Tipps fürs Deep Water Solo Klettern auf Mallorca

Mallorca ist unbestritten das Epizentrum fürs Deep Water Soloing, sprich das seilfreie Klettern über dem Wasser. In diesem Artikel findest du sämtliche Informationen und wertvolle Tipps, die du für einen gelungenen DWS-Aufenthalt auf der balearischen Mittelmeerinsel brauchst.

Seit den frühen 1970ern wird an den steil abfallenden Klippen Mallorcas geklettert. Richtig grosse Aufmerksamkeit erfuhr das Deep Water Soloing jedoch erst mit dem Film Psicobloc von Josh Lowell Anfang der Nullerjahre. Seither ist die Begeisterung für diese Spielform des Kletterns ungebrochen und Menschen aus der ganzen Welt reisen zum Deep Water Soloing nach Mallorca. Was es für einen DWS-Trip braucht und worauf man beim ersten Mal achten sollte, erfährst du hier.

Das lernst du in diesem Artikel

Was sind die wichtigsten Tipps fürs erste Mal Deep Water Soloing?

Wer Deep Water Soloing das erste Mal ausprobiert, sollte es langsam angehen lassen. Hier einige Tipps:

  • Am ersten Tag ein «einfaches» Gebiet wie beispielsweise Cala Varques ansteuern.
  • Vor dem Klettern einige Sprünge von Felsen und Klippen machen, um sich ans Stürzen und das Eintauchen im Wasser zu gewöhnen.
  • Ausstieg aus dem Wasser üben. Mit übersäuerten Unterarmen und etwas Wellengang kann sich der einfachste Aufstieg am Seil viel härter anfühlen als gedacht.
  • Einfache Routen wählen und die Schwierigkeit langsam steigern.
  • Bei Unsicherheit zum Downclimb: Kletterführer konsultieren oder anwesende Kletterer mit mehr Erfahrung fragen.

Deep Water Soloing mit Kletterschule

Wer es sich nicht zutraut, die ersten DWS-Schritte alleine zu gehen, der findet mit den Klettercoaches von Kletterwelt.ch kompetente Partner. Ob auf Mallorca oder Menorca: Dank der Erfahrung der Kletterwelt-Crew kommen alle Teilnehmenden auf ihre Kosten und finden spannende Projekte, die sie heraus- und nicht überfordern. So wird der Deep Water Solo Trip zu einem unvergesslichen Erlebnis.

DWS-Einsteiger finden insbesondere in Menorca viele Routen in leichten Graden.

Fabio Lupo, Kletterwelt

Welche Ausrüstung braucht man fürs Deep Water Soloing?

Kletterfinken

Wie sonst beim Klettern kommt man auch in Mallorca (fast) nicht um Kletterschuhe herum, ausser man hat sich über die Jahre eine knallharte Hornhaut erarbeitet und kommt darum mit dem oft messerscharfen Fels der Ausstiege zurecht.

Es empfiehlt sich, für einen DWS-Trip mindestens zwei Paar Kletterfunken mitzunehmen, sodass man sie abwechselnd trocknen kann.

Lederfinken ohne zusätzliche Fütterung trocknen schneller. Es lohnt sich, nicht die neusten Schuhe mitzubringen. Trotz regelmässiger Pflege während des Trips und anschliessender Reinigung hinterlässt das Salzwasser seine (Duft-)spuren.

Magnesiumbeutel

Auch beim Magnesiumbeutel lohnt es sich, mehrere Exemplare dabei zu haben. Eine gute Möglichkeit ist, bei einem älteren Modell das Innenfutter herauszuschneiden. Der Beutel trocknet so viel schneller und kann zudem mit einem Handtuch kurz ausgerieben werden.

Ein Magnesiumbeutel ohne Futter trocknet schneller und kann mit einem Tuch ausgerieben werden.

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Entfernt man das innere Futter des Magnesiumbeutels, so trocknet er nach einem Sturz viel schneller.

Ein anderer Ansatz für handwerklich Geschickte ist es, ein Magnesiumbeutel aus Ikea-Taschenmaterial zu schneidern.

Magnesium

Fürs Deep Water Soloing sollte man Magnesium mitbringen, viel Magnesium. Am besten als Pulver sowie auch in flüssiger Form. Dies hat weniger damit zu tun, dass man unter der Mittelmeer-Sonne mehr schwitzt. Da man für den Durchstieg genug Magnesium dabei haben will, aber gleichzeitig den gesamten Beutel-Inhalt vernichtet, sobald man abfliegt, ist der Verbrauch deutlich höher als beim Sportklettern oder Bouldern.

