Was sich schon in Gorges du Loup andeutete, setzt sich in Frankreich fort: Laura Rogora hat mit der Onsight-Begehung von La Ligne Claire (8c+) in Saint-Léger erneut Klettergeschichte geschrieben.
Zwei Mal 8c+ onsight in einem Jahr
Nach Ultimate Sacrifice ist es bereits die zweite Route dieses Schwierigkeitsgrades, die der Italienerin im ersten Versuch gelingt. Ein Kunststück, das bisher nur zwei Menschen gelang: Alex Megos und Adam Ondra. Für Rogora ist das, gerade angesichts ihres Alters, ein sehr bemerkenswerter Meilenstein. «Nachdem ich im Sommer meine erste 8c+ im Onsight geklettert bin war ich mir sicher, dass es echt hart werden würde das nochmal zu schaffen. Nie hätte ich damit gerechnet, dass ich das nur ein paar Monate später wiederholen würde», berichtet die 24-Jährige auf Instagram.
Ihr jüngster Coup mit La Ligne Claire, ein weiteres Mal 8c+ onsight klettern zu können, gelang schließlich am letzten Tag ihres Aufenthalts und zementiert ihren Platz in der Spitze des Sportkletterns.
Lauras Tickliste aus Saint-Leger
Die Begehung markiert den bisherigen Höhepunkt eines außergewöhnlich starken Roadtrips quer durch Europas Top-Sportklettergebiete. Die Europameisterin von 2024 war aber anstatt in Urlaubslaune in Hochform. Nach Stationen in Arco, Gorges du Loup und nun zuletzt Saint-Léger reiht sich Erfolg an Erfolg: Neben der Onsight-Begehung in Saint-Léger gelangen ihr dort mehrere schwere Rotpunkt-Erfolge, darunter die Klassiker Super Crackinette (9a+) und Le Cadafist (9a/+), wobei sie für letztere Linie nur vier Versuche benötigte. Auch die erste weibliche Begehung von Adam Ondras La Castagne (9a+) ging in Saint-Léger auf ihr Konto. Nach La Line Claire holte sich die Italienerin noch die erste Seillänge von La Tournee du Patron (8b+) im Onsight und kletterte die zweite Seillänge (8c) im zweiten Go Rotpunkt. Der Onsight von Abrège Nief (8b) beendet ihren Saint-Léger Trip schließlich mehr als erfolgreich.
Mit dieser Serie reiht sich eine Schlagzeile um Laura Rogora an die nächste. Zwei 8c+ Onsight-Begehungen in einem Jahr und elf Routen im Grad 9a oder schwerer – wir wiederholen uns: Laura Rogora ist nicht zu stoppen.
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Credits: Titelbild: Jan Novak

