„Man muss sich schinden können“ – Lara Neumeier im Interview

Innerhalb von zwölf Monaten hakte die Arc’teryx-Athletin Lara Neumeier die drei Routen der Alpen-Trilogie ab und ist damit erst die zweite Frau, der dieses Sammelwerk gelingt. Außerdem ist sie die erste, die es innerhalb eines Jahres geschafft hat. Im Rahmen der Arc’teryx Alpine Academy in Chamonix haben wir mit ihr über ihre Kindheit im Klettergurt, den Unterschied zwischen Instagram und Realität und ihre nächsten Projekte gesprochen.

Die Allgäuerin Lara Neumeier gehört längst zu den stärksten Alpinkletterinnen Europas. Ihr Metier ist der Naturfels: anspruchsvolle Trad-Routen, lange Mehrseillängen und Bigwalls. Bekannt wurde die 28-Jährige unter anderem durch die erste freie Frauenbegehung von „Psychogramm“ (8b+) an der Bürser Platte und durch ihre Begehungen am El Capitan im Yosemite.

Ihr bislang größtes Vorhaben schloss Neumeier am 4. Juni 2026 ab: die Alpen-Trilogie. „Silbergeier“ im Rätikon holte sie sich als dritte Frau nach Nina Caprez und Babsi Zangerl. Nur gut zwei Monate später folgte „End of Silence“. Blieb „Des Kaisers neue Kleider“ am Wilden Kaiser: Dort war Neumeier bereits im Herbst 2025 dicht dran, entschied sich dann aber gegen den Kraftakt in den immer kürzer werdenden Tagen. Stattdessen kehrte sie im Frühjahr 2026 zurück. Mit Michi Wohlleben als Seilpartner gelang der Durchstieg schließlich Anfang Juni: als elfte Person überhaupt und als zweite Frau nach Babsi Zangerl, die die Trilogie 2013 abgeschlossen hatte.

Die drei Linien stammen alle aus den 1990er-Jahren und gelten bis heute als Maßstab für alpines Sportklettern: Beat Kammerlanders „Silbergeier“, Thomas Hubers „End of Silence“ und Stefan Glowacz’ „Des Kaisers neue Kleider“. Ein Filmteam hat Neumeiers Trilogie-Jahr begleitet, der Release ist für später in diesem Jahr angekündigt.

Die Alpen-Trilogie auf einen Blick

  • „Silbergeier“ (8b+, 6 SL, 160 m), Kirchlispitze im Rätikon – Erstbegehung Beat Kammerlander 1993/94, Neumeiers Begehung am 10. Juni 2025
  • „End of Silence“ (8b+, 11 SL, 360 m), Feuerhörndl im Berchtesgadener Land – Erstbegehung Thomas Huber 1994, Neumeiers Begehung am 26. August 2025
  • „Des Kaisers neue Kleider“ (8b+, 9 SL, ca. 250 m), Fleischbank im Wilden Kaiser – Erstbegehung Stefan Glowacz 1994, Neumeiers Begehung am 4. Juni 2026
Lara Neumeier am Ausstieg von „Des Kaisers neue Kleider“. Mit dieser Linie schloss sie die Alpen-Trilogie ab – Als erste Frau innerhalb eines Jahres. | Bild: Ray Demski / Red Bull Content Pool

Zum Interview auf YouTube:

Lara Neumeier im Gespräch über die Trilogie, Abenteuer und ihre Kindheit im Klettergurt

Lacrux: Lara, du bist quasi im Klettergurt groß geworden. Erzähl mal von deinen frühen Jahren an der Wand. Was hat dich damals begeistert?

Lara: Klettern ist Teil von meinem Leben, seit ich ganz klein bin. Meine Eltern waren begeisterte Kletterer, als sie jung waren, und die haben mich und meine große Schwester einfach von Anfang an mit in die Berge genommen. Wir waren aber auch Skifahren, wandern, radeln – eigentlich alles in den Bergen.

