Ausländer zahlen drauf: Klettertrips in US-Nationalparks werden teurer

Wer 2026 einen Kletterurlaub ins Yosemite Valley oder die Rocky Mountains plant, muss sich auf mehr Kosten einstellen. Die US-Regierung führt in den elf größten Nationalparks zum neuen Jahr eine 100 Dollar starke Zusatzgebühr für Nicht-Amerikaner ein.

US-Nationalparks wie der Grand Canyon, Yellowstone oder die Rocky Mountains verbuchen jährlich mehr als 330 Millionen Besucher. Um mehr Einnahmen zu generieren, führt die US-Regierung zum neuen Jahr eine Zusatzgebühr in den elf beliebtesten Nationalparks ein. Auch das Kletter-Mekka Yosemite ist betroffen.

»America First« – auch am El Capitan

Ab dem 1. Januar 2026 gilt: Ausländische Touristen ab 16 Jahren müssen pro Besuch in den betroffenen Parks 100 Dollar (rund 86 Euro) zusätzlich zum regulären Preis von rund 30 Euro bezahlen. Alternativ steht ein Jahrespass für 250 Dollar zum Kauf.

Mit der Preiserhöhung setzt das US-Innenministerium ein Dekret von Präsident Donald Trump vom Juli um. Verbunden mit dem Slogan »America First« sollen die neuen Regeln den günstigen Zugang für amerikanische Steuerzahler sichern. Man rechne allein im Yellowstone Nationalpark mit Zusatzeinnahmen von 55 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Laut Innenministerium sollen die Nationalparks das Geld für den Naturschutz und die Instandhaltung verwenden. Gleichzeitig hatte die Regierung in den letzten Monaten Pläne bekannt gegeben, die Ausgaben für die Nationalparks im nächsten Haushaltsjahr um mehr als ein Drittel zu kürzen.

Der El Capitan in Yosemite: Hier zahlen ausländische Besucher*innen künftig 130 Dollar pro Tag (Bild: Pixabay)

In diesen Nationalparks gilt die Zusatzgebühr

Folgende Nationalparks sind von der Zusatzgebühr ab 1. Januar 2026 betroffen: Acadia (Maine), Bryce Canyon und Zion (Utah), Everglades (Florida), Glacier (Montana), Grand Canyon (Arizona), Grand Teton und Yellowstone (Wyoming), Rocky Mountains (Colorado) sowie der Sequoia & Kings Canyon und der Yosemite Nationalpark (Kalifornien).

Die neue Regelung betrifft Kletterer und Boulderer in gleich mehreren Nationalparks. Das Yosemite Valley ist der bekannteste Kletterspot der USA – auch im Zion Nationalpark und den Rocky Mountains gibt es viele beliebte Kletter- und Bouldergebiete. Mit rund 135 Dollar Eintritt pro Tag ist der Kletterurlaub in den USA ab 2026 für Nicht-Amerikaner mit Rekordkosten verbunden.

Tourismus in den USA insgesamt rückläufig

Insgesamt sind die internationalen Besucherzahlen in den USA rückläufig – das gilt vor allem für Tourist*innen aus Europa oder Asien. In der ersten Hälfte von 2025 kamen 3 Millionen Besucher weniger ins Land als im Vorjahr. Die Gründe laut Befragungen: die allgemeine politische Unsicherheit im Land und gestiegene Kosten.

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Credits Titelbild: Pixabay/Peter Perhac

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