Der 17-Jährige Tscheche Josef »Pepa« Šindel hat einen richtigen Lauf. Vor kurzem checkte er die bekannte Action Directe (9a) im Frankenjura von seiner Tickliste. Nun holt er sich eine 9a Erstbegehung in Harmanec in der Slowakei.
Das Klettergebiet Harmanec Krpcovo liegt in der Slowakei, unweit von Banská Bystrica, und ist eines der vielseitigsten und beliebtesten Sportklettergebiete des Landes.
Tanz in Harmanec
Sindel beschreibt die Route als interessant, mysteriös und sehr boulderartig. »Harmatanec« startet mit einer Platte und verläuft dann in ein atemberaubendes Dach, welches gleichzeitig der härteste Teil der Route ist.
Für ihn waren es aber nicht die schweren Crux–Züge, welche die Route ausmachen, sondern vor allem der mentale Aspekt, den die Linie mit sich bringt. Die Exen können über die gesamte Länge der Schlüsselstelle nicht eingehängt werden und sollte man fallen, stürzt man in die Platte.
Die einzige Clip–Position ist in einem fragwürdigen Knieklemmer kopfüber, am Ende des Boulders. Wenn man beim Einhängen fällt, ist man erledigt.
Pepa Sindel

Pepa schreibt auf Instagram, dass er an dieser Stelle der Linie im Autopilot war und es so durch die mentale Crux geschafft hat. Auf den Knieklemmer folgen noch einige schwere Züge, dann ein langer Ausdauerabschnitt, der es in sich hat.
Ich denke, es ist eine leichte 9a, trotzdem kommt mir die Bewertung angemessen vor. Auf jeden Fall ist es eine fantastische Route.
Den Namen »Harmatanec« wählte Kubo Šuhajda, der die Route eingebohrt hat. Laut Sindel ist der Name ideal für die neue Linie. Übersetzt könnte der Name etwa »Tanz in Harmanec« heißen.
Ich finde den Namen perfekt. Die bekanntesten Routen in diesem Gebiet haben Namen mit ‚Tanec‘, was ‚Tanz‘ bedeutet.
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Credits: Titelbild: Pepa Sindel

