Die Stirnlampe IKO Core von Petzl ist anders, als alle Modelle die du bisher gesehen hast. Wir haben die neue Lampe des französischen Bergsportausrüsters für euch mit ins Feld genommen. Unsere Meinung zur IKO Core findest du in diesem Artikel und im entsprechenden Gear-Talk-Video im Anschluss an den Artikel.

Immer heller werden sie, die Stirnlampen der Outdoorhersteller. Lange galt jedoch auch “je heller, desto schwerer”. Stirnlampen mit hoher Leuchtleistung resultierten meist in einer schweren Batterie- oder Akkupackung am Hinterkopf und waren entsprechen sperrig. Damit macht spätestens die IKO Core von Petzl Schluss. Sie bringt trotz 500 Lumen starker Beleuchtung nur gerade 79 Gramm auf die Waage.

Nein, das ist keine Drohne. Die IKO Core lässt sich für den Transport zusammenfalten.
Nein, das ist keine Drohne. Die IKO Core lässt sich für den Transport zusammenfalten.

Hoher Tragkomfort und schnelle Anpassung an den Kopf

Die IKO Core ist abgesehen von ihrem Licht-Gewicht-Verhältnis neuartig. Auch beim Tragekonzept ging Petzl neue Wege. Ein halbstarres Kopfband, gewissermassen eine Bügelkonstruktion, halten die Stirnlampe optimal am Kopf, auch bei ruckartigen Bewegungen.

Nette Spielerei: Der mitgelieferte Beutel verwandelt die IKO Core in eine Laterne.
Nette Spielerei: Der mitgelieferte Beutel verwandelt die IKO Core in eine Laterne.

Fürs Trailrunning konzipiert, fürs Sportklettern und Bouldern genutzt

Petzl positioniert seine neue Lampe primär im Bereich des Trailrunnings. Das wird beim Betrachten der Werbevideos ziemlich schnell deutlich. Wir haben von Petzl Schweiz eine Lampe zur Verfügung gestellt bekommen und sie mit an den Fels genommen.

Vom Gewicht her erinnerte uns die IKO Core an das Modell Bindi, das wir in der Vergangenheit bereits vorstellten. Die IKO Core ist im Vergleich zur Bindi aber deutlich heller und ist vom Tragekomfort her einfach unschlagbar.

Die meisten Stirnlampen haben als Kopfband einen Gummizug. Bei dynamischen Bewegungen kommt es immer wieder vor, dass das Kopfband nach oben wegrutscht. Durch die Bügelkonstruktion – insbesondere die doppelte Führung am Hinterkopf – kann das bei der IKO Core nicht passieren. Die IKO Core hat sogar unseren Head-Bang-Test mit Bravour bestanden.

Profiboulderer Daniel Woods ist begeistert von der IKO Core.

Erste Sessions beim Sportklettern (mehr dazu im folgenden Video) und beim Bouldern haben unseren ersten Eindruck bestätigt. Die IKO Core ist perfekt fürs Klettern beim Eindunkeln oder für Nightsessions beim Bouldern. Dieser Meinung ist auch Daniel Woods, der die Lampe kürzlich mit dabei hatte. In einer Instagram-Story schrieb er:

Die IKO Core von Petzl ist die beste Lampe zum Bouldern.

Daniel Woods
Die IKO Core im nächtlichen Einsatz beim Sportklettern.
Die IKO Core im nächtlichen Einsatz beim Sportklettern.

Suboptimal im alpinen Bereich

Während für uns die IKO Core fortan DER treue Begleiter beim Sportklettern und Bouldern ist, werden wir beim Bergsteigen oder alpinen Mehrseillängenklettern weiterhin auf ein klassisches Modell mit gängigem Kopfband zurückgreifen (Nao + oder Swift RL). Denn die Bügelkonstruktion der IKO Core ist mit vielen Helmen von Fremdherstellern nicht oder nur bedingt kompatibel. Die Bügel des Kopfbandes passen bei einigen Helm-Modellen nicht unter die Befestigungslaschen. Mit den Helmmodellen von Petzl ist die IKO Core kompatibel.

Die IKO Core im Gear Talk von Actiontalk TV

Technische Daten zur IKO Core von Petzl

  • Leuchtkraft: 500 Lumen
  • Gewicht: 79 Gramm
  • Lichtkegel: breit oder kombiniert
  • Betriebsmöglichkeiten: CORE-Akku 1250 mAh (enthalten)
  • Ladezeit: 3 Stunden
  • Betriebsmöglichkeiten: Alkali-Batterien, Lithium-Batterien oder Ni-MH-Akkus
  • Wasserdicht: IPX4 (wetterfest)

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