen Route.

La Voie Petit – ein grosser Traum aus Granit

Caroline profitiert während der Vorbereitung auf die Route von ihrer Zeit als Wettkampfkletterin. Sie hat gelernt, wie man grosse Projekte richtig angeht, wie man trainiert und vor allem durchhält und auch bei Schwierigkeiten nicht aufgibt. Sie plant die Begehung und bereitet sich minutiös darauf vor. Mehrmals klettert sie in der Route, um die schwierigsten Züge und Schlüsselstellen zu üben und sich optimal für die Route vorzubereiten. Als Sportkletterin muss Caroline auch lernen, alpin unterwegs zu sein, Routen selber abzusichern. Sie muss sich erst mit dem Klettern am Granit vertraut machen.

Das Projekt hat Caroline alles abverlangt

Zusammen mit ihrem Ehemann und Kletterpartner James Pearson und einer lokalen Bergführerin wagt sie sich schliesslich an das grosse Projekt, welches ihr alles abverlangt. Man ist mit ihr am Fels und erlebt hautnah, welch grosse Leistung sie vollbringt. Für Caroline ging mit der Begehung ein grosser Traum in Erfüllung, nicht zuletzt kletterte sie La Voie Petit als erste Frau.

Fazit

Ein sehr sehenswerter Film mit eindrucksvolle Bilder aus dem Mont Blanc Massiv. Die Nahaufnahmen von der legendären Route und dem berühmten Granit im Gebiet lassen Kletterherzen höher schlagen.

Länge: ca. 33 Minuten
Darsteller: Caroline Ciavaldini
Veröffentlichung: November 2016
Drehzeit Juli 2014 bis Juni 2016

Kletterfilm Shifting Dreams in voller Länge

https://www.youtube.com/watch?v=WqUpxCco3PA

 


Über die Autorin
Jeannine Zubler ist freischaffende Journalistin und Texterin. Sie verbringt jede freie Minute in den Bergen und beim Klettern. Sie schreibt über alles, was sich in der Vertikalen abspielt. www.jeanninezubler.com


 

Credits: Bild The North Face

Aktuell

Weltcup-Saisonabschluss in Chile: Garnbret und Utelli gewinnen im Lead, Doppelgold für China im Speed

Beim Weltcup in Santiago de Chile holten die Chinas Zhao Yicheng und Lijuan Deng Gold im Speed. Das letzte Set Lead-Goldmedaillen an Janja Garnbret und an den Überraschungssieger der Herren, den Schweizer Jonas Utelli. Alle Ergebnisse vom Wochenende sowie das finale Gesamtranking im Überblick.

Alpenverein zum Klimagesetz: Ohne Konsequenzen wirkungslos

Während in Salzburg junge Menschen beim Klimastreik auf die Straße gehen, stellt sich der Österreichische Alpenverein hinter seine Jugend: Das geplante Klimagesetz brauche verbindliche Konsequenzen, sonst bleibe es wirkungslos.

Neues Mitglied im 9A-Club: Ritsu Kayotani wiederholt „No One Mourns the Wicked“

Dem 20-jährigen Japaner ist die mittlerweile fünfte Begehung der Linie in Colorado gelungen. Für Kayotani ist es der erste Boulder im Schwierigkeitsgrad 9A – der steht allerdings seit Yannick Flohés Abwertungsvorschlag auf 8C+ zur Debatte.

Saison-Endspurt: Letzter Lead- & Speed-Weltcup in Santiago de Chile

Zum letzten Mal in dieser Weltcup-Saison wird dieses Wochenende in Santiago de Chile um Medaillen geklettert – und um den Sieg im Gesamtranking. Es ist erst der zweite Weltcup, der in Südamerika ausgerichtet wird.

Weltcup-Saisonabschluss in Chile: Garnbret und Utelli gewinnen im Lead, Doppelgold für China im Speed

Beim Weltcup in Santiago de Chile holten die Chinas Zhao Yicheng und Lijuan Deng Gold im Speed. Das letzte Set Lead-Goldmedaillen an Janja Garnbret und an den Überraschungssieger der Herren, den Schweizer Jonas Utelli. Alle Ergebnisse vom Wochenende sowie das finale Gesamtranking im Überblick.

Alpenverein zum Klimagesetz: Ohne Konsequenzen wirkungslos

Während in Salzburg junge Menschen beim Klimastreik auf die Straße gehen, stellt sich der Österreichische Alpenverein hinter seine Jugend: Das geplante Klimagesetz brauche verbindliche Konsequenzen, sonst bleibe es wirkungslos.

Neues Mitglied im 9A-Club: Ritsu Kayotani wiederholt „No One Mourns the Wicked“

Dem 20-jährigen Japaner ist die mittlerweile fünfte Begehung der Linie in Colorado gelungen. Für Kayotani ist es der erste Boulder im Schwierigkeitsgrad 9A – der steht allerdings seit Yannick Flohés Abwertungsvorschlag auf 8C+ zur Debatte.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein