Dem deutschen Profikletterer Alexander Megos gelingt die Erstbegehung der Route Bibliographie in Céüse. Als Schwierigkeitsgrad für die Route schlägt Alex 9c vor. Es handelt sich um die erst zweite 9c der Welt.

In den vergangenen Jahren investierte Alexander Megos rund 60 Tages des Projektierens in die Route Bibliographie im französischen Sportkletter-Mekka Céüse. Gestern Abend, 5. August 2020, setzte der Deutsche einen Schlussstrich unter die Route und schlägt als Schwierigkeit 9c vor.

Es gibt viele Gerüchte zum Schwierigkeitsgrad der Route Bibliographie in Céüse und die Bewertung einer Route ist etwas sehr subjektives. Mein Vorschlag für die Route ist jedoch 9c.

Alexander Megos weiss wovon er spricht. Er hat schon zahlreiche Routen im neunten Grad geklettert, darunter Linien wie Biographie (9a+), Fight Club (9b) oder Perfecto Mundo (9b+). Mit Letzterer vergleicht Alex denn auch seine jüngste Begehung.

Für Perfecto Mundo musste ich 16 Tage investieren, für Bibliographie hingegen 60 Tage und ich musste spezifisch für die Route trainieren. Es fühlte sich einfach viel härter an.

Diese doch sehr konkrete Ansage relativiert Alex dann aber ein wenig. Es sei klar, dass sich eine Route als Erstbegeher schwieriger anfühle, weil man lange gar nicht wisse, ob man die Route überhaupt klettern könne, ob man mit seiner Beta komplett auf dem Holzweg sei – um nur einige Faktoren zu nennen. Trotz dieser Relativierung meint Alex abschliessend, es sei ein Meilenstein in seiner Kletterkarriere.

Hat allen Grund zur Freude: Alex Megos nach dem Durchstieg der 9c-Route Bibliographie. (Bild Ievgeniia Kazbekova)

Erste 9c-Kletterroute der Welt: Adam Ondra mit Silence

Erstmals in den magischen Grad 9c vorgestossen ist der tschechische Kletterer Adam Ondra im Jahr 2017. Auch er investierte unzählige Tage und Trips ins norwegische Sportklettergebiet Flatanger, bis er sein Projekt erfolgreich rotpunkt klettern konnte. Die Route Silence war die erste 9c-Route der Welt und blieb es die folgenden drei Jahre auch.

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Credits: Titelbild Ken Etzel

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