Jonathan Siegrist ist in der Form seines Lebens. Alleine im vergangenen Jahr ist er zehn Mal 9a und schwerer geklettert. An der 5G-Wall unweit von Las Vegas gelang ihm Ende Mai ein weiterer Husarenstreich: Die Erstbegehung von Event Horizon (9b).

Gestählt und motiviert von seinem Spanien-Trip konnte Jonathan Siegrist Ende Mai an seinem Home-Crag 5G sein grosses Projekt durchsteigen. Entstanden ist die Route Event Horizon, für die der starke Amerikaner den Grad 9b vorschlägt. «Ich fühlte mich in der Form meines Lebens, als ich aus Santa Linya zurückkehrte», so Jonathan Siegrist. Also habe er sich gleich daran gemacht, an diesem Monster zu arbeiten. «Es hat so viel Spass gemacht, die Methoden zu entschlüsseln und mich in dieser Route herauszufordern.»

«Ich fühlte mich in der Form meines Lebens, als ich aus Santa Linya zurückkehrte.»

Jonathan Siegrist

Video: Jonathan Siegrist im langen Boulderproblem zu Beginn von Event Horizon (9b)

Event Horizon: Eine 9b mit drei harten Sequenzen

Das neue Testpiece an der 5G-Wall unweit von Las Vegas besteht laut Jonathan Siegrist aus drei schwierigen Abschnitten: Der Erste ist ein langes und anhaltendes Boulderproblem. Den Zweiten beschreibt er als „vertical Fins style“ Crux. Zum Schluss folgt technische Ausdauerkletterei ohne Ruheposition bis zum Umlenker.

«Ich spürte, dass ich nichts zu verlieren und allen Grund hatte, alles zu geben.»

Jonathan Siegrist

Bei finalen Durchstieg sei er davon ausgegangen, dass er nach den ersten beiden Boulderprobleme safe sein würde, erzählt Jonathan Siegrist. «In Wirklichkeit kämpfte ich beim perfekten Versuch bei den allerletzten Expressen am meisten. Ich schrie und konnte mich in den letzten Zügen kaum noch festhalten. Gleichzeitig spürte ich, dass ich nichts zu verlieren und allen Grund hatte, alles zu geben»

Video: Jonathan Siegrist bei der Erstbegehung von Nu World (9a+/b)

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Credits: Titelbild Katy Dannenberg

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