Der siebte Wettkampf der IFSC World Cup Series 2022 ist gestern Abend in Villars, Schweiz über die Bühne gegangen . Die slowenische Überfliegerin Janja Garnbret holte sich mit einem Sieg in der Disziplin Lead ihre 50. Weltcup-Medaille, während der Japaner Taisei Homma seinen ersten Weltcup-Sieg bei den Männern feierte.

Mit einer Punktzahl von 36+ kletterte Tasei Homma im Herrenfinale auf die oberste Stufe des Podiums und holte sich seine erste Weltcup-Goldmedaille. Es ist der zweite Podiumsplatz des japanischen Athleten, der am IFSC Lead World Cup in Xiamen 2019 Silber gewann. Bereits vergangenes Wochenende schaffte er es in Innsbruck ins Finale, war jedoch mit seinem neunten Platz weit vom Podium entfernt.

«In Innsbruck war ich wegen meines Ergebnisses sehr enttäuscht, deshalb wollte ich dieses Mal mein Bestes geben. Im Halbfinale war ich nicht so zufrieden, doch ich bekam viele motivierende Nachrichten von Freunden aus Japan, weshalb ich im Final Vollgas geben wollte.»

Taisei Homma

Auf dem zweiten Platz landete der Bronzemedaillengewinner der vergangenen Woche, der Amerikaner Jesse Grupper, der sich mit 34+ Punkten die Silbermedaille sicherte. Grupper nahm damit seine zweite WM-Medaille mit nach Hause.


Highlights des Lead-Finals


Sein Teamkollege, Olympiateilnehmer Colin Duffy, belegte mit 34 Punkten den dritten Platz und holte sich damit seine dritte Medaille der laufenden Saison. Duffy hat letztes Wochenende Geschichte geschrieben, indem er sich als erste Person überhaupt an einem Wettkampf sowohl in der Disziplin Bouldern als auch Lead den Sieg sicherte.

Der Deutsche Yannick Flohé verpasste mit 33 Punkten als Vierter das Podium nur knapp. Stärkster Schweizer war Sascha Lehmann, der den 19. Platz in Villars belegte.

Das Podium am Lead-Weltcup in Villars 2022 (Bild Lena Drapella/IFSC)
Das Podium am Lead-Weltcup in Villars 2022 (Bild Lena Drapella/IFSC)

Janja Garnbret setzt ihre Dominanz fort

Die slowenische Olympionikin Janja Garnbret sicherte sich das einzige Top des Abends und stand zum fünfzigsten Mal auf einem IFSC-Weltcup-Podium. Insgesamt 34 Mal gewann sie Gold, 20 Mal davon in der Disziplin Lead.

«Ich fühle mich großartig, das war eine der besten Wettkampfrouten. Ich war voll im Flow und hatte einfach nur Spass beim Klettern.»

Janja Garnbret

«In Innsbruck fühlte ich mich etwas eingerostet, weil ich dieses Jahr, mit Ausnahme von Meiringen keine Wettkämpfe kletterte, aber nach dem Halbfinale fühlte ich mich im Flow. Die Route war etwas einfacher als in Innsbruck, hatte ein paar knifflige Passagen, bei denen man aufpassen musste. Die Crux der Route lag jedoch bei den letzten Zügen vor dem Top», fügt Janja Garnbret hinzu.

Team USA auf den Fersen von Garnbret

Die Olympionikin Brooke Raboutou aus den USA belegte mit 37+ Punkte den zweiten Platz und holte sich damit die Silbermedaille. Die Amerikanerin hatte bisher eine herausragende Saison, nachdem sie drei Medaillen in der Disziplin Boulder und zwei in der Disziplin Lead gewonnen hatte.

Natalia Grossman, Teamkollegin und beste Freundin von Raboutou, sicherte sich mit 35+ Punkten die Bronzemedaille. Grossman stand in Villars zum 15. Mal auf ein Weltcup-Podium, nachdem sie 2021 acht Medaillen und in dieser Saison bereits sieben Medaillen gewonnen hatte.

Die italienische Olympionikin Laura Rogora wurde mit 31+ Punkten Vierte, gefolgt von der Französin Manon Hily mit 28+ Punkten auf dem fünften Platz. Ein zweiter Versuch wurde Hily im Finale heute Abend zugesprochen, nach einem technischen Vorfall, bei dem ihr nicht genug Seil gegeben wurde. Die Olympionikin Chaehyun Seo aus Südkorea belegte mit 17+ Punkten den sechsten Platz, während die Japanerinnen Ryu Nakagawa und Natsuki Tanii ebenfalls mit 17+ den siebten beziehungsweise achten Platz belegten.

Janja Garnbret gewann in Villars zum 34. Mal Gold. (Bild: Lena Drapella/IFSC)
Janja Garnbret gewann in Villars zum 34. Mal Gold. (Bild: Lena Drapella/IFSC)

Die nächste Ausgabe der IFSC World Cup Series 2022 findet in Chamonix (Frankreich) statt, wo vom 8. bis 10. Juli Wettkämpfe in den Disziplinen Lead und Speed ​​stattfinden. Informationen und Live-Streams werden zu gegebener Zeit auf www.lacrux.com publiziert.

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Credits: Titelbild Lena Drapella/IFSC

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