Dem Schweizer Profikletterer Roger Schäli gelingt die erste freie Begehung der schweren Mehrseillängenroute Merci la Vie in der Eiger Nordwand.

Vor knapp einem Jahr eröffnete Roger Schäli zusammen mit Nina Caprez und dem Belgier Sean Villanueva eine neue schwere Route am Genferpfeiler der Eiger Nordwand ein: Merci la Vie. Bei der Route handelt es sich um ein 10-jähriges Projekt von Roger Schäli, das links von der Route Deep Blue Sea durch den linken zentralen Teil des Genfer Pfeilers hochzieht.

Spannten für die Erstbegehung von Merci la Vie zusammen: Roger Schäli, Nina Caprez und Sean Villanueva. (Bild Severin Karrer/Mountainfeeling.ch)
Spannten für die Erstbegehung von Merci la Vie zusammen: Roger Schäli, Nina Caprez und Sean Villanueva. (Bild Severin Karrer/Mountainfeeling.ch)

Im Sommer 2019 schlossen sich Nina Caprez und Sean Villanueva dem Berner an, um das Projekt fertig einzurichten. Eine Rotpunktbegehung mussten die drei auf die Saison 2020 verschieben.

Roger Schäli klettert Merci la Vie als erster frei

Ursprünglich wollte Roger Schäli die Rotpunktbegehung zusammen mit Nina und Sean in Angriff nehmen. Nina war jedoch anfangs Saison mit Cédric Lachat im Rätikon und Sean ebenfalls anderweitig absorbiert. So begann Roger mit anderen Seilpartnern, unter anderem Anne-Gita Scheibler, Mario Heller und
Fred Thyler, erste Versuche in der Route. Zu seiner Überraschung machte er schnell Fortschritte und konnte die Route vor wenigen Wochen rotpunkt klettern.

Ich bin überwältigt, dass mir die erste freie Begehung der Route Merci la Vie an der Eiger Nordwand gelingt.

Roger Schäli

Nina Caprez kommende Woche am Start

Kommende Woche wird Roger Schäli erneut in die Route einsteigen – dann jedoch mit der Mission, Nina Caprez zu unterstützen. Auch sie wird die Route Merci la Vie in Angriff nehmen und hofft auf eine Rotpunktbegehung.

Roger Schäli in der Route Merci la Vie am Genferpfeiler der Eiger Nordwand. (Bild Sam Silba)

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Video: Erschliessung der Route Merci La Vie an der Eigernordwand

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Credits: Titelbild Severin Karrer/Mountainfeeling.ch

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