Edu Marin projektiert Eternal Flame an den Trango Towers

Eternal Flame gehört zu den anspruchsvollsten Bigwall-Touren der Welt. Der Spanier Edu Marin will sich die erste freie Begehung der Originalroute sichern.

Die Bigwall-Route Eternal Flame an den Trango Towers im Karakorum, Pakistan, wurde von dem starken deutschen Team bestehend aus Kurt Albert, Wolfgang Güllich, Christof Stiegler and Milan Sykora im Jahr 1989 erstbegangen. Nur wenige Seillängen klettern sie technisch.

In den Folgejahren versuchten sich zahlreiche Kletterprofis an der Linie, mit wenig Erfolg. Erst das Team aus Denis Burdet, Nicolas Zambretti und Toni Arbones gelang 2003 mit der freien Begehung von zwei technischen Seillängen ein signifikanter Schritt vorwärts.

Zwei Jahre Später kletterten die Spanier Iker und Eneko Pou eine Variation der 10. Seillänge und ebneten damit den Weg für eine komplette Rotpunktbegehung. Den Spaniern blieb diese aber verwehrt. Schlechtes Wetter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Thomas und Alexander Huber nach der freien Begehung von Eternal Flame. (Bild Franz Hinterbrandner)

Eine erste freie Begehung gelang den deutschen Brüdern Alexander und Thomas Huber im Jahr 2009. Doch auch sie kletterten eine Variation. Edu Marin, wieder ein Spanier, hat sich nun zum Ziel gesetzt, die reine Originallinie des Erstbegeher-Teams frei zu klettern.

Eines der ersten Bücher übers Klettern, das ich las, war die Biographie von Wolfgang Güllich. Er beschreibt darin die abenteuerliche Expedition in Pakistan zusammen mit Kurt Albert und weiteren Freunden. Seither ist die Neugierde geblieben, in diese Region zu reisen.

Edu Marin

Babsi Zangerl und Jacopo Larcher bald auch in Pakistan

Bald schon bildet sich am Wandfuss der Trango Towers eine Warteschlange, denn auch das Kletterpaar Babsi Zangerl und Jacopo Larcher reisen nach Pakistan, um die Route frei zu klettern. Das Wettrennen kann beginnen.

Fakten zu Eternal Flame

Ort: S. Buttress, Nameless Tower, Trango, Karakorum, Pakistan.
Erstbegehung: Kurt Albert, Wolfgang Güllich, Christof Stiegler, Milan Sykora, September 1989
Ursprüngliche Bewertung: VI, 7b+, A2.
Erste freie Begehung: Thomas und Alexander Huber August 2009
Bewertung Freikletterei: 7c+
Länge: 650m, 24 Seillängen
Höhe: 6’251 m.ü.M

Kurzfilm des EOFT mit den Huber-Brüdern

+++
Credits: Titelbild zVg

Aktuell

Saison-Endspurt: Letzter Lead- & Speed-Weltcup in Santiago de Chile

Zum letzten Mal in dieser Weltcup-Saison wird dieses Wochenende in Santiago de Chile um Medaillen geklettert – und um den Sieg im Gesamtranking. Es ist erst der zweite Weltcup, der in Südamerika ausgerichtet wird.

Warum Adam Ondra „Exodia“ von 9A+ auf 9A abwertet

Adam Ondra ist im italienischen Val Pellice die erste Wiederholung von Elias Iagnemmas "Exodia" (9A+) gelungen. Der tschechische Ausnahmekletterer hält den Grad 9A für angemessener – wohl auch, weil er nur vier Tage statt wie die Erstbegeher 212 Tage für die Linie benötigte.

Wenn der Bergsport sein Fundament verliert

Bröckelnder Fels, gesperrte Wege: Wie der Klimawandel das Bergsteigen verändert lest ihr hier von Bergführer Christof Schellhammer.

Lara Neumeier klettert als erste Frau „Rhapsody“ (8c+, E11 Trad)

Die bekannte Big-Wall Kletterin Lara Neumeier hat am 7. Oktober als erste Frau „Rhapsody" (E11 7a, 8c+) am Dumbarton Rock in Schottland begangen. Dave MacLeods Route war 2006 die erste E11 der Welt und gilt 20 Jahre später noch immer als Testpiece im Trad-Klettern.

Saison-Endspurt: Letzter Lead- & Speed-Weltcup in Santiago de Chile

Zum letzten Mal in dieser Weltcup-Saison wird dieses Wochenende in Santiago de Chile um Medaillen geklettert – und um den Sieg im Gesamtranking. Es ist erst der zweite Weltcup, der in Südamerika ausgerichtet wird.

Warum Adam Ondra „Exodia“ von 9A+ auf 9A abwertet

Adam Ondra ist im italienischen Val Pellice die erste Wiederholung von Elias Iagnemmas "Exodia" (9A+) gelungen. Der tschechische Ausnahmekletterer hält den Grad 9A für angemessener – wohl auch, weil er nur vier Tage statt wie die Erstbegeher 212 Tage für die Linie benötigte.

Wenn der Bergsport sein Fundament verliert

Bröckelnder Fels, gesperrte Wege: Wie der Klimawandel das Bergsteigen verändert lest ihr hier von Bergführer Christof Schellhammer.