Geschwister Kruder revanchieren sich bei Ginés López | Red Bull Dual Ascent 2023

Die heutigen Duelle am Kletterwettkampf Red Bull Dual Ascent waren an Spannung kaum zu überbieten. Den Kampf um die Plätze 3 und 4 gewannen die Schweizerin Petra Klingler und der Franzose Louna Ladevant. Beim Wettrennen um den ersten Platz spielte Julija das Zünglein an der Waage.

Der Mehrseillängen-Wettkampf am Verzasca-Staudamm ging heute in die letzte Runde. Um die Plätze 1-4 kämpften die Teams Klingler-Ladevant, Škofic-Lukan, die Geschwister Kruder sowie Ginés López-Kazbekova.

Petra Klingler und Louna Ladevant standen im kleinen Finale um den 3. Platz dem slowenischen Team mit Domen Škofic und Vita Lukan gegenüber. Die beiden lieferten sich bis kurz vor Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit der sechsten und letzten Seillänge, deren Schwierigkeitsgrad nach den Qualifikationen von einer 8a zu einer 8b umgeschraubt wurde, kamen Klingler und Ladevant etwas besser zurecht, sie kamen mit 37 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

petra klingler und louna ladevant_red bull dual ascent 2023
Petra Klingler und Louna Ladevant klettern auf den verdienten dritten Platz. (Bild Stefan Voitl / Red Bull Content Pool)

Taktischer Fehlentscheid von Jenya Kazbekova

Die beiden Teams im grossen Finale mit Alberto Ginés López und Jenya Kazbekova sowie Julija und Jernej Kruder lieferten sich ebenfalls ein an Spannung kaum zu überbietendes Duell. In der letzten Seillänge lagen Kazbekova und Kruder ähnlich weit auf, als Kruder stürzte. Kazbekova ihrerseits meisterte die Stelle mit Bravour und kletterte Richtung Top und damit dem Sieg entgegen. Doch nur wenige Zentimeter vor dem Umlenker stürzte sie völlig unerwartet.

Diese Teams teilen sich die Podestplätze des Red Bull Dual Ascent 2023 (Credits: Matteo Mocellin / Red Bull Content Pool)
Diese Teams teilen sich die Podestplätze des Red Bull Dual Ascent 2023 (Credits: Matteo Mocellin / Red Bull Content Pool)

Da Kazbekova sich entschied, den Strafpunkt in Kauf zu nehmen und ins Ziel zu klettern, hatte Kruder nun genügend Zeit, nach ihrem Sturz neue Kraft zu tanken und die letzte Seillänge sauber zu durchsteigen, was den Sieg für sie und ihren Bruder bedeutete. «Ich wusste, wie müde Julija war und hatte gehofft, dass sie eine Chance bekommt, sich auszuruhen. Zum Glück – für uns – fiel auch Jenya, was Julija genug Zeit gab, auch die letzte Seillänge zu schaffen,» sagte Jernej Kruder nach dem Sieg.

Das könnte dich interessieren

+++
Credits: Titelbild Stefan Voitl / Red Bull Content Pool 

Aktuell

Weltcups, WM & Olympia-Qualifikation | World Climbing stellt Saisonkalender 2027 vor

2027 wird ein wichtiges Wettkampf-Jahr – mit der Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028, einer Weltmeisterschaft in Tschechien und einem vollen Weltcup-Terminkalender im Bouldern, Lead, Speed und Para Climbing.

Hard Sends: Sébastien Bouin bei der Erstbegehung von „Le Chant des Muses“ (9b)

Im April 2026 gelang Bouin die Begehung seines Projekts "Le Chant des Muses" an der Romeyer-Wand in der Drôme. Ein Film von Black Diamond zeigt den französischen Ausnahmekletterer hinter den Kulissen und seinen Weg bis zum Durchstieg.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Weltcups, WM & Olympia-Qualifikation | World Climbing stellt Saisonkalender 2027 vor

2027 wird ein wichtiges Wettkampf-Jahr – mit der Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028, einer Weltmeisterschaft in Tschechien und einem vollen Weltcup-Terminkalender im Bouldern, Lead, Speed und Para Climbing.

Hard Sends: Sébastien Bouin bei der Erstbegehung von „Le Chant des Muses“ (9b)

Im April 2026 gelang Bouin die Begehung seines Projekts "Le Chant des Muses" an der Romeyer-Wand in der Drôme. Ein Film von Black Diamond zeigt den französischen Ausnahmekletterer hinter den Kulissen und seinen Weg bis zum Durchstieg.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.