So richtig gepackt hat es mich erst, als ich elf war. Kurz vorher haben wir mit meinem Papa einen Kinderkletterfelsen im Allgäu erschlossen und dort unsere ersten eigenen Erstbegehungen gemacht. Wir durften die Routennamen vergeben und haben unsere Linien nach unseren Kinderhelden benannt: Pippi Langstrumpf, Harry Potter und so weiter. Ich glaube, da hat es mich erwischt, weil ich das Gefühl hatte: Das ist unser Gebiet, das sind unsere Touren. Da hatte ich meine ersten kleinen Projekte, die ich unbedingt schaffen wollte. Ab dem Zeitpunkt war das Feuer entfacht. Und weil ich übers Felsklettern dann auch in die Halle gekommen bin, wurde es zur Regelmäßigkeit.

Von „Karlsson vom Dach“ in die Alpine-Trilogie. Lara Neumeier im Silbergeier. | Bild: Ray Demski

Was war damals deine Lieblings-Kinderroute?

Das war „Karlsson vom Dach“. Die schwerste Tour an unserem Fels und für die habe ich auch am längsten gebraucht. Ich war mega stolz, als ich es geschafft hatte.

Deine Wettkampfzeit hast du relativ früh wieder beendet. Was hat dir der Fels gegeben, was die Halle nicht konnte?

Am Felsklettern hat mir immer das Draußensein in der Natur getaugt, mit Freunden. Das war einfach besonders. Und dadurch, dass ich am Fels angefangen habe, stand Felsklettern für mich immer an erster Stelle – die Halle habe ich benutzt, um stärker zu werden.

Ich bin dann zwei Jahre Wettkämpfe geklettert und habe im Sommer oft in der Halle gestanden und mir gedacht: Heute ist voll geiles Wetter, eigentlich würde ich viel lieber an den Fels gehen. Da habe ich gemerkt, Wettkampfklettern ist nicht meins, und habe wieder aufgehört. Damals war das alles nur mit Spaß verbunden, ich hatte keine Sponsoren. Ich habe das wirklich nur für mich gemacht.

Du bewegst dich heute vor allem im Trad- und Bigwall-Bereich. Was fasziniert dich daran?

Am meisten der mentale Faktor. Dass man mit dem Kopf bereit sein muss. Dass man in eine Wand einsteigt, in der es keinen einzigen Bohrhaken gibt, dass man mit eigener Kraft hochklettert, die Sicherungsmittel legt und am Ende wieder mitnimmt und den Fels so hinterlässt, wie er vorher war. Das finde ich schon ziemlich cool.

Dass man in eine Wand einsteigt, in der es keinen einzigen Bohrhaken gibt, dass man mit eigener Kraft hochklettert, die Sicherungsmittel legt und am Ende wieder mitnimmt und den Fels so hinterlässt, wie er vorher war. Das finde ich schon ziemlich cool.

Lara Neumeier

Wie wichtig ist diese mentale Komponente konkret?

Vor allem beim Mehrseillängen- und Bigwall-Klettern muss man mental echt bereit sein. Man muss sich schinden können. Man ist mehrere Tage in der Wand, es tut alles weh, die Hände sind offen, und man muss trotzdem weiterklettern. Man ist total weit oben, hat wahnsinnig viel Luft unter sich und muss das ausblenden können. Trotz weiter Runouts und schlechter Absicherung muss man trotzdem ruhig bleiben.

Und genau das taugt mir. Ich glaube, das relativiert auch ein bisschen den Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Klettern. Männer haben vielleicht mehr Rohkraft, das ist biologisch wahrscheinlich einfach so – aber wir Frauen haben eine krasse Power. Klettern ist eine der wenigen Sportarten, in die so viele andere Faktoren hineinspielen: der Kopf, Taktik, Technik, Beweglichkeit. All das macht das Klettern für mich auch so besonders. Deswegen sind Männer und Frauen im Klettern gleichauf.

Dieses Sich-schinden-Können sieht man von außen ja gar nicht. Wird das ein bisschen romantisiert?

