Dass Michaela Kiersch stark klettern kann, ist spätestens seit ihrer Begehung der Sharma-Route Dreamcatcher bei Squamish bekannt. Dass die Amerikanerin auch beim Bouldern ganz vorne mit dabei ist, unterstrich sie kürzlich in Ogden, Utah. Dort kletterte sie mit Hailstorm (8b+) ihren ersten Boulder dieser Schwierigkeit.

Ogden zählt für amerikanische Verhältnisse zu den kleineren Bouldergebieten. Die Herausforderungen im primär oberen achten Franzosengrad locken aber regelmässig starke Kletternde an. Darunter beispielsweise Allison Vest, die Anfang Februar Show Your Scars (8b+) zog.

Video: Michaela Kiersch klettert Hailstorm (8b+)

Mehr Sessions als je zuvor

Mit dem Boulderproblem Hailstorm (8b+) verbindet Michaela Kiersch besondere Erinnerungen. Die Amerikanerin war mit dabei, als Landsmann Drew Ruana die Linie als erster kletterte. Sie erlebte den namensgebenden Hagelsturm mit, vor dem sie kurz nach der Erstbegehung unter dem Block Schutz suchen mussten. Und nun ist es ihr gelungen, mit der Wiederholung von Hailstorm ihre erste 8b+ zu bouldern.

„Ich bin wirklich stolz auf diesen Moment und ehrlich gesagt auch ein wenig überrascht.“

Michaela Kiersch

Michaela Kiersch schreibt, dass sie an Hailstorm mehr Sessions verbracht habe als je zuvor an einem anderen Block. „Ich bin wirklich stolz auf diesen Moment und ehrlich gesagt auch ein wenig überrascht.“ Überrascht ist Kiersch deshalb, weil es ihr damit gelungen ist, ihren härtesten Boulder sowie ihre härteste Sportkletterroute (Dreamcatcher, 9a) zu klettern und nebenbei zu promovieren.

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Michaela Kiersch in Dreamcatcher (9a), ihrer bislang schwersten Sportkletterroute. Bild @thefoxes 

Frauenpower in den Red Rocks

In den vergangenen Wochen machte Michaela Kiersch gemeinsam mit Alex Puccio die Red Rocks unsicher. Dabei zog sie unter anderem Power Save (8a+), einen sehr leistenlastigen Boulder. Oder auch Happy Happy Hippos, ebenfalls im Schwierigkeitsgrad 8a+.

Michaela Kiersch und Alex Puccio in Happy Happy Hippos

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Credit Titelbild: Michaela Kiersch