Noch vor wenigen Wochen publizierten wir einen Artikel mit Video, der von einer potenziellen 9c-Route, King Line, in Italien berichtete. In diesem Projekt im Klettergebiet Laghel bei Arco darf Stefano Ghisolfi nicht mehr klettern. Die Besitzerin des Grundstückes verbietet den Zugang per sofort.

In Spanien steht ein Bouldergebiet zum Verkauf, während in Arco der Zugang zum Klettergebiet Laghel per sofort verboten ist. Letzteres kommunizierte der italienische Spitzenkletterer Stefano Ghisolfi vor wenigen Tagen.

“Achtung. Sehr schlechte Nachrichten. Das Klettergebiet Laghel bei Arco, das schwerste Klettergebiet Italiens und eines der schwersten der Welt liegt auf privatem Grundstück. Nun kam die Besitzerin im Gebiet vorbei und hat uns den Zutritt per sofort untersagt.”

Das Statement von Stefano Ghisolfi

Es war allen Kletterern bekannt, das Laghel auf privaten Grundstück lag, doch die Besitzerin tolerierte die Kletterer stets. Damit ist nun Schluss. Nachdem die Besitzerin ins Gebiet kam und die Anwesenden bat, das Gebiet zu verlassen und auch in Zukunft nicht mehr hier zu klettern, verliessen alle das Gebiet.

“Die Besitzerin hat natürlich das Recht dazu, uns den Zutritt zu untersagen. Doch Laghel ist nicht irgendein Gebiet. Es ist etwas einzigartiges in Arco und in Italien.”

Stefano Ghisolfi

Die lokalen Kletterer werden den lokalen Tourismusverband Garda-Trentino und die lokalen Behörden um Hilfe bitten und bitten die Klettercommunity, das Verbot zu respektieren, um Konflikte zu vermeiden.

Der Felsriegel von Laghel. (Bild Stefano Ghisolfi)

Hohe Dichte an schweren Routen in Laghel

Das Klettergebiet Laghel bei Arco, Italien, erlangte spätestens mit der Erstbegehung der Route Queen Line (9b) durch Adam Ondra im Februar 2017 Bekanntheit. Einer erste Wiederholung erlebte die Route im Jahr 2019 durch den Lokalmatadoren Stefano Ghisolfi.

War oft im Gebiet Laghel bei Arco: Adam Ondra (Bild Stefano Ghisolfi)

Gleichzeitig arbeitet Stefano Ghisolfi seit längerer Zeit an einer Verlängerung der Route. Beim Projekt mit dem Namen King Line könnte es sich um eine 9c-Route handeln. Doch spätestens mit der Schliessung des Gebiets wird es nicht so schnell zu einer Erstbegehung kommen.

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Credits: Bildmaterial Stefano Ghisolfi