Das neue Kletterseil Swift Protect Pro Dry von Edelrid verfügt dank Aramid-Fasern im Seilmantel über eine sehr hohe Schnittfestigkeit und ist trotzdem dynamisch. Damit ist es perfekt für Mehrseillängentouren und fürs Bergsteigen. Wir stellen euch das Seil vor.

Noch vor nicht allzu langer Zeit galt im Alpinismus und Klettersport die Devise: Nicht fallen! Absicherung und sonstige Ausrüstung wie das Kletterseil war dafür gedacht, im absoluten Notfall das Schlimmste zu verhindern.

Heute sieht die Situation anders aus. In den meisten alpinen Mehrseillängentouren gehört ein Sturz ins Seil zur Normalität, beim Sportklettern sowieso. Möglich macht dies die bessere Absicherung mit Bolts sowie die sich stark weiterentwickelte Ausrüstung.

Das Swift Protect Pro Dry im Härtetest.

Seilrisse gibt es beim Klettern nur noch selten

Nachrichten über Unfälle mit Seilrissen sind nur noch selten zu hören. Grund dafür: Die Reissfestigkeit heutiger Seile ist deutlich höher als früher. In einigen Fällen kommt es aber auch bei heutigen Dynamikseilen zum Totalversagen, sprich Seilriss. Nach wie vor problematisch sind Kantenbelastungen, die in folgenden Situationen auftreten können.

Hier kommt es zu einer Kantenbelastung in Kombination mit einer Pendelbewegung

Eingeschliffene Expressschlingen in Sportkletterrouten

Eine Ursache für gerissene Kletterseile sind fix hängende Expressschlingen in Sportkletterrouten. Insbesondere in steilen Routen kann es dazu kommen, das der seilführende Karabiner mit der Zeit eingeschliffen wird und eine scharfe Kante entsteht. Wer einen Sturz in einen solchen Karabiner hat, riskiert einen Seilriss.

Scharfe Kanten in Mehrseillängentouren

Eine zweite Ursache ist in alpinen Mehrseillängentouren oder beim Bergsteigen anzutreffen. Dort ist der Seilverlauf nicht immer ideal, das Seil verläuft dadurch möglicherweise über eine scharfe Felskante. Besonders problematisch wird es, wenn es beim Sturz über eine Kante noch zusätzlich zu einer Pendelbewegung kommt.

Das Seil wird in diesem Fall quasi durchgesägt (siehe Video oben). In den oben beschriebenen Situationen besteht das Risiko eines Seilrisses und damit eines Totalabsturzes des Kletternden oder der gesamten Seilschaft.

Geschmeidig, dynamisch, wassergeschützt und schnittfest.

Aramid-Fasern im Seilmantel erhöhen die Schnittfestigkeit des Swift Protect Pro deutlich

Während sich das beim Sportklettern beschriebene Risiko durch die Kontrolle fest installierter Expressschlingen eliminieren lässt, so bleibt das Restrisiko beim Mehrseillängenklettern und Bergsteigen. Und hier kommt das neue Seil von Edelrid ins Spiel. Trotz seines geringen Durchmessers von 8.9 mm bietet es eine sehr hohe Schnittfestigkeit.

Das Swift Protect Pro Dry vereint Schnittfestigkeit mit Dynamik.

Möglich machen dies Aramid-Fasern im Mantel des Seils. Aramid ist an sich ein statisches Material. Damit das Seil seine Dynamik beibehält – und damit den Sturz weicher macht – kam beim Swift Protect Pro Dry eine neu entwickelte Verarbeitungsmethode zur Anwendung. Die Aramid-Fasern wurden so in den Mantel gewoben, dass sie die Schnittfestigkeit erhöhen und trotzdem Dynamik im Seil zulassen.

Diese Kombination macht das Swift Protect Pro Dry zum idealen Führungsseil für unwegsames Gelände sowie Kletterseil in alpinen Mehrseillängen- oder Hochtouren.

Das Kletterseil Swift Protect Pro Dry von Edelrid im Vergleich

Details zum Edelrid Swift Protect Pro Dry

  • Durchmesser 8.9 mm
  • Sturzanzahl: 6/18/30
  • Angenehmes Handling dank Thermo Shield Behandlung
  • Höherer Mantelanteil und Verarbeitung von Aramid für erhöhte Schnittfestigkeit
  • Dauerhaft wasser- und schmutzabweisend dank Pro Dry
  • Wasseraufnahme unter 2% gemäß des UIAA Water Repellent Tests
  • Als Einfach-, Halb- und Zwillingsseil zertifiziert
  • Bei Verwendung als Einfachseil nicht zum Work-Out- oder Toprope-Klettern geeignet
  • Direkt einsatzfähig ohne Krangelbildung dank 3D-Lapcoiling

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Credits: Bildmaterial Edelrid

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