Tipp für Puristen, die auf den Magnesiumbeutel verzichten wollen: Flüssigmagnesium kann man auch als kleine Wulst auf beide Unterarme aufgetragen werden, und so unterwegs von diesem Vorrat zehren. Reibt man mit den Fingern über die getrocknete Fläche, so löst sich das Magnesium ab und trocknet die Fingerkuppen.

Magnesium Depot to go: Etwas Flüssigmagnesium auf beide Unterarme und man ist auch ohne Magnesiumbeutel good to go.
Magnesium Depot to go: Flüssigmagnesium grosszügig auf beide Unterarme schmieren und man ist auch ohne Magnesiumbeutel während des Kletterns mit Chalk bedient.

Wassersack

Ein Drybag oder eine sonstige wasserdichte Tasche ist fast unabkömmlich, um die persönlichen Kletterutensilien an den Wandfuss zu bringen.

Da vielerorts abgeklettert werden muss, ist ein Bag mit zwei Tragegurten etwas komfortabler. Ein Drybag kann zudem auch optimal als Schwimmboje für die Rettung genutzt werden.

Da der Einstieg oft mit Abklettern erreicht wird, ist ein Waterbag mit zwei Schlaufen komfortabler. Darüber hinaus eignen sich Waterbags zur Not auch gut als Rettungsring.
Da der Einstieg oft mit Abklettern erreicht wird, ist ein Drybag mit zwei Schlaufen komfortabler. Darüber hinaus eignen sich Drybag zur Not auch gut als Rettungsring.

Trittleiter

Eine Trittleiter, oder zumindest ein altes Seil mit geknüpften Schlaufen sind vielerorts mehr als nur Nice to have. Zwar gibt es an vielen etablierten DWS-Spots bereits Material, welches den Ausstieg aus dem Wasser erleichtert. Aufgrund der Witterung kann deren Qualität jedoch stark variieren.

Wenn die Arme noch richtig gepumpt sind, kann eine simple Strickleiter beim Ausstieg aus dem Meer eine massive Erleichterung darstellen.
Wenn die Arme noch richtig gepumpt sind, kann eine simple Strickleiter beim Ausstieg aus dem Meer eine massive Erleichterung darstellen.

Taucherbrille

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Getreu diesem Motto lohnt es sich auch an bekannten Spots, die Lande-Zone genauer anzuschauen. Erkundet man auf eigene Faust neue Gebiete, muss ein Tauchgang vor dem Klettern oberste Priorität zu haben. Und ganz abgesehen davon ist es auch einfach schön, zwischendurch den Fischen nachzujagen.

Von oben ist es manchmal schwierig einzuschätzen, wie tief das Wasser ist oder wie hoch ein Fels an die Wasseroberfläche ragt.

Ob zum Prüfen der Lande-Zone, oder auch einfach nur zum Schnorcheln: Eine Taucherbrille gehört fix auf die Packliste eines DWS-Trips.
Ob zum Prüfen der Lande-Zone, oder auch einfach nur zum Schnorcheln: Eine Taucherbrille gehört fix auf die Packliste eines DWS-Trips.

Karabiner

Ein, zwei Karabiner schaden nur schon deshalb nicht, um sich beim Einstieg der Route bequem einzurichten. Oft startet man von einer Höhle aus in die Überhänge und hängt seinen Wassersack entsprechend auf. Karabiner sind aber auch sehr hilfreich, um Kletterfinken zum Trocknen aufzuhängen.

Schlingen, Seilschutz und Seil

Wer vorhat, eine schwierigere Route von oben auszuchecken, sollte zusätzliches Klettermaterial mit einpacken. In manchen Gebieten kann man statt abzuklettern auch einen Abseilstand einrichten und so gemütlich zum «Wandfuss» gelangen.

Der raue Fels an der Küste bietet fast überall optimale Ankerpunkte an Sanduhren. Neben robusten Schlingen ist ein Seilschutz ein absolutes Muss.

Ein paar Karabiner und Schlingen sind nie verkehrt: Sei es für eine Verankerung zum Abseilen oder um dein Material am Einstieg aufzuhängen.
Ein paar Karabiner und Schlingen sind nie verkehrt: Sei es für eine Verankerung zum Abseilen oder um dein Material am Einstieg aufzuhängen.

Welche Sicherheitsvorkehrungen sollten getroffen werden?

