Garnbret und Anraku konstant stark, Schubert dreht im Lead auf: Resultate Halbfinals kombiniertes Format

Sorato Anraku und Janja Garnbret marschieren direkt durchs kombinierte Halbfinale Richtung Olympia-Ticket. Andere lieferten im Bouldern nicht ab und brauchten im Lead zwingend viele Punkte. Mit diesem Druck bestens zurecht kamen Jakob Schubert oder auch Brooke Raboutou.

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Die Aussicht auf ein Olympiaticket hat die 20, respektive 21 stärksten Kletterinnen und Kletterer angetrieben, auch Mitte der zweiten Wochenhälfte nochmals alles aus sich herauszuholen. Die Einzeldisziplinen der vergangenen Woche haben gewisse Spuren hinterlassen – bei manchen mehr, bei anderen weniger.

Anraku und Garnbret vorne weg

Immer noch sackstark unterwegs war der japanische Youngster Sorato Anraku. Er schloss nicht nur die Disziplin Bouldern als bester ab, sondern glänzte auch beim Lead am Abend mit einem der wenigen Tops. Kann er seine Konstanz beibehalten, so ist der 16-Jährige definitiv ein heisser Anwärter auf Gold in der Kombination.

Sein Pendant bei den Frauen ist Janja Garnbret. Auch sie schloss das Boulder-Halbfinale auf Platz 1. Als einzige toppte sie alle vier Boulder – wenn auch nicht mehr ganz so easy wie in der Einzeldisziplin. Zwischendurch, da wird einem bewusst, dass auch Janja the GOAT Garnbret «nur» ein Mensch ist. Im Lead-Halbfinale am Abend hatte sie zum Startzeitpunkt das Finalticket bereits auf sicher. Das wusste die starke Slowenin natürlich nicht und kämpft sich fast bis zum Top.

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Bei den Männern qualifizierte sich der junge Brite Toby Roberts als zweiter fürs Kombi-Finale. Er zeigte beim Bouldern eine solide Leistung und lieferte in seiner Paradedisziplin Lead mit einem Top souverän ab. Ähnlich der drittplatzierte Colin Duffy. Der junge Amerikaner glänzte in beiden Disziplinen und konnte so seine Position in der Wertung bis zum Schluss halten.

Das war ein unglaubliches Gefühl. Nach einigen Ergebnissen, die nicht so gut gelaufen sind, ist es schön, heute Abend vor diesem riesigen Publikum zu stehen und einen wirklich guten Kampf auf einer schönen Route zu liefern.

Toby Roberts

Andere hatten da eine schwierigere Ausgangslage. So beispielsweise der fünffache Weltmeister Jakob Schubert. Er landet beim Bouldern auf dem drittletzten Platz und wusste: Im Lead muss was ganz Grosses her. Aber Schubert wäre nicht Schubert, wenn er nicht unter Druck auf den Punkt abliefern könnte. Und so kämpfte sich der frisch gebackene Weltmeister bis ans Top und damit zurück ins Rennen um das begehrte Olympiaticket.

Konnte beim Bouldern seine Leistung nicht ganz abrufen und war entsprechend im Lead gefordert. Yannick Flohé. Bild: Lena Drapella
Konnte beim Bouldern seine Leistung nicht ganz abrufen und war entsprechend im Lead gefordert. Yannick Flohé. Bild: Lena Drapella

Unter den Erwartungen geblieben

Weniger erfolgreich war die Aufholjagd im Lead bei den beiden Deutschen Alex Megos und Yannick Flohé, beim Schweizer Sascha Lehmann oder beim Österreicher Nicolai Uznik. Sie alle vermochten im Boulder-Halbfinale nicht ganz zu überzeugten und benötigten im Lead entsprechend viele Punkte. Leider wehrte die ausdauerlastige Route einen nach dem anderen ab und so muss das grosse Kombi-Finale – abgesehen von Schubert – ohne deutschsprachige Athleten vonstatten gehen.

Lead-Weltmeisterin als einzige am Top

Bei den Frauen brillierte die frische gebackene Lead-Weltmeisterin Ai Mori wiederum im Lead. Als einzige erreichte sie das Top. Oriane Bertone startete mit einem guten Polster aus dem Bouldern ins Lead-Halbfinale und brachte ihr Finalticket problemlos ins Trockene. Mehr zittern musste da die Amerikanerin Brooke Raboutou, die beim Bouldern zwar dritte wurde, jedoch mit deutlichem Punktrückstand. Sie liess jedoch nichts anbrennen und schaffte es als eine der wenigen Athletinnen über die 60er-Marke hinaus.

Wo viel andere abtropften, zog die starke Amerikanerin Brooke Raboutou weiter. Bild: Lena Drapella
Wo viel andere abtropften, zog die starke Amerikanerin Brooke Raboutou weiter. Bild: Lena Drapella

Dieser Übergang ins den letzten Abschnitt der 15-Meter-Wand stellte bei den Frauen die grosse Schlüsselstelle dar. Viele Athleten fielen an dieser sehr kräfteraubenden Stelle raus. So auch Jessica Pilz, die sich jedoch dank einem soliden Resultat im Bouldern trotzdem fürs Finale qualifiziert. Natalia Grossman verpasste die Chance auf ein Olympiaticket als neuntplatzierte knapp.

Ich freue mich aufs Finale. Das war eines meiner grossen Ziele und ich kann es kaum erwarten, loszulegen.

Jessica Pilz

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Rangliste kombiniertes Halbfinale Frauen

1Janja GARNBRET175
2Ai MORI136.9
3Oriane BERTONE133.5
4Brooke RABOUTOU122.1
5Miho NONAKA108
6Jessica PILZ98.5
7Anastasia SANDERS92.5
8Jain KIM91.1
9Natalia GROSSMAN88.5
10Chaehyun SEO86.4
11Manon HILY82.3
12Molly THOMPSON-SMITH78.7
13Hélène JANICOT73.6
14Mia KRAMPL73.6
15Zélia AVEZOU73.3
16Oceania MACKENZIE71
17Vita LUKAN65.5
18Ayala KEREM53.8
19Yejoo SEO53
20Kyra CONDIE45.5
21Laura ROGORA32.9

Rangliste kombiniertes Halbfinale Männer

1Sorato ANRAKU184.9
2Toby ROBERTS164.7
3Colin DUFFY157
4Tomoa NARASAKI148.7
5Jakob SCHUBERT144.8
6Adam ONDRA144.1
7Dohyun LEE129.7
8Paul JENFT126.3
9Mejdi SCHALCK125.9
10Ao YURIKUSA121.6
11Sean BAILEY111.5
12Yannick FLOHÉ109.9
13Alexander MEGOS106.9
14Mickael MAWEM105.6
15Sascha LEHMANN101.2
16Meichi NARASAKI97.8
17Yoshiyuki OGATA92.8
18Nicolai UZNIK91.6
19Yunchan SONG91.2
20Sam AVEZOU82.7

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