Ja, das stimmt. Auf Social Media sieht man immer die schönen Bilder, wo man auf dem Portaledge sitzt. In der Realität ist es ganz anders. Als ich das erste Mal am El Cap war, mit der Babsi, hatten wir eigentlich nie einen Moment, wo wir untertags auf dem Portaledge gesessen und uns entspannt haben. Wir sind von vier oder fünf Uhr in der Früh bis nachts um elf, zwölf durchgeklettert. Wir hatten weder Zeit noch Kopf dafür, das Ganze festzuhalten.

Beim Bigwall-Klettern denken auch ganz viele Leute erst mal nur ans Klettern, weil man eine 1000-Meter-Wand hochklettert. Aber schwer gemacht hat es für mich nicht das Klettern allein, sondern alles außenrum: im Portaledge schlafen, die Haulbags hochziehen, die offenen Finger. Man hat nur begrenzt Wasser dabei, ist die ganze Zeit dehydriert, hat nur begrenzt Essen dabei. Diese Faktoren haben es hart gemacht.

Lara Neumeier im Training. | Bild: Ray Demski / Red Bull Content Pool

Silbergeier, End of Silence, Des Kaisers neue Kleider – drei Routen im achten Grad und darüber, jede mit eigenem Charakter. Welches Label verpasst du jeder Einzelnen von ihnen?

Die drei sind alle absolut unterschiedlich. Silbergeier ist mental die anspruchsvollste Tour, weil sie wahnsinnig lange Runouts hat. Gleichzeitig ist der Fels super kompakt, das macht sie zu so einer schönen Linie. End of Silence war für mich anfangs extrem wild, weil man dort teilweise mit Pitons selber absichern muss – auch eine richtig geile Tour. Am Ende war sie tatsächlich die, die sich am leichtesten angefühlt hat. Und Des Kaisers neue Kleider ist auf jeden Fall die schwerste und athletischste: echt kräftig und von allen dreien am anhaltendsten.

Zum Silbergeier hast du danach gesagt: An dem Tag, an dem du den Durchstieg geschafft hast, sprach eigentlich alles dagegen. Periode, Auto kaputt, ein Griff war in der Crux ausgebrochen. Ab welchem Punkt hast du gedacht: Egal, ich versuche es trotzdem?

Eigentlich von Anfang an. Ich hatte das Ziel, an dem Tag einen Versuch zu machen. Und es ist ja immer so: Man kann reinschauen, man kann schauen, wie weit man kommt, und wenn es nicht klappt, seilt man wieder ab.

Wir sind dann hingelaufen und ich habe mich am Einstieg gar nicht gut gefühlt. Wir haben Pause gemacht, was gegessen, was getrunken, und irgendwann bin ich eingestiegen – und dann wurde es von Länge zu Länge besser. Nach den ersten vier Längen kommt man zu einer kleinen Ledge, und bis dahin war ich alles durchgestiegen. Da wusste ich: Okay, jetzt kommt noch die Schlüssellänge, und wenn ich die schaffe, ist es nicht mehr weit. Da war ich richtig motiviert.

Wie fühlt sich dieser Motivationsschub an, wenn man merkt, es könnte heute klappen?

Es ist ein Motivationsschub, ja, aber gleichzeitig habe ich immer im Hinterkopf, dass so viele Dinge passieren können, die es doch verhindern. Klettern ist einfach so oft extrem unsicher. Egal ob beim Silbergeier oder bei Des Kaisers neue Kleider: Da ist die Schlüsselseillänge extrem weit oben, und man hat ganz viele Züge, die unsicher sind. Man kann immer abrutschen. Ich bin also extrem motiviert und weiß gleichzeitig, dass es auch sein kann, dass es nicht klappt.

Direkt nach dem Silbergeier bist du zu End of Silence. Hat dich der Erfolg da noch getragen?

Ja absolut. Ich war am Silbergeier ja nur fünf Tage dran, das ging extrem schnell, da war ich selber erstaunt. Und dann dachte ich mir: Okay, jetzt will ich direkt zu End of Silence. Ich hatte eine krasse Motivation, und die hat mich da auf jeden Fall hingetragen. Die ersten zwei Tage war ich mit der Romy Fuchs dort und wir hatten eine super Zeit.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie komplett anders es wieder ist. End of Silence ist alpiner, der Fels ist extrem glatt. Man kann also nicht sagen, dass man am Silbergeier so viel lernt oder in eine Routine kommt und das dann mitnimmt. Man fängt trotzdem wieder von vorne an.

