Iker Pou klettert die Route Artaburu in einem Monsterdach bei Margalef

Der baskische Spitzenkletterer Iker Pou schliesst mit einem Langzeitprojekt ab und begeht die die futuristische Route Artaburu in Margalef, die über mehrere Meter einem komplett überhängenden Dach folgt.

Sechs lange Jahre verfolgte Iker Pou ein Ziel: Sein Projekt in Margalef zu punkten. Vor wenigen Tagen erreichte uns die Meldung: „Artaburu ist ohne Zweifel die schwerste Route, die ich je geklettert bin.“ Es sei der grösste physische und psychische Kampf, den der 41-jährige Baske jemals hatte. Vielen Höhen und Tiefen habe er durchlaufen und sei auf diesem Weg von zahlreichen Freunden unterstützt worden.

Route im endlos scheinenden Überhang an Einfinger- und Zweifingerlöchern

Iker ist bekannt für seine unglaubliche Fingerkraft und Fähigkeit, an Einfinger- und Zweifingerlöchern zu klettern. Nicht umsonst war er im Jahr 2000 der dritte Kletterer, dem die Begehung von Action Directe im Frankenjura gelang. Wir haben Iker im Rahmen eines Margalef-Aufenthaltes im Jahr 2015 beim Projektieren der Route getroffen. Steht man unter dem Dach, durch welches Artaburu verläuft, kann man sich kaum vorstellen, dass die Route kletterbar ist. Tritte sind sehr selten zu finden, diejenigen die es gibt, sind schlecht. Entsprechend führte Iker nach fast jedem Zug eine komplette Drehung des Körpers durch.

Iker Pou im Dach der Route Artaburu bei Margalef. (Bild Jordi Canyi)
Iker Pou im Dach der Route Artaburu bei Margalef. (Bild Jordi Canyi)

Die Frage nach dem Schwierigkeitsgrad

Iker ist vorsichtig, was den Schwierigkeitsgrad betrifft. Wie eingangs zitiert, ist es die für ihn schwierigste Route, die er je geklettert hat. Angesichts der Tatsache, dass er bereits 9a+ kletterte, wird Artaburu wohl im Bereich 9b liegen.

Filmsequenzen von Iker Pou in der Route Artaburu, Margalef

 

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Credits: Titelbild Jordi Canyi

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