Patagonia-Gründer spendet das Unternehmen für den Umweltschutz

50 Jahre nach der Gründung verschenkt Patagonia-Gründer Yvon Chouinard sein Unternehmen an zwei Umweltstiftungen, den Patagonia Purpose Trust und das Holdfast Collective. Künftig wird jeder Dollar, der nicht in Patagonia reinvestiert wird, als Dividende zum Schutz des Planeten ausgeschüttet.

Das Outdoor-Bekleidungsunternehmen Patagonia gibt neue Eigentümerverhältnisse bekannt. Diese Umstrukturierung passiert rund 50 Jahre nachdem Gründer Yvon Chouinard das Experiment eines verantwortungsvollen Unternehmertums begann.

Mit sofortiger Wirkung hat die Familie Chouinard alle Eigentumsrechte an zwei neue Instanzen übertragen – den Patagonia Purpose Trust und das Holdfast Collective. Das Wichtigste dabei ist, dass von nun an jeder Dollar, der nicht in das Unternehmen reinvestiert wird, als Dividende zum Schutz des Planeten ausgeschüttet wird.

Patagonia-gründer-yvon-chouinard
Vor 50 Jahren hat Yvon Chouinard Patagonia gegründet. Bild: Tom Frost

«Es ist ein halbes Jahrhundert her, dass wir unser Experiment für ein verantwortungsvolles Wirtschaften begonnen haben. Wenn wir darauf hoffen wollen, in 50 Jahren einen lebenswerten Planeten zu haben, müssen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen alles unternehmen, was wir können.»

Yvon Chouinard, Patagonia-Gründer

Wertebasierte Absichten von Gründer weiterverfolgen

Der Patagonia Purpose Trust besitzt nun alle stimmberechtigten Anteile des Unternehmens, das entspricht zwei Prozent der Gesamtanteile am Unternehmen. Der Patagonia Purpose Trust schafft eine dauerhafte Rechtsstruktur, um den Zweck und die Werte von Patagonia zu verankern. Er wird dazu beitragen, die wertebasierten Absichten des Gründers weiterzuverfolgen und dafür sorgen, dass das Unternehmen weiterhin das tun kann, worin es am besten ist: als gewinnorientiertes Unternehmen zeigen, dass Kapitalismus für den Planeten funktionieren kann.

«Als Geschäftsmann, der ich nie sein wollte, übernehme ich Verantwortung. Anstatt die Natur für den Profit auszubeuten, nutzen wir den Reichtum, den Patagonia schafft, um die Quelle allen Reichtums zu schützen: Die Natur. Wir machen die Erde zu unserer einzigen Anteilseignerin. Es ist mir todernst mit der Rettung dieses Planeten.»

Yvon Chouinard, Patagonia-Gründer
Patagonia Campus Ventura. Bild: Kyle Sparks
Patagonia Campus Ventura. Bild: Kyle Sparks

100 Millionen für den Umweltschutz

Das Holdfast Collective besitzt alle nicht stimmberechtigten Anteile (98 Prozent der Gesamtanteile des Unternehmens). Es verwendet jeden erhaltenen Dollar, um die Umwelt- und Klimakrise zu bekämpfen, die Natur- und Artenvielfalt zu schützen und für den Umweltschutz aktive Communities zu unterstützen.

Jedes Jahr werden die Gewinne, die nicht in das Unternehmen reinvestiert werden, von Patagonia als Dividende an das Holdfast Collective ausgeschüttet, um zur Bekämpfung der Umweltkrise beizutragen. Das Unternehmen rechnet mit einer jährlichen Ausschüttung von etwa 100 Millionen Dollar, abhängig von der Gesundheit des Unternehmens.

1 Umsatzprozent an Umweltschutzorganisationen

Patagonia bleibt ein B Corp-Unternehmen und wird weiterhin jedes Jahr ein Prozent des Umsatzes an Umweltschutzorganisationen spenden. An der Führung des Unternehmens ändert sich nichts. Ryan Gellert wird weiter als CEO fungieren und die Familie Chouinard wird weiterhin im Vorstand von Patagonia sitzen, zusammen mit Kris Tompkins, Dan Emmett, Dr. Ayana Elizabeth Johnson, Charles Conn, Vorsitzender des Vorstands, und Ryan Gellert.

Die Familie Chouinard wird den kontrollierenden Gesellschafter des Unternehmens, den Patagonia Purpose Trust, leiten, den Vorstand von Patagonia wählen und beaufsichtigen und die philanthropische Arbeit des Holdfast Collective leiten. Durch ihre Zusammenarbeit werden sich der Vorstand von Patagonia und der Patagonia Purpose Trust für den langfristigen Erfolg des Unternehmens einsetzen und gleichzeitig sicherstellen, dass es seinem Zweck und den Unternehmenswerten treu bleibt.

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Credits: Titelbild Campbell Brewer

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