Die italienische Profikletterin Laura Rogora hat im vergangenen Monat drei Routen im neunten Franzosengrad gezogen, darunter Goldrake (9a+) in Cornalba. Darüber hinaus kletterte sie mehrere Linien im oberen achten Schwierigkeitsgrad flash und onsight.
Wie verschiedene andere Athletinnen und Athleten aus dem internationalen Wettkampfzirkus hat auch Laura Rogora ihre Topform genutzt, um draussen am Fels schwierige Routen zu punkten. Seit ihrem Doppelerfolg an den Europameisterschaften machte die Italienerin in regelmässigen Abständen mit harten Begehungen auf sich aufmerksam.

Erste Frauenbegehung von Goldrake (9a+)
Den Auftakt machte Sie Ende September mit Goldrake, dem 9a+ Testpiece von Adam Ondra in Cornalba. Sie habe diese Linie schon seit Jahren probieren wollen, erzählt Laura Rogora. Aus verschiedenen Gründen sei sie aber nie dazu gekommen.
Dies änderte sich während eines Kurztrips zwischen den Weltcups in Prag und Seoul. Und sie nutzte ihre Chance. «Bereits im zweiten Go konnte ich die Route mit einer Pause klettern. Am nächsten Tag punktete ich sie in meinem ersten Versuch.»
Als wäre die erste Frauenbegehung von Goldrake nicht genug, kletterte sie am selben Tag Jedi (8b) onsight und wiederholte Gold Jedi (8c).
Harte Flash- und Onsight-Begehungen in Verdon
Keine zwei Wochen später erholte sich Laura Rogora an langen Tufa-Linien in der Verdon-Schlucht von der Wettkampfsaison. Dabei gelangen ihr Flash-Begehungen von Aggresif you want (8c) und La feu occulte (8b+) sowie eine schnelle Begehung von Le Flute e chantier (8c+, 4. Go).

Ihren Aufenthalt in Verdon beendete Laura Rogora mit der Onsight-Begehung von Spanish Caravan (8c) und einer Wiederholung von Aggressive dans le culte (8c). «Ich habe diese langen Routen wirklich genossen», so die Italienerin, «aber jetzt brauchen meine Waden und Knie definitiv etwas Zeit zum Ausruhen.»
Flipping Bird (9a) und Prima Classe (9a)
Eine wirklich lange Pause gönnte sie sich aber nicht. Bereits eine Woche später konnte sie die nächste harte Begehung verkünden, diesmal in heimischen Gefilden, genauer gesagt im Sektor Grottosauro in Arco. Dort sicherte sich Laura Rogora die zweite Begehung von Flipping Bird (9a) im vierten Versuch.
Vor wenigen Tagen konnte sie in La Stazione die 9a-Route Prima Classe wiederholen. «Harte Routen, winzige Leisten und eine motivierte Crew machten diese Tage zu einem grossartigen Erlebnis», resümiert Rogora ihren jüngsten Klettertrip.
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Credits: Titelbild Carlo Giuliberti

