Vom 5. bis 7. August gelang den Franzosen Leo Billon und Enzo Oddo die erste freie Begehung der Lafaille-Route an der Westwand des 3.733 m hohen Petit Dru im Mont-Blanc-Massiv.
Der Petit Dru wurde erstmals am 29. August 1879 von Jean-Esteve, Charlet-Straton, Prosper Payot und Frederic Folliguet über die Südwand und den Südwestgrat bestiegen. Die Erstbegehung der Lafaille-Route war im Winter 2001 von ihrem Namensgeber Jean-Christophe Lafaille. Er kletterte die Route Solo und technisch. Lafaille Stufte sie als A5+ ein, was im technischen Klettern als extrem schwierig gilt.
Billon und Oddo bestiegen die Route zunächst an einem einzigen Tag im technischen Stil. Später kehrten sie zurück, um die Route frei zu Klettern. Die freie Begehung ist, angesichts der technischen Schwierigkeit der Route und des Rufs der Westwand als eine der anspruchsvollsten Big Walls der Alpen, eine bedeutende Leistung.
Sie beide kletterten jede Seillänge frei. Insgesamt verbrachten sie, während ihres Freikletterversuchs, zwei Nächte im Biwak in der Wand. »Voie Lafaille« wurde von Billon und Oddo mit dem Grad 8b+ bzw 5.14 versehen und gilt nun als eine der schwersten alpinen Freikletterrouten der Welt.
Das könnte dich interessieren:
- Benjamin Védrines gelingt Winter-Solo-Begehung der Petit Dru Westwand | BASE
- Neue 1000 Meter Linie an der Petit Dru: Petit Pont (M5, 6a, A3)
+++
Credits: Titelbild: Adobe Stock

