Megos schlägt für die Erstbegehung von Tuareg Blanco 9b/+ vor

Alexander Megos startet erfolgreich ins neue Jahr: Ihm gelingt die Erstbegehung der Route Tuareg Blanco und bewertet die Linie mit 9b/+.

Die letzten grossen Felskletter-Meldungen rund um den deutschen Profikletterer Alex Megos liegen einige Monate zurück. Im Frühling 2024 punktete er innert kurzer Frist Routen wie Change (9b+), Move (9b/+) und Illusionist (9a), bevor er sich dann auf die Olympischen Sommerspiele in Paris konzentrierte.

Alexander Megos in Margalef bei sichtlich tiefen Temperaturen
Alexander Megos in Margalef bei sichtlich tiefen Temperaturen. (Bild Instagram)

Kurz vor Jahreswechsel war es dann aber wieder so weit. Megos fuhr für einen Klettertrip ins spanische Margalef und widmete sich einem alten Projekt, Tuareg Blanco, dass vor rund 10 Jahren von Adrien Boulon eingerichtet wurde. Der grosse Ansturm auf die Route blieb aus, wurde aber vom spanischen Kletterer Ramon Julian ernsthaft projektiert.

Alex Megos in Margalef_Manchmal meinte es das Wetter auch gut_Fotograf Rainer Eder
Wenn die Sonne schien, so wurde es dann doch gemütlich im spanischen Sportklettermekka Margalef. (Bild Rainer Eder)

«Die Route wurde fast nur von Ramon Julian probiert, was die ganze Sache nicht sehr ansprechend machte», sagt Megos mit einem Augenzwinkern. Nichtsdestotrotz hat sich Megos auf eben diese Route fokussiert und ziemlich viel Zeit investiert.

Während des dreiwöchigen Aufenthaltes verbrachte Megos insgesamt 11 Tage in der Route. Zählt man die vier Tage dazu, die Megos vor ein paar Jahren schon mal in die Route investierte, so waren es 15 Tage bis zum Durchstieg.

Alex Megos gelingt die Erstbegehung der Route Touareg Bianco in Margalef_Bild Rainer Eder
Alex Megos gelingt die Erstbegehung der Route Tuareg Blanco in Margalef. (Bild Rainer Eder)

Diese Zahl hat Megos dann wohl auch dazu bewogen, zu dem hohen Schwierigkeitsgrad zu greifen, den er für Touareg Blanco vorschlägt: 9b/+

Ich bin gespannt, was andere zum Schwierigkeitsgrad sagen.

Alex Megos

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Credits: Titelbild Rainer Eder

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