Bevor man in eine Route einsteigt, sollte man sicherstellen, dass man wieder aus dem Wasser kommt und entsprechend am Ausstieg eine Strickleiter oder ein Stück Seil montieren.

Bei starkem Wellengang ist der Ausstieg nicht zu unterschätzen. Meist ist dieser nur im Moment möglich, in dem die Welle hoch schwappt. Dabei muss man aber gleichzeitig beachten, dass man nicht an den messerscharfen Fels geklatscht wird.

Sie beeinflussen die Psyche beim Klettern und können im Falle eines Sturzes eine Gefahr darstellen: Wellen.
Sie beeinflussen die Psyche beim Klettern und können im Falle eines Sturzes eine Gefahr darstellen: Wellen.

Ja nach Gezeiten kann auch der Wasserpegel stark variieren. Mallorca ist davon weniger stark betroffen, anders sieht es z.B. in England oder Vietnam aus. Generell sollte vor dem Klettern die Landung, respektive die Wassertiefe inspiziert werden. Im Zweifelsfall sollte man die Taucherbrille zur Hand nehmen und sich ein eigenes Bild machen.

Je nach Strömung können im Mittelmeer Quallen ein Problem darstellen. Darum gilt: Wasser genau checken und gegebenenfalls Locals vor Ort um Rat fragen.

Deep Water Soloing ist kein Einzelsport und auch nicht immer ganz ungefährlich. Deshalb sollte man mindestens zu zweit sein, besser noch eine Gruppe von 3 oder mehr Personen. Einer klettert, der andere schaut aufmerksam zu.

Deep Water Soloing ist kein Einzelsport und auch nicht immer ganz ungefährlich.

So kann man sich gegenseitig schnell helfen, wenn ein Sturz übel ausgeht, oder jemand aus Erschöpfung nicht mehr aus dem Wasser kommt. Um im Notfall keine unnötige Zeit verstreichen zu lassen, lohnt es sich, eine Schwimmhilfe (z.B. Drybag mit Leine) stets bereit zu haben.

Eine Sicherheitsvorkehrung der ganz anderen Art ist es, keine Wertsachen im Mietauto zu lassen.

Auch wenn Deep Water Soloing das Wort Solo beinhaltet, sollte man diese Form des Kletterns aus Sicherheitsgründen nie ganz alleine ausüben.
Auch wenn Deep Water Soloing das Wort Solo beinhaltet, sollte man diese Form des Kletterns aus Sicherheitsgründen nie ganz alleine ausüben.

Wie erreiche ich den Start der Routen?

Bei den meisten Sektoren gibt es einen sogenannten Downclimb. Meist ist es die einfachste Route am Rande eines Sektors, die abgeklettert wird, um die Einstiege in die schwierigeren Linien zu erreichen.

Oft wird auch in die Wand gequert und dann gleich losgeklettert. Natürlich ist es auch möglich, hineinzuspringen und direkt aus dem Wasser zu starten. Diese Methode hat jedoch den offensichtlichen Nachteil, dass man selbst und das ganze Equipment nass ist.

Bei den meisten Spots existieren einfache Routen, an denen abgeklettert werden kann. Die etwas luxuriösere Variante ist ein Boot.
Bei den meisten Spots existieren einfache Routen, an denen abgeklettert werden kann. Die etwas luxuriösere Variante ist ein Boot.

Die vermutlich komfortabelste Variante, den Start einer Route zu erreichen, ist ein Boot. Bei Wellengang kann dies eine knifflige Angelegenheit sein, die einen erfahrenen Bootsführer erfordert. Und es bleibt denjenigen vorenthalten, die das nötige Kleingeld für die Mietkosten aufbringen können.

Was macht Mallorca zum ultimativen Deep Water Soloing Spot?

Mallorca, die grösste Insel der Balearen-Gruppe, verfügt an ihren Küsten über zahlreiche steil ins Meer abfallende Klippen. Insbesondere im Südosten, aber auch im Westen und Nordwesten, ist die Vielfalt an verwitterten, versinterten und oft stark überhängenden Wänden riesig.

Dazu kommt das subtropische Klima der Mittelmeerinsel, welches oft für angenehme Wassertemperaturen sorgt, das köstliche lokale Essen und die relaxten Inselbewohnerinnen und -bewohner.

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Steile Klippen soweit das Auge reicht: Die schiere Vielfalt an Klettermöglichkeiten direkt über dem Wasser macht Mallorca zum DWS-Hotspot.

Wo befinden sich die verschiedenen Kletterspots?

