Die beiden Alpinisten Simon Gietl und Vittorio Messini stellen einen neuen Speedrekord auf. Sie klettern die Nordwand des Ortler, der Grossen Zinne sowie des Grossglockners in weniger als 48 Stunden und legen die Strecke dazwischen mit dem Fahrrad zurück.

Es war Spätsommer 1991, als sich zwei der wagemutigsten Bergsteiger, Hans Kammerlander und Hans-Peter Eisendle, in ihrem heimatlichen Gebirge einer neuen, hybriden und fortschrittlichen Herausforderung stellten. Sie wollten die Nordwand des Ortlers sowie die Nordwand der Großen Zinne an einem Tag klettern. Die Strecke zwischen den beiden Bergen (246 km) legten sie auf ihren Rädern zurück. Was mehr oder weniger als Spielerei begann, wurde zu einem Meilenstein eines neuen Verständnisses von Bergsport.

Simon Gietl und Vittorio Messini steigern das Projekt

Fast drei Jahrzehnte später legen nun der Südtiroler Simon Gietl und sein Kamerade Vittorio Messini einen drauf. Sie fügen der Tour von Hans-Peter und Hans eine Nordwand und somit auch eine Fahrradstrecke hinzu und wollen das Ganze in weniger als 48 Stunden über die Bühne bringen. Gesagt getan. “In die Fussstapfen von Menschen zu treten, die sich vor 27 Jahren die Zukunft des Bergsteigens ausgemalt haben, ist eine Herausforderung an sich. Unser Ziel war nicht nur eine Hommage oder eine zweite Auflage. Wir wollten noch weiter an unsere Grenzen gehen und für das hybride Bergsteigen einen neue Meilenstein setzen” kommentieren Simon und Vittorio ihre Begehung.

Müde und zufrieden - Simon Gietl und Vittorio Messini nach der erfolgreichen Speedbegehung
Müde und zufrieden – Simon Gietl und Vittorio Messini nach der erfolgreichen Speedbegehung (Bild Salewa)

Das Projekt in Zahlen

Drei Nordwände - zwei Alpinisten - zwei Sportarten

Das Speedprojekt von Simon Gietl und Vittorio Messini in Zahlen

Über Simon Gietl

Simon Gietl - Tiroler Alpinist
Simon Gietl (Bild Salewa)

Simon, 1984 geboren, lebt in Luttach im Ahrntal und ist professioneller Athlet. In Simons Leben dreht sich alles ums Entdecken, Definieren und Klettern moderner und anspruchsvoller neuer Routen, aber im traditionellen Stil. Er reist gerne und erkundet dabei neue und unerwartete Orte. Die Dolomiten sind für ihn jedoch nach wie vor Inspirationsquelle und Spielwiese Nummer 1.

Er ist durch und durch Alpinist, aber ist auch dem Laufen, Radfahren und Skitourengehen nicht abgeneigt, da diese Sportarten nicht nur gut fürs Training sind und dabei auch noch Spaß machen, sondern ihn auch direkt an sein Ziel bringen: in die Berge.

Über Vittorio Messini

Vittorio Messini Alpinist
Vittorio Messini (Bild Salewa)

Vittorio, 1988 in Florenz geboren, lebt seit seiner Kindheit in Kals am Fuße des Großglockner. Er arbeitet als Bergführer und teilt dabei seine Leidenschaft für die Berge mit anderen. Er ist ein bescheidener und motivierter Mensch. Er liebt es, auf eine möglichst saubere Weise in die Berge zu gelangen und dabei nichts zu hinterlassen, sondern nur gute Erinnerungen und Geschichten wieder mit nach Hause zu nehmen.

Credits: Bildmaterial und Textinformationen Salewa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.