Am fünften Wettkampftag der Europameisterschaften 2022 standen die Athletinnen und Athleten der Disziplin Speed auf den Matten. Bei den Frauen kletterten gleich drei polnische Athletinnen zuoberst auf das Siegertreppchen.

Zum dritten Mal in Folge war die Wettkampfarena auf dem Königsplatz in München ausverkauft. Lauthals wurden die Athletinnen und Athleten beim Speedklettern von der Menschenmenge angefeuert. Bei den Frauen standen fünf polnische Athletinnen am Start – drei davon schlossen den Wettkampftag dann auch mit einer Medaille ab.

Geschwister gemeinsam auf Podium

Weltrekordhalterin Miroslaw war in ihrem Halbfinale eine Sekunde vor Chudziak und wartete auf eine der Kalucka-Schwestern, die sich im anderen Halbfinale gegenüberstanden. Es war Aleksandra Kalucka, die beim Geschwisterduell die Nase vorne hatte, um ins Final vorzurücken. Ihre Schwester Natalia Kalucka kämpfte folglich um die Bronzemedaille.

Das Finale war eine angespannte Angelegenheit, bei der Miroslaw kurz vor dem Start der Route ins Stocken zu geraten schien. Sie behielt jedoch kühlen Kopf und kletterte unbeirrt weiter, während Aleksandra Kalucka später suboptimal unterwegs war und das Rennen um die Goldmedaille verlor.

«Ich habe mich das ganze Jahr auf diesen Wettkampf vorbereitet und war mir sicher, dass ich hier mein Bestes geben werde.»

Aleksandra Miroslaw

Speedkletter-Finale in der Wiederholung (Video)

Im Kampf um die Bronzemedaille setzte sich Natalia Kalucka gegen Chudziak durch und stand schlussendlich zusammen mit ihrer Schwester auf dem Podest – was für ein Moment!

«Ich bin überglücklich, denn dieses Jahr war sehr schwierig für mich. Ich bin super stolz auf mich und meine Schwester!»

Natalia Kalucka
Bild: Dimitris Tosidis/IFSC
Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Freudentanz des Ukrainers Danyl Boldyrev

Noch bevor Danyl Boldyrev aus der Ukraine seine Goldmedaille im Speedklettern holte, führte er schon einen Freudentanz vor und sprang auf das Podium. Es war der Tanz eines siegessicheren Athleten.

«Ich war bereit für den Sieg und für mich war klar, dass ich nicht aufgeben werden. Ich bin heute morgen um 05.00 Uhr erwacht und habe ungefähr fünf mal kalt geduscht.»

Danyl Boldyrev

Sein Gefühlt sollte sich am Ende des Wettkampfs als richtig erweisen. Über alle Runden hinweg kletterte Boldyrev solide Zeiten und stoppte den Timer im Final bei Sekunde 5.586 vor seinem Kontrahenten Marcin Dzienski aus Polen. Gold! Den dritten Platz sicherte sich der Franzose Guillaume Moro im Duell mit dem Spanier Erik Noya Cardona.

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Titelbild: Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

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