Julia Chanourdie begeht Super Crackinette (9a+) in Saint-Léger du Ventoux

Der Französin Julia Chanourdie gelingt die erste vierte Begehung der 9a+ Route Super Crackinette, die Alexander Megos im Oktober 2016 erstbeging.

Mit ihren 23 Jahren gehört Julia Chanourdie zu den Nachwuchshoffnungen Frankreichs. Die in Aviernoz wohnhafte Athletin kletterte bereits zwei 9a’s und hat sich bereits für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio qualifiziert.

Mit ihrer jüngsten Begehung, der 9a+ Route Super Crackinette in Saint-Léger, katapultiert sie sich definitiv in den Kletterolymp. Eine Route in diesem Grad zu klettern gelang noch keine Französin zuvor. Auch weltweit bleibt dies erst einer Handvoll Frauen vorbehalten.

„Unglaublich. Heute habe ich Super Crackinette rotpunkt geklettert!“ Physisch war ich schnell überzeugt, die Route klettern zu können. Aber es war dann doch ein grosse mentale Herausforderung, weil ich mehrmals an der oberen Schlüsselstelle rausfiel.“

Julia Chanourdie
Julia Chanourdie bei der Begehung von Super Crackinette (9a+) in Saint-Léger du Ventoux. (Bild Jocelyn Chavy)

17 Tage des Projektierens

Bis Julia den Stand von Super Crackinette clippen konnte, investierte die 23-jährige 17 Tage. Dass sie diese Route überhaupt in Angriff nahm, ist Baptiste Dherbilly zu verdanken. Er motivierte Julia, in die Route einzusteigen. Schlüssel zum Erfolg war gemäss Julia ein Tipp von Sébastien Berthe, der für die obere Schlüsselstelle eine andere Lösung hatte, die zwar gleich streng wie die Originallösung ist, jedoch weniger wackelig.

„Die Lösung von Sébastien taugte mir besser, weil sie sehr fingerlastig ist und das kam mit entgegen.“

Julia Chanourdie

Weltweit erst vierte Frau

Vor Julia waren es die Kletterinnen Margo Hayes, Anak Verhoeven und Angy Eiter, die eine 9a+ Route (oder schwerer) klettern konnten. „Schwerer“, weil Angy Eiter einen Grad ausliess und 2017 mit La Planta de Shiva direkt eine 9b punktete.

Das könnte dich interessieren

+++
Credits: Titelbild Jocelyn Chavy

Aktuell

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Scarpa BLACKBIRD: Carbon-Zwischensohle für die kleinsten Leisten

Sechs Jahre hat Scarpa an ihrem neuen Kletterschuh entwickelt. Das Herzstück ist die erste carbonverstärkte Zwischensohle der Italiener – gebaut für Präzision auf kleinsten Tritten, ohne dass der Schuh brutal eng sitzen muss.

Auch Jenya Kazbekova punktet „Dreamcatcher“ (9a) in Squamish – ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter

Nach Camilla Moroni hat auch Jenya Kazbekova die bekannte Sportkletterroute in British Colombia wiederholt. Für die Ukrainerin ist es ebenfalls die erste 9a – und eine ganz besondere Leistung, nachdem sie vor rund einem Jahr Mutter geworden war.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Scarpa BLACKBIRD: Carbon-Zwischensohle für die kleinsten Leisten

Sechs Jahre hat Scarpa an ihrem neuen Kletterschuh entwickelt. Das Herzstück ist die erste carbonverstärkte Zwischensohle der Italiener – gebaut für Präzision auf kleinsten Tritten, ohne dass der Schuh brutal eng sitzen muss.