Andrea Chelleris gelang die Rotpunktbegehung der 9a-Route Pure Dreaming bei Arco. Der 12-jährige Kletterer ist die bisher jüngste Person, die eine Route in diesem Schwierigkeitsgrad rotpunkt klettern konnte.

Pure Dreaming bei Arco gehört zu den beliebtesten 9a-Routen der Welt. Erstmals gepunktet hat sie der Kletterer Adam Ondra. Seither wurde die Route mehrfach wiederholt, unter anderem von Angy Eiter, Laura Rogora oder vor wenigen Tagen auch vom Einrichter selbst, dem 52-jährigen (!) Alfredo Webber. Schon diese Begehung war eine Sensation (LACRUX berichtete).

Alfredo Webber, Andrea Chelleris und die Eltern Andreas nach dem erfolgreichen Durchstieg. (Bild Alfredo Webber)
Alfredo Webber, Andrea Chelleris und die Eltern Andreas nach dem erfolgreichen Durchstieg. (Bild Alfredo Webber)

Erfolgreich auf den Ski, erfolgreich am Fels

Wenige Tage nach Alfredo Webber sorgte eine weitere Person für Aufsehen. Eine Person, die rund 40 Jahre jünger ist, als der Einrichter und Begeher der Route selbst: Andrea Chelleris. Im Alter von lediglich 12 Jahren gelang dem Italiener die Rotpunktbegehung der 9a-Route. Andrea schrieb damit Klettergeschichte. Der bisherige Rekord lag bei Adam Ondra, Ashima Shiraishi und Illya Bakhmet-Smolensky, die den magischen 9a-Grad im Alter von 13 Jahren knackten.

Andrea Chelleris beim Training zu Hause

In wenigen Versuchen gepunktet

Interessant ist zudem, dass Andrea Chelleris primär erfolgreicher Skifahrer ist. Im vergangenen Winter trainierte er noch fünf Mal pro Woche fürs Skifahren und gewann im März einen nationalen Wettkampf in Italien. Im April begann er dann sich aufs Klettertraining zu konzentrieren und fuhr im Juni zusammen mit seinen Eltern nach Arco, um die Route Pure Dreaming zu projektieren. In lediglich 19 Versuchen wurde aus dem Projekt eine Rotpunktbegehung.

Auch wenn Andrea Chelleris erfolgreich auf den Ski unterwegs ist, so klettert er bereits seit seiner frühen Kindheit (fünf Jahre alt). Im Alter von neun Jahren kletterte er bereits 8b+.

Andrea bei einem Abfahrtsrennen in März 2021

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Credits: Titelbild Andrea Chelleris