James Pearson wiederholt »Crac yr Meistri« (E9 8b trad)

Dem britischen Top-Tradkletterer James Pearson ist die Wiederholung von Master’s Crack (Crac yr Meistri, E9 8b trad) im Nant Peris Quarry am Llanberis Pass gelungen – einer Linie, die 2022 von James McHaffie erstbegangen wurde.

Pearson verbrachte ein Wochenende mit seiner Partnerin Caroline Ciavaldini und den Kindern in Nordwales. Zwischen Strandbesuchen und Kinder-Abenteuerprogrammen wie »Snakes and Ladders« im Dinorwic Quarry blieb auch den Erwachsenen Zeit zum Klettern. Nach einem Tag zum ausprobieren und testen der Route konnte Pearson sich am nächsten Tag direkt die Wiederholung sichern. 

Snakes and Ladders im Dinorwic Quarry (Bild: James Pearson)
Snakes and Ladders im Dinorwic Quarry (Bild: James Pearson)

Der Brite zählt seit Jahren zur Spitze der Trad-Szene. Bereits 2008 sorgte er mit der Erstbegehung der Route The Walk of Life, die er zunächst als E12 eingestuft hatte, für Diskussionen in der Kletterwelt. Es folgten Wiederholungen berühmter Linien wie Rhapsody und Echo Wall, sowie eigene Erstbegehungen wie Le Voyage und Bon Voyage.

Crac yr Meistri verläuft durch einen schmalen Riss, der sich über eine steile Schieferplatte zieht. Der Steinbruch im Nant Peris ist bekannt für seinen vergleichsweise weichen Schiefer, anders als im benachbarten, berühmteren Dinorwic Quarry.

Die Platten-Kletterei ist technisch äußerst anspruchsvoll und erfordert präzise Bewegungen auf winzigen, aber positiven Griffen. Die Absicherung erfolgt mit kleinen Klemmkeilen (Nuts) und winzigen Friends und das oft aus pumpigen, unbequemen Positionen.

Erstbegeher James McHaffie beschrieb die Linie so:

Ein harter Einstieg, ein harter Ausstieg – und dazwischen ein Mittelteil, der ungefähr E6 entspricht. […] Ich denke, sie wird Aufmerksamkeit bekommen. Was harte Trad-Platten angeht, gehört sie zu den besten im Vereinigten Königreich – vergleichbar mit den Linien am Dyer Lookout.

James McHaffie

Auch Pearson war von der Route begeistert:

Ich empfand die Route als ein wunderbares, interessantes Erlebnis, das mich daran erinnert hat, wie technisch und eigenartig das Klettern auf Schiefer sein kann! Es ist ein Stil, den man nirgendwo sonst findet – winzige (aber oft gute) Griffe und eine glasartige Oberfläche, bei der man ständig zwischen ‚diese Bewegung ist unmöglich‘ und ’no-hands-rests‘ hin- und herwechselt.

James Pearson

Da Pearsons Durchstieg schneller als erwartet gelang und nicht im Vorfeld geplant war, war niemand vor Ort, um Bilder oder professionelles Videomaterial zu machen.

Das Einzige, was wir haben, sind ein paar Handyvideos, die wir einfach in unsere Schuhe gelegt haben.

James Pearson

Aus diesen Aufnahmen hat Pearson ein kleines Video mit persönlichem Kommentar zusammengeschnitten:

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Credits: Titelbild Begehungsvideo James Pearson

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