Die Pro Climbing League (PCL) geht 2027 in ihre zweite Saison: Auf das ausverkaufte Debüt in London folgen drei Events in Berlin, Paris und London – hier ist euer Weg zur Wildcard!
Die Saison eröffnet am 23. Januar 2027 in Berlin. Am 13. Februar macht die Serie in Paris Station, das Finale folgt am 20. März in London. Das gab die PCL Mitte September bekannt.
Wo genau in den drei Städten geklettert wird, ist noch offen. Laut PCL fasst jede Location mehr als doppelt so viele Zuschauende wie das Magazine London, in dem die Premiere am 28. Februar 2026 stattfand.

Zwölf bei Tag, vier am Abend
Neu ist ein Format mit zwei Sessions pro Eventtag. Tagsüber läuft die Gruppenphase: Pro Geschlecht starten zwölf Kletterinnen und Kletterer, verteilt auf drei Vierergruppen, die im direkten Duell gegeneinander antreten.
Die drei Gruppensiegerinnen und -sieger ziehen direkt in die Finalrunden ein. Den vierten Platz holt sich die oder der stärkste Zweitplatzierte über alle Gruppen hinweg – als Lucky Loser.
Best-of-three statt nur eines Versuchs
In der Abendsession bleiben vier pro Geschlecht übrig. Im Halbfinale entscheidet ein Best-of-three-Modus, wer ins Big Final einzieht. Wer ausscheidet, klettert im Small Final an einem einzelnen Boulder um Platz drei.
Auch das Big Final wird im Best-of-three über bis zu drei Boulder entschieden. Der Effekt ist klar: mehr Boulder pro Athletin und Athlet und damit mehr Klettern pro Event als bei der Premiere.

50.000 Pfund pro Event
Das Preisgeld steigt um mehr als 40 Prozent auf 50.000 Pfund pro Event, umgerechnet rund 58.000 Euro. Über die drei Events summiert sich das auf 150.000 Pfund. Die PCL selbst zählt ihren Preistopf zu den höchsten im Klettern. Übertragen wird wieder auf Red Bull TV: Alle drei Events laufen weltweit kostenlos im Livestream.
Die Premiere ist dort übrigens weiterhin als Replay abrufbar. Zusätzlich will die PCL über eigene Kanäle mehr Inhalte rund um die Athletinnen und Athleten ausspielen.
Doppelte Kapazität, dreimal die Chance
Wer bei der Premiere leer ausgegangen ist, weil die Tickets binnen eines Tages weg waren, hat 2027 rein rechnerisch deutlich bessere Karten: drei Events statt einem, jede Halle mit mehr als doppelter Kapazität. Den Ticketverkauf kündigt die PCL für später in diesem Jahr an. Wer zuerst dran sein will, muss sich für den Newsletter auf der PCL-Website eintragen.

Bertone und Milne wollen nachlegen
Das vollständige Starterfeld will die PCL in Kürze bekanntgeben. Fest steht bereits: Oriane Bertone und Max Milne, die Sieger:innen von 2026, kehren zurück. Milne gibt sich in der Pressemitteilung der PCL angriffslustig: „PCL ist zurück – und der Champ auch! Ich habe auf den Matten alles gegeben, um zu gewinnen, und das mache ich 2027 wieder. Die Atmosphäre und die Show waren anders als alles, was ich bisher erlebt hatte. […] Dass ich das jetzt nicht nur einmal, sondern dreimal machen darf, ist ein Bonus.“ berichtet der 25-Jährige schottische Profikletterer. Die Französin Bertone hebt vor allem das Publikum hervor: „Vor diesem Publikum anzutreten, war mit nichts zu vergleichen – die Energie, der Druck. Ich freue mich darauf, das noch einmal erleben zu dürfen.““ – Oriane Bertone, Siegerin der PCL 2026, Pressemitteilung der PCL“
Acht Wildcards für die ganze Welt
Das Starter:innenfeld der PCL wird, wie der Rock Master in Arco, nicht über Qualifikation sondern per Einladung definiert. Ein kleiner Teil des Feldes wird jedoch erklettert. 80 Hallen weltweit richten sogenannte PCL-Open-Qualifikationen aus. Zu holen sind vier Wildcards pro Geschlecht für die Hauptevents, also acht insgesamt. Orte und Termine dieser Qualifikationen will die PCL noch veröffentlichen.
Für Deutschland und Österreich ist der Weg bereits klar: Zwei der acht Wildcards vergibt die urban apes Gruppe über ihren Hallenwettkampf „Get High“. Laut urban apes ist das der einzige Weg aus beiden Ländern in die PCL, welche bei den Events der Boulderhallen Gruppe als Partner auftritt.
Acht Wildcards für die PCL gibt es weltweit, zwei davon vergeben wir. Das ist etwas, das wir unserer Community bisher nicht bieten konnten.
Florian Wenningkamp, Head of Marketing der urban apes Gruppe
Get High: Vier Wochen Quali, ein Finaltag
Die Anmeldung für den Wettkampf „Get High“ läuft seit dem 28. September über urbanapes.de/gethigh2026. Qualifiziert wird vom 5. Oktober bis 6. November in allen 19 Hallen der Gruppe – urban apes, der Steinbock und im Café Kraft. Alle Hallen schrauben dieselben Wettkampfboulder. Jede Woche kommen neue dazu, alle bleiben bis zum Ende der Quali hängen. Die Ergebnisse laufen online zusammen. Wer ohnehin in einer der Hallen trainiert, hat die Quali also vier Wochen lang direkt vor der Nase.

Neu bei Get High ist eine zweite Liga: Liga 1 deckt hallenintern Level 6 bis 8 ab, Liga 2 Level 4 bis 6. Beide werden getrennt gewertet und haben getrennte Finals. Entscheidend für die PCL: Die Wildcards gehen ausschließlich an die Siegerin und den Sieger der Liga 1.
Von Friedrichshain auf die PCL-Bühne
Die besten drei pro Geschlecht und Liga jeder Halle – also zwölf pro Standort – qualifizieren sich für den Finaltag am 21. November in den urban apes Berlin Friedrichshain. Auf dem Programm stehen Halbfinale und Finals beider Ligen, Zuschauende sind willkommen. Wer selbst ran will: Die Halbfinalboulder werden am Nachmittag für alle Besucherinnen und Besucher freigegeben. Die Gewinnerin und der Gewinner der Liga 1 erhalten Startplätze bei allen drei PCL-Events in Berlin, Paris und London, Reise und Hotel inklusive. Wer also schon mal davon geträumt hat neben Weltklasse Athlet:innen an den Start zu gehen: Hier ist eure Chance.

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