David Göttler erklimmt Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff

Am 21. Mai erreichte der deutsche Profialpinist David Göttler den höchsten Berg der Welt ohne zusätzlichen Sauerstoff. Nach Lhotse, Makalu, Dhaulagiri, Gasherbrum II und Broad Peak ist dies der sechste 8000er, den der 43-Jährige ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff erklimmt.

David Göttler zählt zur Kategorie der Alpinisten, die Achttausender leicht, schnell und ohne Sauerstoff besteigen. Für einen Gipfelerfolg müssen zahlreiche Faktoren wie Wetter, Verhältnisse am Berg oder körperliche Verfassung perfekt zusammenspielen. 2021 brach der Deutsche seinen Gipfelversuch unterhalb des Südsattels ab, zwei Jahre zuvor kehrte er auf 8650 Metern um. Dieses Jahr ging alles auf und David Göttler stand am 21. Mai auf dem Mount Everest, dem höchsten Gipfel der Welt.

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David Göttler während einer Akklimatisationstour vom Camp 2 bis auf 7900 Meter Höhe. Bild: David Göttler

Göttlers Geduld macht sich bezahlt

Die Frühlings-Saison am Everest war dieses Jahr geprägt von ausserordentlich stabilem Wetter und sehr wenig Wind. Dies hatte zur Folge, dass die kommerziellen Expeditionen fantastische Gipfelraten erreichten. Schätzungen gehen davon aus, dass in der diesjährigen Vormonsun-Saison am Everest über 200 Expeditionsteilnehmende, unterstützt von 323 Sherpas, den Gipfel erreichten. Die Allermeisten mit Flaschensauerstoff.

Video: David Göttler im Khumbu Eisfall

Unter all den Bergsteigerinnen und Bergsteigern, die auf dem höchsten Gipfel der Erde standen, stellt der Deutsche Alpinist David Göttler eine seltene Ausnahme dar. Er erklomm den Mount Everest alleine und ohne zusätzlichen Sauerstoff.

Da solch ein Stil wenig Margen zulässt, um an Knotenpunkten wie dem Hillary-Step in höchster Höhe stundenlang Schlange zu stehen, liess David Göttler den kommerziellen Expeditionen den Vortritt. Seine Geduld machte sich bezahlt. Am 21. Mai 2022 erreichte er den Gipfel des Mount Everest und damit seinen sechsten Achttausender ohne Sauerstoff.

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Credits: Titelbild David Göttler

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