Die höchste Dichte an erstklassigen DWS-Spots finden sich an der Südost-Küste Mallorcas. Alleine zwischen Santanyí und Porto Cristo – einem Küstenabschnitt von gut 30 Kilometern Länge – liegen neun Gebiete ganz unterschiedlichen Charakters.

Alleine zwischen Santanyí und Porto Cristo liegen neun Gebiete ganz unterschiedlichen Charakters.

Geklettert werden kann auch rund um Port de Sóller im Nordwesten der Insel oder südlich der Hauptstadt Palma. Das ganze Potenzial der Insel ist noch lange nicht erschlossen. Und so verwundert es kaum, dass immer wieder neue Cliffs, Höhlen und kletterbare Features erschlossen werden.

Welche Gebiete eigenen sich für den Einstieg ins DWS?

Cala Varques ist für die ersten Gehversuche in dieser Disziplin des Kletterns der perfekte Ort. Zum einen sind die Felsen in den vier Sektoren Cova, Metrosexual, Snatch und Tarantino nicht übertrieben hoch, zum anderen finden sich hier gleich mehrere schöne Routen im gemässigten Schwierigkeitsgrad.

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Einfach zugängliche Routen von leicht bis schwer, gemütliche Schattenplätze zum Ausruhen und ein wunderschöner Sandstrand: Cala Varques ist quasi das Plaisir-Gebiet fürs Deep Water Soloing.

Die Einstiege zu den Routen sind in Cala Varques meist unkompliziert und gefahrlos zu erreichen. Darüber hinaus übt das türkisfarbene und oft ruhige Wasser während des Kletterns eine beruhigende Wirkung auf die Psyche aus. Dies im Vergleich zu anderen Orten, wo die Wellen brachial gegen den Wandfuss knallen.

Cala Varques ist quasi das Plaisir-Gebiet fürs Deep Water Soloing.

Das Sahnehäubchen an diesem DWS-Spot bilden der fast schon kitschige Sandstrand und das kristallklare Wasser, welches zum Tauchen und Schnorcheln einlädt. Seit die Zufahrt ab der Hauptstrasse gesperrt ist, verlängert sich der Zustieg auf eine gute halbe Stunde.

Wo finden Hard-Mover schwierige DWS-Linien?

Die Art und Weise, wie die Natur die eindrucksvollen Klippen an der Küste Mallorcas geformt hat, spielt Kletterinnen und Kletterern in den oberen Schwierigkeitsgraden in die Hände. Die Kletterei ist oft stark überhängend und entsprechend schnell ziemlich schwer.

Im oberen siebten und achten Franzosengrad finden sich fast in allen Gebieten genug Linien. Wer noch härtere Routen sucht, peilt vorzugsweise Port de Sóller an. Dort finden sich mit Alasha (9a+) und Big Fish (8c+/9a) gleich zwei der schwierigsten Linien der Insel.

In der selben Grössenordnung spielt Es Pontas (9a+), die ikonische Linie, mit der Chris Sharma 2006 nicht nur Deep Water Soloing, sondern auch Mallorca als DWS-Spot weltberühmt gemacht hat.

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In Port de Sóller finden sich einige der schwierigsten DWS-Routen der Welt, beispielsweise Alasha oder Big Fish.

Welches sind die vier besten Spots der Insel?

1 Cala Varques

Obwohl als beliebtes Gebiet für die ersten DWS-Gehversuche bekannt und entsprechend gut frequentiert ist, ist Cala Varques doch einen Besuch wert, insbesondere wenn man sich langsam ans Deep Water Solo Klettern gewöhnen möchte. Der idyllische Strand, das türkisfarbene Wasser und die einfach zugänglichen Routen kompensieren das rege Aufkommen vor Ort. Zum Strand und damit Klettergebiet gelangt man un rund 30 Minuten.

Top-Routen: Unsere Routenempfehlungen sind Big XXL (6b), Genoveses (6b) und Transversal (7a) im Sektor Sa Cova. Im Sektor Metrosexual sind es die gleichnamige mit 7a bewerteten Route, Bisexual (6b) oder Bandito (7c). Leichtere und doch lohnenswerte Routen sind Fortuna (5c) und Hércules (6a+) im Sektor Snatch.

2 Porto Colom

Bereits im Sommer 1998 ist der Kletterführer-Autor Miquel Riera vom Felsriegel beim Leuchtturm ins Wasser gesprungen, um sich das Gebiet anzuschauen. Bis er zusammen mit Toni Lamprecht und Chris Sharma erste Linien kletterte, vergingen jedoch sechs Jahre. Heute gehört Porto Colom unbestritten zu den coolsten Gebieten Mallorcas. Ein gemütlicher Bereich zum Zuschauen und Trocknen, einfacher Zugang zu den Routen mittels Quergang machen Porto Colom zu einem Top-Spot fürs Deep Water Solo Klettern.

