Rekord für Andreas Steindl: Er legt die Distanz vom tiefsten Punkt der Schweiz bis auf die Dufourspitze in 8 Stunden und 10 Minuten zurück.

Zwischen dem niedrigsten und höchsten Punkt der Schweiz liegen 98 Kilometer und 4’795 Höhenmeter –
und mit der Monte Rosa Ostwand die längste Eiswand der Alpen. 2018 war es der Berner Nicolas Hojac, der die Strecke zwischen Brissago am Lago Maggiore und der Dufourspitze (4’633 Meter) in Rekordzeit beging. Er benötigte 12 Stunden und 57 Minuten für das Unterfangen.

Diese Zeit konnte Andy Steindl am 1. Juli 2020 um 4 Stunden und 46 Minuten verbessern.

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Bild Dario Tubaldo / Dynafit

Brissago als Startpunkt für die Speed-Begehung

Steindl startete sein Speed-Projekt am Vorabend um 23.13 Uhr am tiefsten Punkt des Landes, in Brissago am Lago Maggiore auf 193 Metern, mit dem Rennrad. Die Rennrad-Etappe führt auf 86 Kilometern über Italien an den Fuß des Monte Rosa Massivs.

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Andy Steindl beim Wechsel zur Laufetappe. (Bild Dario Tubaldo / Dynafit)

Nach 3:10 Stunden auf dem Rennrad beginnt die Trail Running Etappe. In Macugnaga beginnt die alpine Etappe des Projekts. Die Route führt den gebürtigen Zermatter über das Marinelli Couloir durch die Monte Rosa Ostwand und den Silbersattel zur Dufourspitze.

Steindl konnte seine hohe Geschwindigkeit konstant halten und überwindet den Zustieg über den ersten Gletscher und die Moräne bis zum Marinelli Biwak im Laufschritt. Nach 5:30 Stunden erreich- te er das Marinelli Biwak und wechselte auf Bergschuhe und Steigeisen. Obwohl ihm Müdigkeit, weicher Schnee und die Höhe zusetzten, bewältigte er die Distanz vom Biwak bis zum Gipfel in spektakulären 2:40 Stunden.

Ich musste durch sehr weichen Schnee waten, wo ich teils bis zu den Knien einsank.

Andy Steindl

Um 7:24 Uhr stand er „überglücklich und mit einem atemberaubend schönen Sonnenaufgang“ am Gipfel. Mit der Dufourspitze gelingt dem Ausdauersportler eine hochalpine, anspruchsvolle Speed-Begehung durch die längste Wand der Alpen – und ein neue Rekord.

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Das Ziel der Speed-Begehung. (Bild Alex d’Emilia / Dynafit)

Beim Laufen habe ich eine Flasche verloren. Danach musste ich mit einem halben Liter für die nächsten vier Stunden auskommen. Nicht die beste Voraussetzung, aber ich bin es gewohnt mit wenig zu Trinken unterwegs zu sein.

Ausrüstung und Verpflegung führte Steindl im Sinne einer zu hundert Prozent „by fair means“ Speed-Besteigung über die komplette Strecke des Projekts am Rad und im Rucksack mit.


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Credits: Text zVg

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