Es war für mich extrem schwer, von der Tour wegzugehen. Das hatte ich vorher noch nie beim Klettern.

Lara Neumeier

„Des Kaisers neue Kleider“ war dann noch mal eine andere Nummer. Im Herbst 2025 hast du das Projekt auf 2026 verschoben. Wie war es, loszulassen?

Es war extrem schwer. Das hatte ich vorher noch nie beim Klettern, weil ich schon so knapp dran war. Es hat geschneit, und ich bin trotzdem noch mal hin. Und dann wollte ich noch mal hin. Ab einem gewissen Punkt habe ich aber gemerkt: Die Motivation ist voll da, aber es macht keinen Sinn mehr. Die Tage waren kurz, es war extrem kalt und für einen Durchstiegs-Go war die Zeit einfach zu knapp. Die Tour ist ungefähr so lang wie End of Silence, nur dass die einzelnen Längen von den Metern her länger sind, und es sind extrem viele schwere Längen aneinander – zwei davon 8b+. Wenn es um halb fünf dunkel wird, macht das keinen Sinn. Dazu kam, dass ich den ganzen Sommer super viel unterwegs war und mein Körper einfach müde war. Also habe ich gesagt: Ich gehe noch einmal hin und ziehe dann für dieses Jahr einen Schlussstrich.

Und wie bist du danach wieder reingekommen?

Für mich war von Anfang an klar, dass ich im Frühjahr zum frühestmöglichen Zeitpunkt wieder an den Kaiser will. Ich habe mir schon im Herbst den Plan gemacht: zu Saisonbeginn drei Tage hingehen, alle Längen auschecken und dann direkt einen Send-Go geben.

Ich hatte die einzelnen Längen im Herbst ja schon so gut drauf. Ich habe mir Sprachnachrichten aufgenommen, damit ich mich im Frühjahr an alles wieder erinnern kann, weil ich die Lösungen extrem genau wusste, und habe die Routen zusätzlich auf Papier aufgezeichnet – zumindest die schweren Längen. Ich glaube, das hat mir geholfen, relativ schnell wieder zurückzukommen.

Das Projekt hat mir gezeigt, was möglich ist, nämlich noch viel Größeres.

Lara Neumeier

Wie hast du dich gefühlt, als du ausgestiegen bist?

Die größte Freude war, als ich die letzte Schlüsselseillänge durchgestiegen bin. Da wusste ich: Jetzt kommt noch eine 8- Länge bis zum Top, dann ist es getan. Und da wusste ich schon: So krass, ich habe es jetzt gemacht – die ganze Alpen-Trilogie. Es war für mich ja nicht nur eine Tour. Die eine Tour ist schon krass, aber die Trilogie damit abzuschließen war extrem cool.

Ich habe mich gefreut, war aber gleichzeitig auch erleichtert. Es war ein extrem langes Projekt, ich hatte noch nie eines über ein ganzes Jahr. Eigentlich war es super abwechslungsreich, ich hatte ja drei Touren, aber trotzdem war es lang, und ich wollte diese Trilogie abschließen. Jetzt ist es richtig cool, weil ich nach vorne schauen und neue Projekte angreifen kann. Das Projekt hat mir gezeigt, was möglich ist, nämlich noch viel Größeres.

Lara Neumeier in „Des Kaisers Neue Kleider“ an der Fleischbank am Wilden Kaiser. | Bild: Ray Demski / Red Bull Content Pool

Bei dem Projekt ging es nicht nur darum, diese drei Touren zu klettern, sondern auch um die Erlebnisse auf dem Weg.

Lara Neumeier

Man klettert ja nie allein, du bist mit vielen Leuten unterwegs: Michi Wohlleben, Tobi Ebner, Nemuel Feurle, Babsi Zangerl. Wie viel von so einem Projekt steckt eigentlich in der Beziehung zu den Menschen, mit denen du kletterst?