Top-Routen: Unsere Routenempfehlungen bei Porto Colom sind Prince of Transilvania (7a) und I live in a cave (6b). Zum Gebiet gelangt man in einfachem Geh- und Kraxelgelände.

3 Cova del Diablo

Das eindrückliche und bis zu 18 Meter hohe Kliff bei Porto Cristo bietet grossartige Kletterei und zahlreiche exponierte Linien an Löchern und Leisten im siebten und achten Franzosengrad. Aus den Höhlen und Nischen am Wandfuss geniesst man ein unvergleichliches Panorama aufs Meer. Für viele gilt Cova del Diablo als eines der besten DWS-Spots der Insel.

Top-Routen: Routenempfehlungen in der ockerfarbenen Wand sind Afroman (7b), Ejector Seat (7c) oder natürlich die spektakuläre Loskot and two smoking barrels (8a). Im sechsten Franzosengrad zu empfehlen ist die Route Lobster (6c). Links und rechts der Hauptwand gibt es weitere Routen im sechsten Franzosengrad. Zu den Routen gelangt man über die «Downclimbs» oder man richtet an den zahlreichen Sanduhren ein Fixseil ein, an dem abgeseilt werden kann.

4 Cala Mitjana

Das Gebiet liegt nordöstlich des Touristendorfes Cala d’Or und ist dank dem markanten Segelmasten, der an der Küste installiert ist, leicht zu finden. Der Abstieg zu den Routen im linken Bereich einfach, die Qualität der Routen durchgehen sehr gut. Direkt in der Nähe befindet sich der Sektor Rich Bitch, der mit einer Höhe von lediglich sieben Metern das Nervenkostüm schont. Weitere lohnenswerte Linien gibt es an der Terry Wall. An der Cala Mitjana kommt jeder auf seine Kosten.

Top-Routen: Zu empfehlen sind die beiden Routen Mitjana Party und Mitjana Party left (7a und 6c) im linken Bereich, die an einem markanten Loch vorbeiführen, in welchen man sich kurz vor dem Ausstieg nochmals erholen kann. Im Sektor Rich Bitch ist die gleichnamige Route (7a) sehr zu empfehlen. Doch auch Geek (6a) und Bandy (5) sind schöne Linien in einfachem Gelände.

Wer für einmal den Ort besuchen möchte, an dem Deep Water Solo Klettergeschichte geschrieben wurde, der sollte einen Besuch beim imposanten Felsbogen in Cala Santanyí einplanen.

Neben der legendären Route Es Pontas von Chris Sharma gibt es mit der Route Toni (7b) auch eine Linie in gemässigterem Schwierigkeitsgrad. Noch einfachere Touren, im Bereich 6a/6b gibt es südwestlich von Es Pontas in dem Gebiet Ballam.

Das sind die 10 schönsten Deep Water Solo Routen auf Mallorca im 6. und 7. Franzosengrad

  1. Metrosexual (7a), Sektor Metrosexual, Cala Varques
  2. Bandito (7c), Sektor Metrosexual, Cala Varques
  3. Afroman (7b), Sektor Lobster Area, Cova del Diablo, Porto Cristo
  4. Ejector Seat (7c), Sektor Lobster Area, Cova del Diablo, Porto Cristo
  5. Prince of Transilvania (7a), Porto Colom
  6. Me llamo Chris (6c), Porto Colom
  7. Rich Bitch (7a), Sektor Rich Bitch, Cala Mitjana
  8. Mitjana Party (7a+), Sektor Wall of Illuminations, Cala Mitjana
  9. Illuminations (6b+), Sektor Wall of Illuminations, Cala Mitjana
  10. New Forms (6b+), Sektor Wall of Illuminations, Cala Mitjana

Bei den Schwierigkeitsgraden haben wir uns mehrheitlich auf die Bewertung des Kletterführers Psicobloc von Miquel Riera gestützt.

Topo/Kletterführer Deep Water Solo Klettern auf Mallorca

Um sich auf der Insel zu orientieren und auf den Trip vorzubereiten gibt es zwei Kletterführer in klassischer Buchform: Psicobloc Mallorca von Miquel Riera und Spain Mallorca von Rockfax oder dann die App von 27 Crags.

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