Felsikone und Deep-Water-Solo Pionier Chris Sharma hat ein neues Ziel vor Augen: Olympia 2028! Dafür kehrt der Amerikaner auf die Wettkampfbühne zurück und versucht sich an diesem Wochenende einen Platz im amerikanischen Nationalteam zu sichern.
Rückkehr auf die Wettkampfbühne
Die Wettkampf Saison 2026 steht langsam aber sicher in den Startlöchern. Dieses Wochenende, vom 11. bis 15. Februar finden die YETI Climbing Championships in Orlando, Florida statt. Hierbei können sich Athletinnen und Athleten für die amerikanische Nationalmannschaft qualifizieren. Ein Schritt in Richtung der Olympiaqualifikation. Eine Überraschung in diesem Jahr: der 44-Jährige Chris Sharma kehrt auf die Wettkampfbühne zurück um einen Startplatz bei Olympia zu ergattern. Dafür müsste er sich bei bei zwei Veranstaltungen im oberen Ranking platzieren. Sollte ihm das nicht gelingen, kann er es im nächsten Jahr noch einmal versuchen. Ansonsten besteht noch die Chance sich bei der dreiteiligen Olympic Qualifier Serie (OQS) in 2028 einen Platz zu erklettern. Sharma hatte seine Wettkampfkarriere in den frühen 2000ern weitgehend beendet um sich auf das Felsklettern, Erstbegehungen und Deep-Water-Soloing zu konzentrieren.
Chris Sharma – Pionier im Sportklettern
Sharma begann im Alter von elf Jahren mit dem Klettern. Ein Jahr später nahm er an seinem ersten Wettkampf teil und mit 14 Jahren gewann er die US Open Bouldering Nationals 1996. Auch am Fels machte der junge Amerikaner sich schnell einen Namen. Mit 15 kletterte er »Necessary Evil« (8c+) im Virgin River Gorge. Die Linie galt damals als die härteste Sportkletterlinie in den USA. Nur wenige Jahre später gelang ihm mit »Biographie« im französischen Céüse die weltweit erste Route im Schwierigkeitsgrad 9a+. Dieser Durchbruch markierte den Beginn einer lange andauernden Dominanz am Fels: In den folgenden Jahren eröffnete Sharma »Jumbo Love« die erste 9b der Welt und verschob erneut die Messlatte des Sportkletterns nach oben. Außerdem sicherte er sich die erste Wiederholung von Adam Ondras »La Dura Dura« in Oliana, der weltweit ersten 9b+. Außerdem warf er mediales Licht auf die Disziplin Deep Water Solo, als ihm die Linie »Es Pontàs« (9a+) auf Mallorca gelang, die damals härteste DWS-Linie überhaupt.
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Credits: Titelbild: Archivbild: Sharma Channel

