Das ist Deutschlands Fokus-Team für Tokio 2020

An den Sommerspielen in Tokio 2020 ist Klettern erstmals an einer Olympiade vertreten. Der Deutsche Alpenverein hat nun definiert, wen er bei den Damen und Herren mit ins Rennen um die begehrten Startplätze schickt.

Für die Sommerspiele in Tokio 2020 wurde ein neues Format geschaffen, „Olympic-Combined“. Die Medaillen gehen an die Besten eines Mehrkampfs aus den Disziplinen Speed, Bouldern und Lead. „Wir halten den Olympischen Dreikampf für eine sehr spannende Sache. Es ist im Prinzip eine neue Disziplin, auf die man sich speziell vorbereiten muss“, erklärt Martin Veith, Sportdirektor für Leistungssport beim Deutschen Alpenverein (DAV). Weltweit können sich 20 Frauen und 20 Männer für Olympia qualifizieren; aus jeder Nation können maximal zwei Damen und zwei Herren starten.

Hannah Meul beim BWV 2018 in München, Foto: DAV/Marco Kost

Diese Athletinnen und Athletinnen sind im Fokus-Team

Um den Weg zu den Qualifikationswettkämpfen in diesem Jahr optimal zu gestalten, wurde das Fokusteam aufgestellt. „Wir haben zunächst die sechs Athleten in dieses Team berufen, die eine herausragende Chance für eine Qualifikation haben“, sagt Veith. Bei den Damen sind das Alma Bestvater und Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln), bei den Herren Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main), Alexander Megos (DAV Erlangen), Yannick Flohé (DAV Aachen) und David Firnenburg (DAV Rheinland-Köln). Das Team sei aber offen, betont Veith: „Bei einer entsprechenden Leistung können im Laufe der Saison auch andere Kaderathleten aufgenommen werden.“

Urs Stöcker ist zuversichtlich

„Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel, mit zwei Herren und mindestens einer Dame nach Tokio zu fahren, erreichen“, sagt Urs Stöcker, einer der drei Bundestrainer. „Wir werden bis zum Schluss alles geben und daran glauben, dass wir es schaffen.“ Zwar gebe es bei der Disziplin Speed noch gewisse Defizite bei den deutschen Kletterern, aber: „Wir werden unseren Fokus darauf richten. Mit relativ wenig Aufwand kann man da viel bewirken“. So wurde für das Fokusteam der frühere Speed-Weltmeister Danyil Boldyrev aus der Ukraine als Trainer engagiert. Stöcker ist aber nicht der Meinung, dass sich letztendlich der komplette Kletterer oder Kletterin qualifizieren wird.

„Eigentlich braucht dieses Format den Spezialisten, der eben auch die beiden anderen Disziplinen kann“

Urs Stöcker
Alex Megos beim BWC 2018 in München, Foto: DAV/Marco Kost

Alexander Megos beispielsweise: Er zählt weltweit zu den besten Leadkletterern und mischt auch beim Bouldern ganz vorne mit. Speed dagegen ist nicht unbedingt seine Lieblingsdisziplin, „aber ich werde das trainieren“, sagt Megos. Denn eine Teilnahme an Olympischen Spielen würde auch für ihn ein Highlight bedeuten.

„Eine Olympia-Teilnahme ist ein Traum, den man sich erfüllen kann“.

Alexander Megos

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Credits: Titelbild DAV/Marco Kost

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