Die sechs grossen Nordwände in nur zwei Wochen – Roger Schäli im exklusiven Interview

Seit den 1930er Jahren gibt es den Begriff der sechs grossen Nordwände der Alpen: Grosse Zinne, Piz Badile, Eiger, Matterhorn, Grandes Jorasses und Petit Dru. Von Ost nach West hakten Schäli und Gietl Anfang September in nur zwei Wochen eine Nordwand nach der anderen ab, wobei sie nur auf eigene Muskelkraft setzten. Im exklusiven Gespräch mit Roger sprechen wir über das Projekt und seine Zukunftspläne.

Nach Abschluss des Projekts nannte es Roger Schäli die „vermutlich beste Erfahrung“, die er als Bergsteiger bislang machen durfte. Wir wollten es genauer wissen und sprechen mit Roger exklusiv über seine Erfahrungen, heikle Momente und Zukunftspläne.

Details zum Projekt

Eigentlich wollten die beiden im Frühjahr starten, doch das turbulente Wetter mit viel Niederschlag sowie die noch angespannte Corona-Situation sprachen dafür, das Projekt in den Herbst zu verschieben. Anfang September ging es mit der grossen Zinne los, deren Nordwand sie über die Comici-Route erkletterten.

Dem Alpenkamm nach Westen folgten Gietl und Schäli dann aus eigener Muskelkraft: per Rennvelo, wandernd oder mit dem Gleitschirm. Den Piz Badile kletterten sie über die Cassin-Route, es folgten Eiger (Le chant du cygne), Matterhorn (Schmidroute), Petit Dru (Allain Leininger) und Grand Jorasses (Linceul).

Sie benötigten dazu bloss 14 Tage, wobei das ganze Projekt 17 Tage dauerte (3 Ruhe- bzw. Schlechtwettertage). Allerdings konnten sie wetterbedingt nicht überall die geplante Route klettern (am Eiger wäre die Heckmair vorgesehen gewesen und an der Grand Jorasses der Walkerpfeiler).

Dieser Route folgten Roger Schäli und Simon Gietl entlang den Alpen.

Das Projekt in Zahlen:

  • 30.770 Höhenmeter im Aufstieg
  • 29.470 Höhenmeter im Abstieg – teils auch mit dem Gleitschirm 
  • 1.011 Kilometer mit dem Rennrad
  • Der gesamte Projektzeitraum erstreckte sich über 18 Tage.
  • Die konkrete Challenge meisterten Roger und Simon in 14 Tagen
  • Die verbleibenden 4 Tage waren einem Ruhetag und Schlechtwettertagen mit Regen und Schnee (über 2.000 Metern) geschuldet

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Credits: John Thornton (Titelbild)

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