Der deutsche Profikletterer Alexander Megos ist im Begehungsrausch und klettert eine weitere 9a-Route im spanischen Klettergebiet Margalef: Kulebras Gemelas.

Anmerkung: Nach Redaktionsschluss dieses Artikels, erreichte uns eine weitere Erfolgsmeldung. Dazu mehr weiter unten.

Die News aus Spanien überschlagen sich. Vor rund einem Monat begann der Spanienaufenthalt von Alexander Megos und seither kommen wir in der Redaktion nicht mehr zur Ruhe. Zuerst gelang Megos die erste Wiederholung der Route King Capella (9b+/9b), dann folgte Furia de Jabali (9b) und nun holt er sich die Erstbegehung einer Linie, die er anfänglich als kaum kletterbar einstufte. Doch er täuschte sich.

„Nachdem ich die Züge der Route ausprobierte, wusste ich, dass sie schwierig, aber machbar war.“

Alexander Megos

Schritt für Schritt begann Megos die schwierigen Züge zu enträtseln und konnte schlussendlich dank Tipps seines Kumpels Alexander Rohr sämtliche Schlüsselstellen klettern. Nach zwei Tagen der Absenz kehrte Megos dann zurück zur Route und machte einen vielversprechenden Versuch.

Zu meiner eigenen Überraschung fiel ich erst am letzten schwierigen Zug.

Alexander Megos

An dem Tag musste sich Alexander Megos geschlagen geben, doch er kehrte schon am Tag danach zurück – mit Erfolg. Ihm gelang die Begehung der von Jordi Pou eingerichteten Route Kulebras Gemelas im Sektor Laboratori, Margalef. Obwohl die blanke Linie beim Betrachten super schwierig aussah, entpuppte sich Kulebras Gemelas nicht als „Next Level Hard“, wie es Alexander Megos ausdrückt. Als Bewertung schlägt er vorsichtig 9a vor.

UPDATE – 14. Dezember 2021, 23.14 Uhr

Wir haben es geahnt und begannen diesen Artikel mit den Worten, die Schlagzeilen würden sich überschlagen. Das taten sie vor dem Verfassen dieses Artikels und nach Redaktionsschluss erneut. Denn Alexander Megos knackt noch eine Route im neunten Franzosengrad: La Capella.

Vorerst keine Bewertung durch Alex Megos

Adam Ondra, der die Route erstbeging, war sich nicht sicher, ob er La Capella mit 9a+ oder 9b bewerten soll, warf aber damals 9b in die Runde. Den Vorschlag übernahmen die meisten Wiederholer – bis auf Jakob Schubert. Er punktete die Route vor wenigen Tagen und gab 9a+ als Schwierigkeitsgrad an. Alexander Megos seinerseits bewertete die Route vorerst nicht, kündigte jedoch an, einen Beitrag zum Thema Routenbewertung zu veröffentlichen. Wir sing gespannt.

Alexander Megos bei der Begehung von Furia de Jabali

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Credits: Titelbild Marco Zanone

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