Der Termin steht: Am 20. September wird die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG) Babsi Zangerl als zweite Frau mit dem Paul-Preuss-Preis ehren. Die Verleihung findet in Altaussee statt, zahlreiche renommierte Mitglieder der Alpin- und Klettercommunity nehmen teil.
Barbara «Babsi» Zangerl wird als erste Frau nach der französischen Kletterin Catherine Destivelle (2021) mit dem Paul-Preuss-Preis geehrt. Die Auszeichnung ist nach dem «Vater des Freikletterns» Paul Preuss (1886–1913) benannt und würdigt besondere Leistungen im Bergsteigen und Klettern. Zangerl wird der Preis am 20. September feierlich überreicht.

Prominente Vertreter der Szene ehren Zangerl
Bei der Verleihung in Preuss‘ Heimatort Altaussee in der Steiermark sind zahlreiche renommierte Vertreter der alpinen und Kletterszene vor Ort. Darunter sind auch bisherige Preisträger wie Alexander Huber, Beat Kammerlander, Bernd Arnold, Hanspeter Eisendle oder Dani Arnold, der vergangenes Jahr mit dem Preis geehrt wurde. Verliehen wird die Auszeichnung traditionell von der Internationalen Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG) – zum mittlerweile 13. Mal. Der erste Preisträger war der Südtiroler Alpinpionier Reinhold Messner.
Darüber hinaus haben viele andere prominente Alpinisten im Vorfeld ihre Teilnahme angekündigt: Gerlinde Kaltenbrunner, Heinz Zak, Ines Papert oder Roger Schäli. Auch wird diesmal eine Reihe von Teilnehmern der Exped-Kader der alpinen Vereine erwartet.
Rahmenprogramm mit renommierten Teilnehmenden
Die gastgebende IPPG beschreibt die Verleihung des Paul-Preuss-Preises als Treffpunkt von «alpinen Legenden und jungen, aufstrebenden Kletterern aus den Alpen». Neben den Feierlichkeiten stehen dort auch Vorträge und Austauschformate auf dem Programm.
An der diesjährigen alpinen Diskussionsrunde unter der Leitung des Berg- und Skiführers Jan Mersch nehmen unter anderen die bisherigen Paul-Preuss-Preisträger Dani Arnold und Hanspeter Eisendle teil. Ebenfalls mit dabei: der Alpinjournalist Michael Düchs (BR-Sendereihe Bergauf Bergab) sowie Michael Bräuer vom Alpinkader der Naturfreunde Österreich. Anschließend wird Alexander Huber den Film «Paul Preuss und seine Kletterphilosophie» präsentieren.
Babsi Zangerl: Ausnahmekletterin und sportliches Vorbild
Die Jury der Gesellschaft wählte Babsi Zangerl einerseits aufgrund ihrer «spektakulären» Erfolge für den Preis aus. Die gebürtige Vorarlbergerin hat vor allem beim Trad- und Sportklettern die schwierigsten Routen der Welt gemeistert und gilt als weltbeste Allround-Kletterin.

Mit dem Paul-Preuss-Preis wird neben Zangerls sportliche Leistung auch ihre ethisch konsequente Haltung und das Vorantreiben des freien Kletterns gewürdigt. Diese geht zurück auf den Namensgeber Preuss – seinerzeit der beste Freikletterer, der klettertechnische Hilfsmittel lediglich zur Sicherung akzeptierte.
Paul Preuss bleibt auch mehr als hundert Jahre nach seinem Tod der «Vater» des Freikletterns, dessen Prinzipien auch angesichts einer rasanten Entwicklung in Ausrüstung und Technik noch heute gültig sind.
IPPG
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Credits Titelbild: Babsi Zangerl