Das Team ist extrem wichtig. Ohne Kletterpartner und ohne Support hätte ich das ganze Projekt nicht machen können, so simpel ist das. Wenn ich niemanden habe, der motiviert ist mitzugehen und die Tour auch zu probieren, dann geht das nicht. Klar, man kann auch mit Leuten gehen, die einen nur sichern, aber die muss man auch erst mal finden.

Für mich war von Anfang an klar: Ich will mit Freunden in die Touren gehen, die motiviert sind, sie selbst zu projektieren, sodass man am Ende Lösungen austauschen und einen schönen Tag draußen verbringen kann. Bei dem Projekt ging es nicht nur darum, diese drei Touren zu klettern, sondern auch um die Erlebnisse auf dem Weg. Das ist ja der Grund, warum ich so gern Mehrseillängen klettere: Man ist draußen in der Natur, ein bisschen abgelegen von der Außenwelt, lässt den Alltag hinter sich und hat einfach Spaß.

Hast du eine Lieblingserinnerung aus der Trilogie?

Mega cool waren die ersten zwei Tage bei End of Silence mit der Romy. Wir waren beide vorher noch nie in der Tour. Wir mussten erst mal den Zustieg finden, sind los geklettert und es hing kein Stück Material in der Wand, keine Exe, kein Chalk, nichts. Die Wand war komplett clean. Das macht das Ganze noch mal besonderer. Es ist harte Arbeit, aber es ist auch ein größeres Abenteuer.

Bei „Des Kaisers neue Kleider“ hing schon ein Fixseil drin, von wem, haben wir leider nicht rausfinden können. Und da hängen auch noch uralte Exen vom Guido und so, also einfach wahnsinnig viel Material. Dann ist das Erlebnis schon ein bisschen anders, als wenn man in eine Wand einsteigt, die clean ist.

Wie geht es weiter? Hast du schon ein nächstes Projekt?

Erst mal fahre ich zwei Wochen in den Urlaub zum Biken. Das muss auch mal sein, einfach im Kopf wieder frei werden und ein bisschen Abstand zum Klettern haben. Im August fahre ich dann drei Wochen mit der Romy nach Norwegen, Mehrseillängen klettern. Das wird auch mal eine neue Erfahrung: Ich war schon mal in Kanada und musste dort wirklich alles selber legen, auch die Stände. In Norwegen wird es aber eine schwerere Tour – und was ich die letzten Jahre gemacht habe, war schon so, dass zumindest die Stände gebohrt waren. Das wird auf jeden Fall ein größeres Abenteuer, auf das ich mich richtig freue.

Im Training: Lara im November 2025 in “Des Kaisers Neue Kleider” | Bild: Ray Demski / Red Bull Content Pool

Und im Frühjahr war ich schon in Schottland und habe mir dort eine schwere Trad-Route angeschaut: „Rhapsody“. Da will ich im Herbst auf jeden Fall noch mal hin.

Wenn du auf deine Kindheit im Klettergurt zurückschaust: Hättest du dir träumen lassen, wohin dich der Sport führt?

Niemals. Dass ich irgendwann mal so viel klettern werde und das Klettern quasi mein Beruf ist – das hätte ich mir nie vorstellen können. Ich bin als Kind gern klettern gegangen, aber ich war als ganz kleines Kind nicht super euphorisch. Es war nicht so, dass ich von Anfang an gesagt hätte: Das ist zu hundert Prozent mein Ding. Unsere Eltern haben uns da auch gar nicht gepusht, wir waren einfach zum Spaß klettern. Meine Schwester und ich haben auch oft mit Steinen am Fluss gespielt. Meine Mama sagt immer, ich war ein schüchternes Kind. Und sie und mein Papa sagen auch heute noch, sie hätten nie gedacht, dass ich das Klettern mal als Beruf machen werde.

Macht es dich glücklich?

Ja, total. Ich bin richtig happy. Es ist cool, dass es so ausgeht und dass es nach dem Studium einfach mit dem Klettern geklappt hat.

Wir wünschen Lara viel Erfolg in ihren nächsten Projekten!

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Credits Titelbild: Lacrux

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